Spielplan des Gewandhauses

Sa

17. Sep 2022

13 Uhr
Leipziger Innenstadt

Eintritt frei

Künstlerische Mission und gesellschaftliches Engagement: Demokratie-Tag und -Konzert »einander zuhören« Zukünftig jeweils zur Saisoneröffnung bringt das Gewandhaus zu drängenden Fragen von Bildung,…

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Demokratie-Tag

Gewandhaustag in der Innenstadt

NIKOLAIKIRCHHOF | 13.00 UHR

Eröffnung des Gewandhaustages in der Innenstadt und des Demokratie-Tages mit Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons und Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz

Leipzig Brass

Blechbläser des Gewandhausorchesters

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BARTHELS HOF | 13.15 UHR

Altes und Neues

Hornisten des Gewandhausorchesters

Juliane Fleischmann, Bernhard Krug, Jürgen Merkert und Jochen Pleß

Werke und Bearbeitungen für Horn-Quartett aus verschiedenen Epochen

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BOSE-HAUS/BACHMUSEUM | 13.15 UHR

»In Bachs Fußstapfen«

Christian Erben Violoncello

Max Reger - Suite d-Moll op. 131c/2 für Violoncello solo
Max Reger - Suite G-Dur op. 131c/1 für Violoncello solo

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ALTE BÖRSE | 13.30 UHR

Reinhold Quartett

Dietrich Reinhold Violine, Tobias Haupt Violine, Norbert Tunze Viola, Dorothée Erbiner Violoncello

Werke von Anton Rubinstein, Peter Tschaikowski und Joseph Haydn

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NIKOLAIKIRCHHOF | 13.40 UHR

»For the beauty of the earth«

GewandhausKinderchor, Frank-Steffen Elster Leitung, Walter Zoller Klavier

Werke von Bob Chilcott, John Rutter, Felix Mendelssohn Bartholdy u. a.

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BARTHELS HOF | 14.00 UHR

»Mit Swing in den Herbst«

SalonQuartett »Stadtpfeifer« goes Jazz

SalonQuartett »Stadtpfeifer«

Ingolf Barchmann Klarinette/Saxofon, Karl-Heinz Georgi Trompete, Dirk Lehmann Posaune/Alphorn, Sebastian Ude Saxofon

Werke von Glenn Miller, John Kander, Valentin Hude, Jerry Gray, Charles Trenet, Carl Maria von Weber und George Gershwin 

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BOSE-HAUS/BACHMUSEUM | 14.00 UHR

ZWERGENKONZERT

»Verflixt und zugehört«

Ayano Tajima Violine, Dorothee Appelhans Violine, Paula Mengel Viola, Pedro Pelaez Violoncello

Empfohlen ab 5 Jahren

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ALTE BÖRSE | 14.15 UHR

»Klein aber fein«

Gudrun Hinze Flöte/Piccoloflöte, Anna Wiedemann Violine, Birgit Weise Viola, Moritz Klauk Violoncello

Jakob Friedrich Kleinknecht - 2. Sonate für Flöte, Violine und Violoncello
Wolfgang Amadeus Mozart - Andante für Flöte und Orchester C-Dur KV 315 (Bearbeitung für Flöte und Streichtrio von Mordechai Rechtmann)
Allan Stephenson - Miniature Quartet für Piccoloflöte und Streichtrio

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NIKOLAIKIRCHHOF | 14.25 UHR

Klassiker aus Jazz und Pop

Gewandhauskontrabassist Thomas Stahr & Band

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BOSE-HAUS/BACHMUSEUM | 15.00 UHR

»Klein aber fein«

Gudrun Hinze Flöte/Piccoloflöte, Anna Wiedemann Violine, Birgit Weise Viola, Moritz Klauk Violoncello

Jakob Friedrich Kleinknecht - 2. Sonate für Flöte, Violine und Violoncello
Wolfgang Amadeus Mozart - Andante für Flöte und Orchester C-Dur KV 315 (Bearbeitung für Flöte und Streichtrio von Mordechai Rechtmann)
Allan Stephenson - Miniature Quartet für Piccoloflöte und Streichtrio

