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19.30
Großer Saal

Musical works of Arvo Pärt, Dmitri Schostakowitsch, Johannes Brahms

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»These words…« des Gewandhauskomponisten Arvo Pärt ist vom kirchenslawischen »Kanon an den heiligen Schutzengel« inspiriert, einer eindringlichen Fürbitte gegen menschliche Schwächen, die sich in…

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Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie II

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

»These words…« des Gewandhauskomponisten Arvo Pärt ist vom kirchenslawischen »Kanon an den heiligen Schutzengel« inspiriert, einer eindringlichen Fürbitte gegen menschliche Schwächen, die sich in spannungsvollen, teils dissonanten Klängen widerspiegeln. Der Titel verweist auf Hamlet und beschreibt die erschütternde Kraft von Worten, die auch Pärt beim Komponieren tief bewegten. Ebenso eindringlich entfaltet sich das 2. Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch – ein spätes Werk, entstanden 1966, in dem sich persönliche Erfahrung und leise Ironie, Aufbegehren und Rückzug verschränken. Mit Brahms letzter Sinfonie endet der Abend ähnlich existenziell, aber ohne theologische Erlösung oder triumphalen Abschluss. Der Schluss wird oft als »zwischenmenschliche Tragödie« interpretiert, die trotz intensiver, kämpferischer Energie eine resignative Haltung einnimmt.

19.30
Großer Saal

Musical works of Arvo Pärt, Dmitri Schostakowitsch, Johannes Brahms

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»These words…« des Gewandhauskomponisten Arvo Pärt ist vom kirchenslawischen »Kanon an den heiligen Schutzengel« inspiriert, einer eindringlichen Fürbitte gegen menschliche Schwächen, die sich in…

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Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie II

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

»These words…« des Gewandhauskomponisten Arvo Pärt ist vom kirchenslawischen »Kanon an den heiligen Schutzengel« inspiriert, einer eindringlichen Fürbitte gegen menschliche Schwächen, die sich in spannungsvollen, teils dissonanten Klängen widerspiegeln. Der Titel verweist auf Hamlet und beschreibt die erschütternde Kraft von Worten, die auch Pärt beim Komponieren tief bewegten. Ebenso eindringlich entfaltet sich das 2. Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch – ein spätes Werk, entstanden 1966, in dem sich persönliche Erfahrung und leise Ironie, Aufbegehren und Rückzug verschränken. Mit Brahms letzter Sinfonie endet der Abend ähnlich existenziell, aber ohne theologische Erlösung oder triumphalen Abschluss. Der Schluss wird oft als »zwischenmenschliche Tragödie« interpretiert, die trotz intensiver, kämpferischer Energie eine resignative Haltung einnimmt.

19.30
Mendelssohn-Saal

Musical works of Arvo Pärt, Franz Schubert, Johann Sebastian Bach, Alexander Skrjabin, Franz Liszt

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Georgijs Osokins wurde 1995 als jüngster Sohn einer Musikerfamilie in der lettischen Hauptstadt Riga geboren. Als baltischer Pianist bringt er ein Programm mit, das von seiner Heimat geprägt ist und…

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Georgijs Osokins wurde 1995 als jüngster Sohn einer Musikerfamilie in der lettischen Hauptstadt Riga geboren. Als baltischer Pianist bringt er ein Programm mit, das von seiner Heimat geprägt ist und wie ein inneres Gespräch klingt: Im Mittelpunkt steht Arvo Pärt, dessen vollständige Klavierwerke Osokins im vergangenen Jahr für die Deutsche Grammophon anlässlich des 90. Geburtstages des estnischen Komponisten eingespielt hat. Darunter sind eigene Klaviertranskription von »Fratres«, für die Pärt ihm persönlich die Genehmigung erteilte. Doch Osokins stellt Pärts schwebende, zeitlose Stille in ein faszinierendes Spannungsfeld: Skrjabins »Vers la Flamme« lodert wie ein Gegenbild, und Liszts »Après une lecture de Dante« stürzt hinab in Abgründe, aus denen es kaum Rückkehr zu geben scheint. Ein Abend über das Schweigen und das Brennen.

19.30
Großer Saal

Musical works of Arvo Pärt, Wolfgang Amadeus Mozart, Peter Tschaikowski

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KLARE LINIEDas Fagott mischt mit – vom Barock bis zur Gegenwart. Es zeichnet Basslinien oder singt ohne jedes Helden-Gebaren im Tenor. Sein Ausdrucksspektrum reicht von ergreifender Melancholie bis…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

KLARE LINIE
Das Fagott mischt mit – vom Barock bis zur Gegenwart. Es zeichnet Basslinien oder singt ohne jedes Helden-Gebaren im Tenor. Sein Ausdrucksspektrum reicht von ergreifender Melancholie bis zum urkomischen Spaßvogelstaccato. Es tritt solistisch auf – Tschaikowski beschenkt es besonders reich –, zieht jedoch sinfonische oder kammermusikalische Einbettung virtuosen Alleingängen vor, wiewohl ihm allein Vivaldi über 30 Konzerte widmete. Mozarts Schüler Hummel, der bläserbeglückende Weber sowie Stamitz, Rosetti, Berwald, Ferdinand David und viele mehr trugen zum konzertanten Fagottrepertoire bei. Doch selbst das bekannteste dieser Werke, das Fagottkonzert des 18-jährigen Mozart, ist nur viermal mit dem Gewandhausorchester erklungen: gleich 1805, dann 1908 unter Nikisch mit Koussevitzky als Kontrabass-Solist, 1981 in der Kongresshalle dank Masurs Mozart- Zyklus und vor 20 Jahren ein erstes und letztes Mal im Neuen Gewandhaus.

