GÖTTERFUNKEN LIVE IM AUDIOSTREAM
LUDWIG VAN BEETHOVENS 9. SINFONIE AM 31. DEZ 2024 UM 17 UHR
Eine Audio-Produktion des GEWANDHAUSES ZU LEIPZIG | Eigenbetrieb der Stadt Leipzig | Prof. Andreas Schulz, Gewandhausdirektor
Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Stelle am 31. Dezember 2024 ab 17 Uhr das Silvesterkonzert des Gewandhausorchesters live im Audiostream in einer Eigenproduktion des Gewandhauses zu hören. Andris Nelsons leitet die Aufführung des diesjährigen Jahreswechselkonzerts mit dem Gewandhausorchester, dem Chor der Oper Leipzig, dem GewandhausChor und dem GewandhausKinderchor. Als Gesangssolisten sind zu hören Emily Magee Sopran, Gerhild Romberger Alt, Werner Güra Tenor und Ain Anger Bass.
Das Silvesterkonzert wird weder im MDR Fernsehen noch im MDR Radio live ausgestrahlt. Statt der gewohnten aktuellen Liveproduktion sendet der MDR die Aufzeichnung des Großen Concerts vom 7./8. Mai dieses Jahres, in dem Andris Nelsons Beethovens 9. Sinfonie anlässlich des Uraufführungsjubiläums der Sinfonie dirigiert hatte.
Unsere Empfehlungen für Sie: Konzerte mit Werken von Ludwig van Beethoven.
So
19. Jan 2025
18 Uhr
Mendelssohn-Saal
Werke von
Wolfgang Amadeus Mozart
,
Benjamin Britten
,
Ludwig van Beethoven
Do
23. Jan 2025
19.30 Uhr
Großer Saal
Werke von
Franz Liszt
,
Ludwig van Beethoven
zurück
OLYMPKADER MIT FACKELTRÄGER
Ihre Namen sind Musik: Orpheus, der mit Saitenspiel selbst die Grenze zum Tod überwindet, und Prometheus, der die Menschen mit Kunst beseelt und befeuert. Schönheit…
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OLYMPKADER MIT FACKELTRÄGER
Ihre Namen sind Musik: Orpheus, der mit Saitenspiel selbst die Grenze zum Tod überwindet, und Prometheus, der die Menschen mit Kunst beseelt und befeuert. Schönheit schenkt der eine, Wahrheit der andere; Orpheus bezwingt das Gefühl, Prometheus bringt Erkenntnis. Liszt schenkt dem ungleichen Paar je eine Tondichtung. Orpheus betört mit seiner Harfe; selige Bläsermelodien und verklärte Violinsoli beschwören das Ideal des Wohlklangs. Prometheus hingegen begehrt mit wildem Tremolo und Fortissimo gegen die Götterwelt auf. Stechende Dissonanzen lassen ahnen, welche Schmerzen er für seinen Ungehorsam erdulden muss.
ORPHEUS-CONCERTO MIT PROMETHEUS-POWER
Beethoven fand sich in der antiken Gestalt wieder und widmete Prometheus Ballettmusik, ein Sinfoniefinale und Klaviervariationen. Ob der Mittelsatz seines 4. Klavierkonzerts von Orpheus inspiriert ist? Im Englischen trägt dieses letzte Konzert, das Beethoven selbst zur Uraufführung brachte, den Namen des legendären Sängers. Vier Monate nach der Wiener Premiere erklang es bereits im Gewandhaus, wo es zu einem Lieblingswerk wurde und Virtuosen wie Mendelssohn, Clara Schumann, Brahms, Rubinstein, Saint-Saëns in die mutmaßliche Orpheus-Rolle schlüpften.
PARNASS MIT BERGWERTUNG
Ungarns Mendelssohn wurde der Romantik-Schwärmer Leó Weiner genannt. Der Liszt-Stipendiat hatte an der Liszt-Akademie in Budapest studiert und fühlte sich noch als 70-Jähriger dem 70 Jahre zuvor verstorbenen Liszt verbunden. Zum Liszt- Jubiläum 1956 und zur Taufe des Liszt-Konservatoriums in Weimar arrangierte Weiner dessen h-Moll-Sonate kongenial für Orchester. Aus der wichtigsten, originellsten, gewaltigsten und intelligentesten Sonatenkomposition nach Beethoven wurde – so Alfred Brendel – das beste Orchesterwerk von Liszt.