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ALTE BÖRSE | 15.00 UHR

Grieg Quartett Leipzig

Elisabeth Dingstad Violine, Gunnar Harms Violine, Immo Schaar Viola, Christoph Vietz Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart - Streichquartett D-Dur KV 575 (»1. Preußisches Quartett«)

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BARTHELS HOF | 15.00 UHR

»Heiteres aus der Tiefe«

Kontrabassisten des Gewandhausorchesters

Felix Leissner Kontrabass, Karsten Heins Kontrabass, Jiyoon Yang Kontrabass, Henning Rasche Kontrabass

Werke von Astor Piazzolla und Stefan Schäfer

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NIKOLAIKIRCHHOF | 15.10 UHR

Eine musikalische Weltreise mit vier Posaunen

Posaunisten des Gewandhausorchesters

Tobias Hasselt, Tino Mönks, Tomás Trnka und Stefan Wagner

Werke und Bearbeitungen für Posaunen-Quartett von Samuel Scheidt, Steven Verhelst, Anton Bruckner u. a.

Eintritt frei

In Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Künstlerische Mission und gesellschaftliches Engagement: Demokratie-Tag und -Konzert »einander zuhören«

Zukünftig jeweils zur Saisoneröffnung bringt das Gewandhaus zu drängenden Fragen von Bildung, Ressourcen, Medien, Institutionen, Gemeinsinn, Geschichte und Identität Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Fachleute, Musikerinnen und Musiker sowie alle Leipzigerinnen und Leipziger miteinander ins Gespräch – eingebettet in musikalische Impulse. Im ersten Jahr widmen sich die Veranstaltungen dem Thema »einander zuhören« und beleuchten es aus politischer, journalistischer, kommunikations-psychologischer, soziologischer, theologischer und natürlich aus musikalischer Sicht.

Im Anschluss an das erste »Demokratie-Konzert« zur Saisoneröffnung am 16. September mit der Auftaktrede von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung findet am Folgetag der »Demokratie-Tag« statt. Der Tag beginnt mit dem traditionellen Gewandhaustag in der Innenstadt, an dem Ensembles des Gewandhausorchesters an verschiedenen Orten in der Leipziger Innenstadt bei freiem Eintritt musizieren.

Im Anschluss sind alle Interessierten herzlich ins Gewandhaus eingeladen, um sich aktiv an Gesprächen zum diesjährigen Thema »einander zuhören« zu beteiligen.

Wir freuen uns auf rege Diskussionen der Gäste mit Jutta Allmendinger (Soziologin, Präsidentin des Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin), Jana Hensel (Autorin, Journalistin), Margarete Imhof (Professorin für Psychologie in den Bildungswissenschaften mit Schwerpunkt »Zuhören«), Skadi Jennicke (Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig) und Frank-Michael Erben (1. Konzertmeister des Gewandhausorchesters).

Diese Initiative des Gewandhausorchesters erfolgt in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, deren Leiter Roland Löffler die Diskussionsrunden moderiert.

»einander zuhören«

Wir gehen ins Konzert und hören zu. Musik führt Menschen verschiedenster gesellschaftlicher Bereiche, Altersgruppen und familiärer Hintergründe, unterschiedlicher politischer, religiöser, beruflicher und sexueller Orientierung zusammen, und alle nehmen die Haltung des Zuhörens ein.

Was uns sonst oft so schwer fällt, ist im Konzertsaal eine Selbstverständlichkeit. Musik bewegt uns zu einer selten gewordenen Tugend. Kann sie uns helfen, im Umgang miteinander die Qualität des Zuhörens neu zu entdecken und zu lernen? Schärft Musik die Sinne für Zwischentöne, Leises, Einmaliges und Wertvolles?

