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Do
19.30 Uhr Großer Saal
Werke von Arvo Pärt, Dmitri Schostakowitsch, Johannes Brahms
»These words…« des Gewandhauskomponisten Arvo Pärt ist vom kirchenslawischen »Kanon an den heiligen Schutzengel« inspiriert, einer eindringlichen Fürbitte gegen menschliche Schwächen, die sich in…
Grosse Concerte
Fokus: Gewandhauskomponist Arvo Pärt
Gewandhausorchester, Petr Popelka Dirigent, Sol Gabetta Violoncello
Arvo Pärt — These Words ...
Dmitri Schostakowitsch — 2. Konzert für Violoncello und Orchester op. 126
Pause
Johannes Brahms — 4. Sinfonie e-Moll op. 98
Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR Ermäßigung für Berechtigte Abos: Serie II
Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig
»These words…« des Gewandhauskomponisten Arvo Pärt ist vom kirchenslawischen »Kanon an den heiligen Schutzengel« inspiriert, einer eindringlichen Fürbitte gegen menschliche Schwächen, die sich in spannungsvollen, teils dissonanten Klängen widerspiegeln. Der Titel verweist auf Hamlet und beschreibt die erschütternde Kraft von Worten, die auch Pärt beim Komponieren tief bewegten. Ebenso eindringlich entfaltet sich das 2. Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch – ein spätes Werk, entstanden 1966, in dem sich persönliche Erfahrung und leise Ironie, Aufbegehren und Rückzug verschränken. Mit Brahms letzter Sinfonie endet der Abend ähnlich existenziell, aber ohne theologische Erlösung oder triumphalen Abschluss. Der Schluss wird oft als »zwischenmenschliche Tragödie« interpretiert, die trotz intensiver, kämpferischer Energie eine resignative Haltung einnimmt.
Fr
Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven
Mendelssohn schrieb seine »Italienische« 1830 als junger Mann unter dem Eindruck seiner Südreise. Ein Werk, das die Wärme des Mittelmeers, den Übermut römischer Karnevalsnächte und das Leuchten einer…
Fokus: »Tacheles« – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026
Gewandhausorchester, Daniel Barenboim Dirigent
Felix Mendelssohn Bartholdy — 4. Sinfonie A-Dur MWV N 16 ("Italienische")
Ludwig van Beethoven — 7. Sinfonie A-Dur op. 92
Mendelssohn schrieb seine »Italienische« 1830 als junger Mann unter dem Eindruck seiner Südreise. Ein Werk, das die Wärme des Mittelmeers, den Übermut römischer Karnevalsnächte und das Leuchten einer Welt voller Schönheit in Musik verwandelt. Wer könnte das authentischer dirigieren als Daniel Barenboim, der mit Mendelssohn eine besondere Verbindung teilt: Als jüdischer Künstler steht er in direkter Nachfolge eines Komponisten, dem das Gewandhaus zur zweiten Heimat wurde. Nach der Pause erklingt Beethovens Siebte. Die Sinfonie, die Richard Wagner einmal als »Apotheose des Tanzes« bezeichnete, ist ein rhythmisches Naturereignis, das über vier Sätze hinweg einen eigenständigen Spannungsbogen erzeugt. Zusammen bieten die beiden Werke einen Einblick in unterschiedliche Herangehensweisen an Form, Dynamik und Orchestrierung im frühen 19. Jahrhundert, vom heiteren, klar gegliederten Klang Mendelssohns bis zur kraftvollen, treibenden Energie Beethovens.
Werke von Carl Maria von Weber, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Strauss
SACHSENDERBY: ELBFLORENZ & K LEINPARISIm jahrhundertealten Wettstreit der sächsischen Musikmetropolen um die bedeutendsten Meister der Tonkunst werden Weber und Strauss meist Elbflorenz zugeschlagen.…
Rudolf Buchbinder zum 80. Geburtstag
Gewandhausorchester, Fabio Luisi Dirigent, Rudolf Buchbinder Klavier
Carl Maria von Weber — Ouvertüre zur Oper "Oberon" J 306
Wolfgang Amadeus Mozart — Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595
Richard Strauss — Ein Heldenleben – Tondichtung für großes Orchester op. 40
Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR Ermäßigung für Berechtigte Abos: VARIO, Serie II
SACHSENDERBY: ELBFLORENZ & K LEINPARISIm jahrhundertealten Wettstreit der sächsischen Musikmetropolen um die bedeutendsten Meister der Tonkunst werden Weber und Strauss meist Elbflorenz zugeschlagen. Dabei kann auch Kleinparis mit deren Besuchen und frühen Darbietungen ihrer Werke punkten. Oberon etwa, die Feenoper auf ein »romantisches Heldengedicht« Christoph Martin Wielands, gelangte vor genau 200 Jahren, am 23. Dezember 1826, in Leipzig zur deutschen Erstaufführung. Da lebte freilich der Dresdner Hofkapellmeister bereits nicht mehr: Seine angeschlagene Gesundheit verzieh ihm die Strapazen der Reise zur Premiere nach London nicht.GEMISCHTES DOPPEL: OBERON & TITANIA VS. RICHARD & PAULINEElfenkönig Oberon und seine streitlustige Gattin Titania machen den Zauberhorn-bewehrten Hüon und dessen Klarinetten-Liebschaft zum Spielball ihres Zwists, was die Ouvertüre mit herrlichen Bläser-Soli und hinreißenden Melodien spoilert. Gleich acht Hörner huldigen dem Helden des Heldenleben – Alter Ego seines Schöpfers Strauss, der als Sohn eines bedeutenden Hornisten innige Liebe zu diesem Instrument hegte. Gemahlin Pauline, der eine Solo-Violine kapriziöse Züge verleiht, steht im Kampf gegen beckmesserische Widersacher bei. Die Siegesfeier gibt Anlass zur großen Richard-Retrospektive: »Des Helden Friedenswerke« zitieren sein bisheriges Schaffen herbei. Auch Strauss hatte Leipzig übrigens mit seiner f-Moll-Sinfonie längst erobert, als Ernst von Schuch 1899 in Dresden mit dem Heldenleben die goldene StraussÄra einläutete, die in Uraufführungen von Feuersnot, Salome, Elektra und Rosenkavalier gipfelte.KEIN AUSWÄRTSERFOLG: WINTERWEHMUT & FRÜHLINGSSEHNENFür Mozart waren Dresden und Leipzig 1789 nur Durchgangsstationen auf dem Weg zum Preußischen Hof in Berlin. Er besuchte Gesellschaften und Sehenswürdigkeiten, knüpfte Kontakte, bestritt musikalische Wettkämpfe und gab ein Gewandhaus- Konzert – ohne nennenswerte Einnahmen oder attraktive Aufträge zu verbuchen. Kurz vor seinem 35. Geburtstag im Januar 1791 trug Mozart sein sanftmütig-tiefgründiges letztes Klavierkonzert ins Werkverzeichnis ein. Ob er das innige, bläserselige, äußerer Brillanz entsagende Konzert je öffentlich spielte, ist unklar. Wenige Tage nach der Vollendung entsprang dem Thema des Finalsatzes das Lied Sehnsucht nach dem Frühling. Der winterliche Kinderwunsch: Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün offenbart mit Mozarts Musik in träumerisch verspielter Leichtigkeit ein unstillbares, existenzielles Bedürfnis.Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann
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