LEBENSLINIE
Mozart-Bewunderer Tschaikowski war Intimfreund des Fagotts und legt dem Instrument auch in der 4. Sinfonie unwiderstehliche Liebesbeweise zu Füßen. Pate standen neben Mozart vornehmlich Mendelssohn und Schumann sowie Beethoven, dessen Schicksalssinfonie Tschaikowski als Vorbild seiner Vierten auswies. Er war so zufrieden mit dem Werk, dass er lange vor einer Fünften zurückschreckte – aus Sorge, nicht wieder dieses Niveau zu erreichen. Keine einzige Note fände sich in seiner 4. Sinfonie, die nicht tief empfunden und Widerhall innerster Regungen sei.

SCHLANKE LINIE
Pärts drittes Werk, das den Titel »Sinfonie« trägt, ist zugleich eines der ersten, mit denen er sein Schweigen brach und den neuen Stil erprobte. Weit gespannte Bläsermelodien, farblich fein abgemischt,ranken durch den 20-Minüter. Selbst wo das Orchester geschlossen auftritt, bestimmen Linien das Geschehen. Altes prägt zwar modellhaft Satzmuster und Klanglichkeit, doch das Tamtam wühlt den Wohlklang furchteinflößend auf, die Pauke poltert als Antipode der funkelnden Celesta, und im tiefen Blech rumort Strawinsky. Im zeitübergreifenden Zug sah Pärt die größte Errungenschaft seiner 3. Sinfonie, die am 21. September 1972 in Tallinn unter Widmungsträger Neeme Järvi erstmals erklang: Immer zahlreichere Zellen breiten sich aus, berühren und vereinen sich. Auch der harmonische Verlauf entwickelt sich aus kurzen Kadenzen. Daraus erwächst die polyphone Komplexität. Es war mir gelungen, eine Brücke zwischen einem Gestern, das mehrere Jahrhunderte alt ist, und dem Heute zu schlagen.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann

19.30
Großer Saal

Musical works of Arvo Pärt, Wolfgang Amadeus Mozart, Peter Tschaikowski

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KLARE LINIEDas Fagott mischt mit – vom Barock bis zur Gegenwart. Es zeichnet Basslinien oder singt ohne jedes Helden-Gebaren im Tenor. Sein Ausdrucksspektrum reicht von ergreifender Melancholie bis…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

KLARE LINIE
Das Fagott mischt mit – vom Barock bis zur Gegenwart. Es zeichnet Basslinien oder singt ohne jedes Helden-Gebaren im Tenor. Sein Ausdrucksspektrum reicht von ergreifender Melancholie bis zum urkomischen Spaßvogelstaccato. Es tritt solistisch auf – Tschaikowski beschenkt es besonders reich –, zieht jedoch sinfonische oder kammermusikalische Einbettung virtuosen Alleingängen vor, wiewohl ihm allein Vivaldi über 30 Konzerte widmete. Mozarts Schüler Hummel, der bläserbeglückende Weber sowie Stamitz, Rosetti, Berwald, Ferdinand David und viele mehr trugen zum konzertanten Fagottrepertoire bei. Doch selbst das bekannteste dieser Werke, das Fagottkonzert des 18-jährigen Mozart, ist nur viermal mit dem Gewandhausorchester erklungen: gleich 1805, dann 1908 unter Nikisch mit Koussevitzky als Kontrabass-Solist, 1981 in der Kongresshalle dank Masurs Mozart- Zyklus und vor 20 Jahren ein erstes und letztes Mal im Neuen Gewandhaus.

LEBENSLINIE
Mozart-Bewunderer Tschaikowski war Intimfreund des Fagotts und legt dem Instrument auch in der 4. Sinfonie unwiderstehliche Liebesbeweise zu Füßen. Pate standen neben Mozart vornehmlich Mendelssohn und Schumann sowie Beethoven, dessen Schicksalssinfonie Tschaikowski als Vorbild seiner Vierten auswies. Er war so zufrieden mit dem Werk, dass er lange vor einer Fünften zurückschreckte – aus Sorge, nicht wieder dieses Niveau zu erreichen. Keine einzige Note fände sich in seiner 4. Sinfonie, die nicht tief empfunden und Widerhall innerster Regungen sei.

SCHLANKE LINIE
Pärts drittes Werk, das den Titel »Sinfonie« trägt, ist zugleich eines der ersten, mit denen er sein Schweigen brach und den neuen Stil erprobte. Weit gespannte Bläsermelodien, farblich fein abgemischt,ranken durch den 20-Minüter. Selbst wo das Orchester geschlossen auftritt, bestimmen Linien das Geschehen. Altes prägt zwar modellhaft Satzmuster und Klanglichkeit, doch das Tamtam wühlt den Wohlklang furchteinflößend auf, die Pauke poltert als Antipode der funkelnden Celesta, und im tiefen Blech rumort Strawinsky. Im zeitübergreifenden Zug sah Pärt die größte Errungenschaft seiner 3. Sinfonie, die am 21. September 1972 in Tallinn unter Widmungsträger Neeme Järvi erstmals erklang: Immer zahlreichere Zellen breiten sich aus, berühren und vereinen sich. Auch der harmonische Verlauf entwickelt sich aus kurzen Kadenzen. Daraus erwächst die polyphone Komplexität. Es war mir gelungen, eine Brücke zwischen einem Gestern, das mehrere Jahrhunderte alt ist, und dem Heute zu schlagen.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann