Ensembles

Außer den GewandhausChören führen vier Kammermusik-Ensembles derzeit den vom Gewandhauskapellmeister verliehenen Zusatz „Gewandhaus-“ im Titel: Das Gewandhaus-Quartett, das Gewandhaus-Bläserquintett, das Gewandhaus Brass Quintett und das Gewandhaus-Oktett.

Gewandhaus-Quartett

Die Geburtsstunde des Gewandhaus-Quartetts schlug im Jahr 1808, als der Violinist August Matthäi mit drei weiteren Musikern des Gewandhausorchesters Quartettabende zu veranstalten begann. Somit kann das Gewandhaus-Quartett heute auf eine Geschichte von mehr als 200 Jahren zurückblicken, denn es setzte seine Tätigkeit – sich von Generation zu Generation erneuernd und immer wieder verjüngend – ohne Unterbrechung bis zur Gegenwart fort. Es ist eines der ältesten Streichquartettensembles der Welt und mit Sicherheit das einzige, das einen so langen Zeitraum überdauert hat.

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Gewandhaus-Bläserquintett

Gegründet 1896, war das Gewandhaus-Bläserquintett eines der ersten Ensembles seiner Art, wenn nicht gar das allererste. In seiner Chronik finden sich ehrenwerte Namen, die aber heute nur noch wenigen bekannt sind. Das zeigt, um wie viel schwerer es die Bläser hatten, als virtuose Musiker Anerkennung zu finden. Zum Beispiel ist Rudolf Kempe, der Oboist im Quintett war, als der späterhin berühmte Dirigent, nicht aber als exzellenter Holzbläser im Gedächtnis.

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Gewandhaus Brass Quintett

Wer die stilistische Bandbreite und die mitreißende Verve des Gewandhaus Brass Quintetts einmal erlebt hat, möchte immer mehr hören von der phantasievollen Musik in den Interpretationen der fünf Solo-Blechbläser des Gewandhausorchesters. In ausgefallenen Programmen präsentieren sie den musikalischen Facettenreichtum ihrer Instrumente: vom brillanten Barockklang über die Atem beraubenden Rhythmen moderner Kompositionen bis hin zum jazzigen Groove.

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Gewandhaus-Oktett

Das Gewandhaus-Oktett hat sich nach einer längeren Pause im Jahr 2011 wieder neu formiert. Was die Musikerinnen und Musiker dazu bewog und welche künstlerischen Ziele und Maßstäbe sie sich setzen, erfahren Sie in dem Videoclip, den das Ensemble produziert hat.

Das 1993 erstmals gegründete Ensemble widmet sich der Kammermusik in gemischter Besetzung für Streich- und Blasinstrumente. Kern des Repertoires ist das große Oktett von Franz Schubert. Wie vielseitig die Literatur in dieser Kombination ist, zeigte das Gewandhaus-Oktett in seiner früheren Tätigkeit, mit der sich das Ensemble regelmäßig auch mit zahlreichen Auftritten in Deutschland, Österreich, Spanien und Japan präsentierte.

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Andere Ensembles

Neben jenen Ensembles, die den Namen „Gewandhaus“ tragen dürfen, finden sich Gewandhausorchestermusikerinnen und Gewandhausorchestermusiker außerdem zu anderen Kammermusikformationen zusammen oder treten mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Orchestern in bekannten Ensembles aus. Einige davon haben internationalen Ruf, wie das Querflötenensemble Quintessenz, das Reinhold-Quartett, das Neue Bachische Collegium Musicum (NBCM) und die Sinfonietta Leipzig oder es sind Neugründungen sehr junger Musikerinnen und Musiker wie beispielweise das Kernquartett.

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