20-Eu­ro-Ge­denk­mün­ze "275 Jah­re Ge­wand­hau­sor­che­s­ter"

Die Bundesregierung hat am 31. Mai 2017 beschlossen, eine 20-Euro-Gedenkmünze "275 Jah­re Ge­wand­hau­sor­che­s­ter" prägen zu lassen. Baden-Württembergs Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat am 16. Januar 2018 in Karlsruhe die erste von insgesamt gut einer Million 20-Euro-Münzen angeprägt. Die Münze wird am 8. März 2018 im Rahmen des Großen Concerts präsentiert.

Die Gedenkmünze würdigt das Gewandhausorchester, das im Februar / März 2018 sein 275. Jubiläum feiert und nach wie vor zu den renommiertesten Klangkörpern der Welt zählt. Als ältestes bürgerliches Orchester nimmt es auch heute noch eine besondere Stellung ein.

Der Entwurf der Münze stammt von der Künstlerin Lucia Maria Hardegen aus Bonn. Die Bildseite zeigt das Tschörtnersche Logo des Gewandhausorchesters, dem eine Auswahl von herausragenden musikalischen Persönlichkeiten gegenübergestellt ist. Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", Wertziffer und Wertbezeichnung, das Prägezeichen "G" der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg, Prägestätte Karlsruhe, die Jahreszahl 2018 sowie die zwölf Europasterne. Zusätzlich ist die Angabe "SILBER 925" aufgeprägt. Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift: "• RES SEVERA VERUM GAUDIUM". Dies ist die lateinische Originalvariante des Orchesterleitspruchs "WAHRE FREUDE IST EINE ERNSTE SACHE". Die Münze besteht aus Sterlingsilber (Ag 925). Sie wird in den beiden Prägequalitäten Stempelglanz und Spiegelglanz (125.000 Münzen der Gesamtauflage) hergestellt, hat eine Masse von 18 g und einen Durchmesser von 32,5 mm.

Die erste Münze wurde am 16. Januar 2018 von Baden-Württembergs Finanzstaatssekretärin Gisela Splett in der Münzstätte in Karlsruhe angeprägt. "Das Gewandhausorchester ist ein Orchester auf Weltniveau. Es ist verwurzelt in seiner langen Tradition und gleichzeitig ein Orchester unserer Zeit", sagte Staatssekretärin Gisela Splett: "Die Balance zwischen Geschichte und Moderne spiegelt sich im Motiv der Münze wider."

In der Münzstätte der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg startete sie zunächst eine Umlaufprägepresse, um eine Silbergedenkmünzen in Stempelglanzqualität anzuprägen. Anschließend setzte sie gemeinsam mit Dr. Gereon Röckrath, dem Verwaltungsdirektor des Leipziger Gewandhauses, und der Münz-Künstlerin Lucia Maria Hardegen eine Spiegelglanzprägepresse in Gang.

Der Landesbetrieb Staatliche Münzen Baden-Württemberg stellt etwa 40 Prozent der deutschen Umlauf- und Sammlermünzen her. Die Prägestätten in Stuttgart und Karlsruhe können im Jahr bis zu einer Milliarde Münzen herstellen. Die Prägepressen arbeiten mit einer Leistungsfähigkeit von 750 Münzen in der Minute.