19.30 Uhr
Großer Saal

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.

Werke von Gabriel Fauré, Francis Poulenc, Robert Schumann

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DIE NÄHMASCHINENFABRIKANTENTOCHTER. . .... Winnaretta Singer war 15 Jahre alt, als sie 1880 dem unnachahmlichen Schumann-Spiel eines 20 Jahre älteren Pianisten und Komponisten verfiel: Gabriel Fauré…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.
Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

DIE NÄHMASCHINENFABRIKANTENTOCHTER. . .
... Winnaretta Singer war 15 Jahre alt, als sie 1880 dem unnachahmlichen Schumann-Spiel eines 20 Jahre älteren Pianisten und Komponisten verfiel: Gabriel Fauré wurde ihr musikalischer Mentor und lebenslanger Freund. Mehrfach besuchten sie Bayreuth und blieben bis zu seinem Tod 1924 in enger Verbindung. Die 1901 uraufgeführte viersätzige Pelléas et Mélisande-Suite widmete Fauré seiner Gönnerin, wissend, dass sie den Subtext des Maeterlinck-Dramas über tristanesk-todbringende Liebe, die nicht sein darf, verstehen würde. Fauré hatte für eine Londoner Schauspieldarbietung 1898 in Vertretung des gerade an einer Oper zu diesem Stoff arbeitenden Debussy Bühnenmusik zu Pelléas et Mélisande erschaffen. Darauf basieren die vier an eine sinfonische Satzfolge erinnernden Teile, darunter die berühmte Sicilienne mit enigmatisch harfenbegleitetem Flötensolo.

. . . HÄLT DIE FÄDEN IN DER HAND
Zur umfassenden künstlerischen Ausbildung der Mäzenin hatte auch Unterricht im Klavier- und Orgelspiel gehört. Den legendären Salon von Winnaretta und ihrem Ehemann Edmond de Polignac zierte seit 1891 eine Cavaillé-Coll-Orgel. Auf diesem Instrument erklang Francis Poulencs Konzert, das im Auftrag der Princesse de Polignac entstanden war, zum ersten Mal. Da ihr Lieblingsorganist Fauré, der bei der Bestattung ihres Mannes die Orgel gespielt hatte, nicht mehr unter den Lebenden weilte, übernahm im Dezember 1938 Maurice Duruflé den Solopart; es dirigierte Singers Lehrerin Nadia Boulanger. In bester Toccaten-Manier präludiert die Orgel und traf gewiss den Ton der Auftraggeberin, die Bach liebte. Scherzoartige Abschnitte führen Orgel und Orchester zu einer gemeinsamen Sprache, und ein Andante lässt sie beim Vortrag eines innigen Gebets wie zwei Chöre alternieren. Unverzichtbar macht sich die offenbar erst in einem späten Kompositionsstadium hinzugestoßene Pauke, von der alle wichtigen Impulse ausgehen.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.