Fr
24. Jan 2025
19.30 Uhr
Großer Saal
Werke von
Franz Liszt
,
Ludwig van Beethoven
zurück
OLYMPKADER MIT FACKELTRÄGER
Ihre Namen sind Musik: Orpheus, der mit Saitenspiel selbst die Grenze zum Tod überwindet, und Prometheus, der die Menschen mit Kunst beseelt und befeuert. Schönheit…
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OLYMPKADER MIT FACKELTRÄGER
Ihre Namen sind Musik: Orpheus, der mit Saitenspiel selbst die Grenze zum Tod überwindet, und Prometheus, der die Menschen mit Kunst beseelt und befeuert. Schönheit schenkt der eine, Wahrheit der andere; Orpheus bezwingt das Gefühl, Prometheus bringt Erkenntnis. Liszt schenkt dem ungleichen Paar je eine Tondichtung. Orpheus betört mit seiner Harfe; selige Bläsermelodien und verklärte Violinsoli beschwören das Ideal des Wohlklangs. Prometheus hingegen begehrt mit wildem Tremolo und Fortissimo gegen die Götterwelt auf. Stechende Dissonanzen lassen ahnen, welche Schmerzen er für seinen Ungehorsam erdulden muss.
ORPHEUS-CONCERTO MIT PROMETHEUS-POWER
Beethoven fand sich in der antiken Gestalt wieder und widmete Prometheus Ballettmusik, ein Sinfoniefinale und Klaviervariationen. Ob der Mittelsatz seines 4. Klavierkonzerts von Orpheus inspiriert ist? Im Englischen trägt dieses letzte Konzert, das Beethoven selbst zur Uraufführung brachte, den Namen des legendären Sängers. Vier Monate nach der Wiener Premiere erklang es bereits im Gewandhaus, wo es zu einem Lieblingswerk wurde und Virtuosen wie Mendelssohn, Clara Schumann, Brahms, Rubinstein, Saint-Saëns in die mutmaßliche Orpheus-Rolle schlüpften.
PARNASS MIT BERGWERTUNG
Ungarns Mendelssohn wurde der Romantik-Schwärmer Leó Weiner genannt. Der Liszt-Stipendiat hatte an der Liszt-Akademie in Budapest studiert und fühlte sich noch als 70-Jähriger dem 70 Jahre zuvor verstorbenen Liszt verbunden. Zum Liszt- Jubiläum 1956 und zur Taufe des Liszt-Konservatoriums in Weimar arrangierte Weiner dessen h-Moll-Sonate kongenial für Orchester. Aus der wichtigsten, originellsten, gewaltigsten und intelligentesten Sonatenkomposition nach Beethoven wurde – so Alfred Brendel – das beste Orchesterwerk von Liszt.
Do
10. Apr 2025
19.30 Uhr
Großer Saal
Werke von
Johannes Brahms
,
Ludwig van Beethoven
zurück
FUNDSTÜCKE
Das Vermögen der Musik, Menschen und Gesellschaft zu verändern, stand für Beethoven außer Frage. Die Neunte lässt ihre weltumspannende Botschaft mit Schillers Worten explizit werden. Aber…
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FUNDSTÜCKE
Das Vermögen der Musik, Menschen und Gesellschaft zu verändern, stand für Beethoven außer Frage. Die Neunte lässt ihre weltumspannende Botschaft mit Schillers Worten explizit werden. Aber auch seine instrumentalen Sinfonien künden davon: Die Dritte, die Musik als lebensspendende, beseelende Göttergabe in Szene setzt. Die Fünfte, die Befreiung erlebbar macht. Die Sechste, die Natur und Religion als enge Verbündete zu erkennen gibt. Oder die Siebte, die Zeit zelebriert und Bewegung, Rhythmus und Puls als Lebensprinzipien erkundet.
DIE NIEMAND SUCHT
Beethovens vier populärste Orchestersinfonien 3, 5, 6 und 7 entstanden innerhalb eines Jahrzehnts. Zur Siebten von 1811/12 deutet eine Konversationsheft- Notiz an, dass Beethoven ihr Hinweise beigeben wollte, denn das sucht ja niemand darin. Woran er dachte, bleibt sein Geheimnis – spekuliert wurde viel darüber. Der Rezensent der Allgemeinen Musikalischen Zeitung kommt der wortlosen Wahrheit der Musik vielleicht am nächsten: Das Schönste, der Geist des Ganzen, lässt sich hier, wie nirgends, in Worte fassen.