Auch in Bereiche, in denen es besonders schwerfällt, einander zuzuhören, führt Musik auf unwiderstehliche, berührende Weise: Sie lehrt, Dissonanzen und Vielstimmigkeit auszuhalten, ja zu schätzen, und sie zeigt, wie zentral und zugleich herausfordernd das Interpretieren, Interagieren und die Offenheit für Unerwartetes ist.

Sa

17. Sep 2022

16.30 Uhr
Hauptfoyer

Eintritt frei.

Künstlerische Mission und gesellschaftliches Engagement: Demokratie-Tag und -Konzert »einander zuhören« Zukünftig jeweils zur Saisoneröffnung bringt das Gewandhaus zu drängenden Fragen von Bildung,…

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Demokratie-Tag: Runder Tisch 1

Zuhören - Herausforderung der Demokratie

Jana Hensel Podiumsgast, Dr. Skadi Jennicke Podiumsgast, Dr. Roland Löffler Moderation, Reinhold Quartett (Dietrich Reinhold Violine, Tobias Haupt Violine, Norbert Tunze Viola, Dorothée Erbiner Violoncello)

In zwei musikalisch umrahmten Gesprächsrunden entfalten die Gäste aus soziologischer, psychologischer, politischer, journalistisch-schriftstellerischer, zeitgeschichtlicher und musikalischer Perspektive das Thema „einander zuhören“ als (I) Herausforderung der Demokratie (16.30 Uhr) und als (II) Schlüssel zu Musik und Gesellschaft (ca. 17.30 Uhr). Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

Eintritt frei.

In Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Künstlerische Mission und gesellschaftliches Engagement: Demokratie-Tag und -Konzert »einander zuhören«

Zukünftig jeweils zur Saisoneröffnung bringt das Gewandhaus zu drängenden Fragen von Bildung, Ressourcen, Medien, Institutionen, Gemeinsinn, Geschichte und Identität Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Fachleute, Musikerinnen und Musiker sowie alle Leipzigerinnen und Leipziger miteinander ins Gespräch – eingebettet in musikalische Impulse. Im ersten Jahr widmen sich die Veranstaltungen dem Thema »einander zuhören« und beleuchten es aus politischer, journalistischer, kommunikations-psychologischer, soziologischer, theologischer und natürlich aus musikalischer Sicht.

Im Anschluss an das erste »Demokratie-Konzert« zur Saisoneröffnung am 16. September mit der Auftaktrede von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung findet am Folgetag der »Demokratie-Tag« statt. Der Tag beginnt mit dem traditionellen Gewandhaustag in der Innenstadt, an dem Ensembles des Gewandhausorchesters an verschiedenen Orten in der Leipziger Innenstadt bei freiem Eintritt musizieren.

Im Anschluss sind alle Interessierten herzlich ins Gewandhaus eingeladen, um sich aktiv an Gesprächen zum diesjährigen Thema »einander zuhören« zu beteiligen.

Wir freuen uns auf rege Diskussionen der Gäste mit Jutta Allmendinger (Soziologin, Präsidentin des Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin), Jana Hensel (Autorin, Journalistin), Margarete Imhof (Professorin für Psychologie in den Bildungswissenschaften mit Schwerpunkt »Zuhören«), Skadi Jennicke (Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig) und Frank-Michael Erben (1. Konzertmeister des Gewandhausorchesters).

Diese Initiative des Gewandhausorchesters erfolgt in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, deren Leiter Roland Löffler die Diskussionsrunden moderiert.

»einander zuhören«

Wir gehen ins Konzert und hören zu. Musik führt Menschen verschiedenster gesellschaftlicher Bereiche, Altersgruppen und familiärer Hintergründe, unterschiedlicher politischer, religiöser, beruflicher und sexueller Orientierung zusammen, und alle nehmen die Haltung des Zuhörens ein.

Was uns sonst oft so schwer fällt, ist im Konzertsaal eine Selbstverständlichkeit. Musik bewegt uns zu einer selten gewordenen Tugend. Kann sie uns helfen, im Umgang miteinander die Qualität des Zuhörens neu zu entdecken und zu lernen? Schärft Musik die Sinne für Zwischentöne, Leises, Einmaliges und Wertvolles?

Auch in Bereiche, in denen es besonders schwerfällt, einander zuzuhören, führt Musik auf unwiderstehliche, berührende Weise: Sie lehrt, Dissonanzen und Vielstimmigkeit auszuhalten, ja zu schätzen, und sie zeigt, wie zentral und zugleich herausfordernd das Interpretieren, Interagieren und die Offenheit für Unerwartetes ist.

Sa

17. Sep 2022

17.30 Uhr
Hauptfoyer

Künstlerische Mission und gesellschaftliches Engagement: Demokratie-Tag und -Konzert »einander zuhören« Zukünftig jeweils zur Saisoneröffnung bringt das Gewandhaus zu drängenden Fragen von Bildung,…

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Demokratie-Tag: Runder Tisch 2

Zuhören - Schlüssel zu Musik und Gesellschaft

Prof. Dr. Jutta Allmendinger Podiumsgast, Prof. Dr. Margarete Imhof Podiumsgast, Frank-Michael Erben Podiumsgast, Dr. Roland Löffler Moderation, Reinhold Quartett (Dietrich Reinhold Violine, Tobias Haupt Violine, Norbert Tunze Viola, Dorothée Erbiner Violoncello)

In zwei musikalisch umrahmten Gesprächsrunden entfalten die Gäste aus soziologischer, psychologischer, politischer, journalistisch-schriftstellerischer, zeitgeschichtlicher und musikalischer Perspektive das Thema „einander zuhören“ als (I) Herausforderung der Demokratie (16.30 Uhr) und als (II) Schlüssel zu Musik und Gesellschaft (ca. 17.30 Uhr). Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

In Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Künstlerische Mission und gesellschaftliches Engagement: Demokratie-Tag und -Konzert »einander zuhören«

Zukünftig jeweils zur Saisoneröffnung bringt das Gewandhaus zu drängenden Fragen von Bildung, Ressourcen, Medien, Institutionen, Gemeinsinn, Geschichte und Identität Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Fachleute, Musikerinnen und Musiker sowie alle Leipzigerinnen und Leipziger miteinander ins Gespräch – eingebettet in musikalische Impulse. Im ersten Jahr widmen sich die Veranstaltungen dem Thema »einander zuhören« und beleuchten es aus politischer, journalistischer, kommunikations-psychologischer, soziologischer, theologischer und natürlich aus musikalischer Sicht.

Im Anschluss an das erste »Demokratie-Konzert« zur Saisoneröffnung am 16. September mit der Auftaktrede von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung findet am Folgetag der »Demokratie-Tag« statt. Der Tag beginnt mit dem traditionellen Gewandhaustag in der Innenstadt, an dem Ensembles des Gewandhausorchesters an verschiedenen Orten in der Leipziger Innenstadt bei freiem Eintritt musizieren.

Im Anschluss sind alle Interessierten herzlich ins Gewandhaus eingeladen, um sich aktiv an Gesprächen zum diesjährigen Thema »einander zuhören« zu beteiligen.

Wir freuen uns auf rege Diskussionen der Gäste mit Jutta Allmendinger (Soziologin, Präsidentin des Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin), Jana Hensel (Autorin, Journalistin), Margarete Imhof (Professorin für Psychologie in den Bildungswissenschaften mit Schwerpunkt »Zuhören«), Skadi Jennicke (Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig) und Frank-Michael Erben (1. Konzertmeister des Gewandhausorchesters).

Diese Initiative des Gewandhausorchesters erfolgt in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, deren Leiter Roland Löffler die Diskussionsrunden moderiert.

