13.-24. MAI 2021

Clara Schumann zum 200. Geburtstag

Musik von Komponistinnen fristet in unseren Konzertsälen bis heute ein Schattendasein. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und nicht zuletzt historisch begründet; bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war das Komponieren vorrangig eine Männerdomäne. Eine frühe Vorreiterrolle nahm im 19. Jahrhundert Clara Schumann ein, die in jeglicher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung war: pianistisches Wunderkind, europaweit gefeierte Pianistin, Komponistin von Rang, Ehefrau, Muse und Vertraute Robert Schumanns, Mutter von acht Kindern.

Wir würdigen die am 13. September 1819 in Leipzig geborene Clara Wieck mit einem Fokus zu ihrem 200. Geburtstag. Dabei steht vor allem die Komponistin im Mittelpunkt: mit Kammermusik, ihrem frühen Klavierkonzert op. 7 und Chorwerken, die von namhaften Interpreten wie Lauma und Baiba Skride, Andris Nelsons und dem Gewandhaus-Quartett aufgeführt werden.

Die Konzerte am und um den Geburtstag herum bilden den Auftakt der »Clara-Schumann-Festwochen« der Stadt Leipzig, die im September 2019 in Kooperation mit dem Leipziger Schumann-Haus gefeiert werden. Als Reverenz an die innovative Rolle Clara Schumanns ziehen sich auch Werke vieler anderer Komponistinnen wie ein roter Faden durch unser Saisonprogramm: Fanny Hensel, Lili Boulanger, Galina Ustwolskaja, Betsy Jolas, Sofia Gubaidulina, Ella Milch-Sheriff und Lera Auerbach – sie alle sind mit Kompositionen vertreten, darunter auch Ur- und Erstaufführungen.