UND JEDER FINDET
Brahms entlarvt das Sprachversagen angesichts von Musik auf seine Weise. Als winzigkleines Konzert kündigt er seiner Leipziger Freundin Elisabeth von Herzogenberg das bis dato längste Konzert der Musikgeschichte an. Den Zu-Satz des 2. Klavierkonzerts, der die traditionellen drei Sätze zu vieren erweitert, nennt er ein kleines, zartes Scherzo. Es ist mit Allegro appassionato überschrieben, gewaltig groß und in seinem düsteren d-Moll alles andere als zart. Ein Täuschungsmanöver? Oder ein ironischer Wink, dass sich der Geist des Ganzen eben nicht in Worte fassen lässt?
Fr
11. Apr 2025
19.30 Uhr
Großer Saal
Werke von
Johannes Brahms
,
Ludwig van Beethoven
zurück
FUNDSTÜCKE
Das Vermögen der Musik, Menschen und Gesellschaft zu verändern, stand für Beethoven außer Frage. Die Neunte lässt ihre weltumspannende Botschaft mit Schillers Worten explizit werden. Aber…
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FUNDSTÜCKE
Das Vermögen der Musik, Menschen und Gesellschaft zu verändern, stand für Beethoven außer Frage. Die Neunte lässt ihre weltumspannende Botschaft mit Schillers Worten explizit werden. Aber auch seine instrumentalen Sinfonien künden davon: Die Dritte, die Musik als lebensspendende, beseelende Göttergabe in Szene setzt. Die Fünfte, die Befreiung erlebbar macht. Die Sechste, die Natur und Religion als enge Verbündete zu erkennen gibt. Oder die Siebte, die Zeit zelebriert und Bewegung, Rhythmus und Puls als Lebensprinzipien erkundet.
DIE NIEMAND SUCHT
Beethovens vier populärste Orchestersinfonien 3, 5, 6 und 7 entstanden innerhalb eines Jahrzehnts. Zur Siebten von 1811/12 deutet eine Konversationsheft- Notiz an, dass Beethoven ihr Hinweise beigeben wollte, denn das sucht ja niemand darin. Woran er dachte, bleibt sein Geheimnis – spekuliert wurde viel darüber. Der Rezensent der Allgemeinen Musikalischen Zeitung kommt der wortlosen Wahrheit der Musik vielleicht am nächsten: Das Schönste, der Geist des Ganzen, lässt sich hier, wie nirgends, in Worte fassen.
UND JEDER FINDET
Brahms entlarvt das Sprachversagen angesichts von Musik auf seine Weise. Als winzigkleines Konzert kündigt er seiner Leipziger Freundin Elisabeth von Herzogenberg das bis dato längste Konzert der Musikgeschichte an. Den Zu-Satz des 2. Klavierkonzerts, der die traditionellen drei Sätze zu vieren erweitert, nennt er ein kleines, zartes Scherzo. Es ist mit Allegro appassionato überschrieben, gewaltig groß und in seinem düsteren d-Moll alles andere als zart. Ein Täuschungsmanöver? Oder ein ironischer Wink, dass sich der Geist des Ganzen eben nicht in Worte fassen lässt?
Mo
21. Apr 2025
19.30 Uhr
Großer Saal
Werke von
Johann Sebastian Bach
,
Johannes Brahms
,
Ludwig van Beethoven
Historische Tonaufnahmen der letzten vier Gewandhauskapellmeister
Riccardo Chailly (2005-2016)
2012: Sportlich-frisch mit Originaltempi
Herbert Blomstedt (1998-2005)
1999: Mit der Neunten ins nächste Jahrtausend
Kurt Masur (1970-1996)
1996: Abschied nach 26 Jahren im Amt
Václav Neumann (1964-1968)
1964: Seine erste Neunte im Amt
Geschichte zum Nachlesen: Das Gewandhausorchester und die Neunte
Ludwig van Beethoven und das Gewandhausorchester
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Die 9. Sinfonie in der Gewandhausorchestergeschichte
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