»einander zuhören«

Wir gehen ins Konzert und hören zu. Musik führt Menschen verschiedenster gesellschaftlicher Bereiche, Altersgruppen und familiärer Hintergründe, unterschiedlicher politischer, religiöser, beruflicher und sexueller Orientierung zusammen, und alle nehmen die Haltung des Zuhörens ein.

Was uns sonst oft so schwer fällt, ist im Konzertsaal eine Selbstverständlichkeit. Musik bewegt uns zu einer selten gewordenen Tugend. Kann sie uns helfen, im Umgang miteinander die Qualität des Zuhörens neu zu entdecken und zu lernen? Schärft Musik die Sinne für Zwischentöne, Leises, Einmaliges und Wertvolles?

Auch in Bereiche, in denen es besonders schwerfällt, einander zuzuhören, führt Musik auf unwiderstehliche, berührende Weise: Sie lehrt, Dissonanzen und Vielstimmigkeit auszuhalten, ja zu schätzen, und sie zeigt, wie zentral und zugleich herausfordernd das Interpretieren, Interagieren und die Offenheit für Unerwartetes ist.

So

18. Sep 2022

11 Uhr
Großer Saal

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Werke von Dmitri Schostakowitsch , Ludwig van Beethoven

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UNAUFGERÄUMT So ungefähr stelle ich mir das enge Arbeitszimmer des 26-jährigen Schostakowitsch vor: Auf dem Klavier liegt aufgeschlagen Beethovens Appassionata – eingangs im Konzert für Klavier,…

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UNAUFGERÄUMT

So ungefähr stelle ich mir das enge Arbeitszimmer des 26-jährigen Schostakowitsch vor: Auf dem Klavier liegt aufgeschlagen Beethovens Appassionata – eingangs im Konzert für Klavier, Trompete und Streicher von der Pianistin zitiert. In einem Karton zerfledderter Haydn-Klaviersonaten hat sich Kätzchen Lady Macbeth häuslich eingerichtet; der Trompeter zerrt die Noten im Finale gegen den Widerstand des kratzbürstigen Tiers hervor, das sich jedoch von einer Streichereinheit besänftigen lässt. Der Komponist und Pianist hingegen ist gedanklich längst beim Stummfilm, den er abends begleiten wird. Sein Blick gleitet über die chaotisch gestapelten Bücher und Klassiker-Partituren, unter denen die Böden des wackligen Regals bedenklich ächzen. Man sollte mal wieder ausmisten, durchfährt es ihn. Gedankenverloren jongliert er mit drei Motiven – zwei fallen krachend zu Boden. Beinahe  kippt das Notenpult um, das einem schäbigen Frack als Kleiderständer dient. Die Trompete wirbelt mächtig Staub auf und träumt davon, ein Zirkusartist zu sein, während Lady Macbeth in akrobatischen Sprüngen über die Tastatur turnt. Kaleidoskopisch bunt wäre eine allzu vornehme Beschreibung für das heillose Chaos, die launische Willkür des nie um neue Überraschungen verlegenen Konzerts. Wer eine Ausrede fürs Aufräumen sucht, findet in dieser begeisternden Musik die ästhetische Maxime für kreative Ordnungsalternativen.

INNERER UND ÄUSSERER FRIEDE

Musik, die den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet ist, eröffnet unsere Spielzeit. Schostakowitschs 8. Streichquartett op. 110 – ein Vierteljahrhundert später in Gohrisch entstanden – ist ein nachdenkliches, in sich gekehrtes Werk, durchdrungen von Selbstzitaten und den Tonbuchstaben seines Namens D-Es-C-H. Sein Schüler, der Dirigent und Bratschist Rudolf Barschai, richtete das Quartett für Streichorchester ein und trug diese von Schostakowitsch legitimierte Version mit dem Moskauer Kammerorchester in die ganze Welt.

So

18. Sep 2022

20 Uhr
Mendelssohn-Saal

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Let’s Fats - Our Tribute To Fats Domino

Preise: 33/27 EUR (inkl. VVK-Gebühr)

Veranstalter: Stelzer, Thomas