Spielplan des Gewandhauses

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Franz Liszt, Johann Sebastian Bach, Anton Bruckner

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ZYKLISCHES KOMPILIEREN Zyklischer Zusammenhalt kann musikalisch auf unterschiedliche Weise verwirklicht sein. Die Idee, ästhetische Einheit herzustellen, die über das Einzelstück hinausgreift und…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie I

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ZYKLISCHES KOMPILIEREN 
Zyklischer Zusammenhalt kann musikalisch auf unterschiedliche Weise verwirklicht sein. Die Idee, ästhetische Einheit herzustellen, die über das Einzelstück hinausgreift und Gemeinschaft innerhalb einer Gruppe individueller Sätze stiftet, wird in unserem Kulturkreis früh in liturgischen Zyklen greifbar, wenn etwa mehrstimmig vorgetragene Mess-Gesänge durch einen gemeinsamen Cantus firmus miteinander verbunden sind. Diese Technik der Renaissance wirkt in barocken Choralkantaten weiter, die Bach darüber hinaus zum Jahreszyklus ausweitet, vereint durch die besondere Kompositionstechnik. Bei Bach expandiert das Zyklische zum Enzyklopädischen: Das Prinzip zyklischer Werkzusammenstellung nach Tonarten, wie es in Drucken und Opus-Gruppen etabliert war, dekliniert er anhand von Präludium-Fuge-Paaren durch das gesamte Tonartensystem. Seien es Kompendien-artige Handschriften, Drucke oder Tonträger: Medien befeuerten immer schon das Denken in zyklisch vereinten Werkgruppen.


ZYKLISCHES INTERPRETIEREN
Mit Aufführungs- und Aufnahmezyklen verbindet sich die Vorstellung, dass sich Werke einer bestimmten Gruppe – etwa die Sinfonien Bruckners – gegenseitig erhellen. Die Wahrnehmung der gesamten Gruppe gewährt besonders intensiven Zugang zum Einzelstück, und aus der Summe singulärer Eindrücke erwächst umfassendes Verständnis. Das Gewandhausorchester war schon zu Beethovens Zeit Pionier zyklischer Darbietung von Werkgruppen in einheitlicher interpretatorischer Handschrift. Es blieb dieser Tradition mit den bahnbrechenden ersten Sinfonie-Zyklen Bruckners und Schostakowitschs treu. In den zurückliegenden Jahrzehnten verging kaum eine Spielzeit ohne Zyklus.


ZYKLISCHER WANDEL
Mehrmals hat Blomstedt den Kreis der neun autorisierten Sinfonien Bruckners bereits ausgeschritten – mit jedem Orchester, in jedem Saal, vor jedem Publikum, zu jeder Zeit klingt und wirkt es anders. Wenn unser Ehrendirigent – so Gott will – Bruckners letzte, unvollendet gebliebene Sinfonie nun erneut interpretiert, wird er in sein 99. Lebensjahr eingetreten sein. Er und Bruckner haben sich auf dieser Welt nur um gut 30 Jahre verpasst. Musikalisch sind sie einander auf einzigartige Weise nahegekommen.

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Franz Liszt, Johann Sebastian Bach, Anton Bruckner

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ZYKLISCHES KOMPILIEREN Zyklischer Zusammenhalt kann musikalisch auf unterschiedliche Weise verwirklicht sein. Die Idee, ästhetische Einheit herzustellen, die über das Einzelstück hinausgreift und…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie I

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ZYKLISCHES KOMPILIEREN 
Zyklischer Zusammenhalt kann musikalisch auf unterschiedliche Weise verwirklicht sein. Die Idee, ästhetische Einheit herzustellen, die über das Einzelstück hinausgreift und Gemeinschaft innerhalb einer Gruppe individueller Sätze stiftet, wird in unserem Kulturkreis früh in liturgischen Zyklen greifbar, wenn etwa mehrstimmig vorgetragene Mess-Gesänge durch einen gemeinsamen Cantus firmus miteinander verbunden sind. Diese Technik der Renaissance wirkt in barocken Choralkantaten weiter, die Bach darüber hinaus zum Jahreszyklus ausweitet, vereint durch die besondere Kompositionstechnik. Bei Bach expandiert das Zyklische zum Enzyklopädischen: Das Prinzip zyklischer Werkzusammenstellung nach Tonarten, wie es in Drucken und Opus-Gruppen etabliert war, dekliniert er anhand von Präludium-Fuge-Paaren durch das gesamte Tonartensystem. Seien es Kompendien-artige Handschriften, Drucke oder Tonträger: Medien befeuerten immer schon das Denken in zyklisch vereinten Werkgruppen.


ZYKLISCHES INTERPRETIEREN
Mit Aufführungs- und Aufnahmezyklen verbindet sich die Vorstellung, dass sich Werke einer bestimmten Gruppe – etwa die Sinfonien Bruckners – gegenseitig erhellen. Die Wahrnehmung der gesamten Gruppe gewährt besonders intensiven Zugang zum Einzelstück, und aus der Summe singulärer Eindrücke erwächst umfassendes Verständnis. Das Gewandhausorchester war schon zu Beethovens Zeit Pionier zyklischer Darbietung von Werkgruppen in einheitlicher interpretatorischer Handschrift. Es blieb dieser Tradition mit den bahnbrechenden ersten Sinfonie-Zyklen Bruckners und Schostakowitschs treu. In den zurückliegenden Jahrzehnten verging kaum eine Spielzeit ohne Zyklus.


ZYKLISCHER WANDEL
Mehrmals hat Blomstedt den Kreis der neun autorisierten Sinfonien Bruckners bereits ausgeschritten – mit jedem Orchester, in jedem Saal, vor jedem Publikum, zu jeder Zeit klingt und wirkt es anders. Wenn unser Ehrendirigent – so Gott will – Bruckners letzte, unvollendet gebliebene Sinfonie nun erneut interpretiert, wird er in sein 99. Lebensjahr eingetreten sein. Er und Bruckner haben sich auf dieser Welt nur um gut 30 Jahre verpasst. Musikalisch sind sie einander auf einzigartige Weise nahegekommen.

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Igor Strawinsky, Maurice Ravel, Arvo Pärt, Leonard Bernstein

Musik, die mit ihrer Aktualität berührt: Die Suche nach Schönheit und Sinn im Angesicht von Gewalt und Nihilismus ist seit jeher Thema von Musik – wie im »Klavierkonzert für die linke Hand« von Maurice Ravel, das dieser für einen kriegsversehrten Pianisten schuf. Lebendig wird das Werk an diesem Abend in der Interpretation von Pianist Kirill Gerstein, der dem Publikum, gemeinsam mit dem Gewandhausorchester, ebenfalls Strawinskys »Konzert für Klavier und Blasinstrumente« präsentiert. Das thematische Leitmotiv setzt sich auch nach der Pause fort – zunächst mit dem »Nekrolog« des aktuellen Gewandhauskomponisten Arvo Pärt. In der Sowjetunion des Jahres 1961 komponierte er mit der damals revolutionären Zwölftontechnik eine Anklage politischer Gewaltideologien. Im selben Jahr griff Leonard Bernstein mit seinen »Symphonic Dances« die sozialen Spannungen auf der anderen Seite des Atlantiks auf, die er in West Side Story bereits in Form eines Musicals gegossen hatte.

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie I

Gefördert durch die Stiftung Zukunft Gewandhaus zu Leipzig

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Igor Strawinsky, Maurice Ravel, Arvo Pärt, Leonard Bernstein

Musik, die mit ihrer Aktualität berührt: Die Suche nach Schönheit und Sinn im Angesicht von Gewalt und Nihilismus ist seit jeher Thema von Musik – wie im »Klavierkonzert für die linke Hand« von Maurice Ravel, das dieser für einen kriegsversehrten Pianisten schuf. Lebendig wird das Werk an diesem Abend in der Interpretation von Pianist Kirill Gerstein, der dem Publikum, gemeinsam mit dem Gewandhausorchester, ebenfalls Strawinskys »Konzert für Klavier und Blasinstrumente« präsentiert. Das thematische Leitmotiv setzt sich auch nach der Pause fort – zunächst mit dem »Nekrolog« des aktuellen Gewandhauskomponisten Arvo Pärt. In der Sowjetunion des Jahres 1961 komponierte er mit der damals revolutionären Zwölftontechnik eine Anklage politischer Gewaltideologien. Im selben Jahr griff Leonard Bernstein mit seinen »Symphonic Dances« die sozialen Spannungen auf der anderen Seite des Atlantiks auf, die er in West Side Story bereits in Form eines Musicals gegossen hatte.

Konzert & Nachklang: Nach dem Konzert ist bei uns der Abend noch nicht vorbei. Die Bar bleibt geöffnet, wenn wir Musikerinnen und Musiker des Konzerts im Foyer treffen. Mit Blick auf den Augustusplatz lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Alle Gäste unter 30 erhalten mit der KlassikMatch-Card attraktive Rabatte auf die Ticketpreise.

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie I

Gefördert durch die Stiftung Zukunft Gewandhaus zu Leipzig

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Lili Boulanger, Francis Poulenc, Gustav Mahler

Die Brüder Jussen sind zurück im Gewandhaus zu Leipzig! Mitten im Herbst kommt zunächst ein Stück Frühling auf: »D’un matin de printemps«, eines der wenigen Werke der französischen Komponistin Lili Boulanger, zeichnet in leuchtenden Farben einen Frühlingsmorgen inmitten einer sonst eher dunklen Phase im Leben seiner Schöpferin. 
Im Anschluss bringen die gastierenden Pianisten das doppelbödige Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-Moll von Francis Poulenc zum Klingen, das zwischen klassischem Witz und Pariser Nonchalance pendelt, bevor der Abend mit Gustav Mahlers monumentaler 1. Sinfonie D-Dur abgerundet wird, in der Mahler auch sein persönliches Leben sehr konkret mit Anklängen an Militärmärsche und jüdische Kletzmer-Musik verarbeitet.

Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie I

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Lili Boulanger, Francis Poulenc, Gustav Mahler

Die Brüder Jussen sind zurück im Gewandhaus zu Leipzig! Mitten im Herbst kommt zunächst ein Stück Frühling auf: »D’un matin de printemps«, eines der wenigen Werke der französischen Komponistin Lili Boulanger, zeichnet in leuchtenden Farben einen Frühlingsmorgen inmitten einer sonst eher dunklen Phase im Leben seiner Schöpferin. 
Im Anschluss bringen die gastierenden Pianisten das doppelbödige Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-Moll von Francis Poulenc zum Klingen, das zwischen klassischem Witz und Pariser Nonchalance pendelt, bevor der Abend mit Gustav Mahlers monumentaler 1. Sinfonie D-Dur abgerundet wird, in der Mahler auch sein persönliches Leben sehr konkret mit Anklängen an Militärmärsche und jüdische Kletzmer-Musik verarbeitet.

Konzert & Nachklang: Nach dem Konzert ist bei uns der Abend noch nicht vorbei. Die Bar bleibt geöffnet, wenn wir Musikerinnen und Musiker des Konzerts im Foyer treffen. Mit Blick auf den Augustusplatz lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Alle Gäste unter 30 erhalten mit der KlassikMatch-Card attraktive Rabatte auf die Ticketpreise.

Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie I

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig