19.30 Uhr
Großer Saal

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.

Werke von Carl Maria von Weber, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Strauss

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SACHSENDERBY: ELBFLORENZ & K LEINPARISIm jahrhundertealten Wettstreit der sächsischen Musikmetropolen um die bedeutendsten Meister der Tonkunst werden Weber und Strauss meist Elbflorenz zugeschlagen.…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.
Abos: VARIO, Serie II

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

SACHSENDERBY: ELBFLORENZ & K LEINPARIS
Im jahrhundertealten Wettstreit der sächsischen Musikmetropolen um die bedeutendsten Meister der Tonkunst werden Weber und Strauss meist Elbflorenz zugeschlagen. Dabei kann auch Kleinparis mit deren Besuchen und frühen Darbietungen ihrer Werke punkten. Oberon etwa, die Feenoper auf ein »romantisches Heldengedicht« Christoph Martin Wielands, gelangte vor genau 200 Jahren, am 23. Dezember 1826, in Leipzig zur deutschen Erstaufführung. Da lebte freilich der Dresdner Hofkapellmeister bereits nicht mehr: Seine angeschlagene Gesundheit verzieh ihm die Strapazen der Reise zur Premiere nach London nicht.

GEMISCHTES DOPPEL: OBERON & TITANIA VS. RICHARD & PAULINE
Elfenkönig Oberon und seine streitlustige Gattin Titania machen den Zauberhorn-bewehrten Hüon und dessen Klarinetten-Liebschaft zum Spielball ihres Zwists, was die Ouvertüre mit herrlichen Bläser-Soli und hinreißenden Melodien spoilert. Gleich acht Hörner huldigen dem Helden des Heldenleben – Alter Ego seines Schöpfers Strauss, der als Sohn eines bedeutenden Hornisten innige Liebe zu diesem Instrument hegte. Gemahlin Pauline, der eine Solo-Violine kapriziöse Züge verleiht, steht im Kampf gegen beckmesserische Widersacher bei. Die Siegesfeier gibt Anlass zur großen Richard-Retrospektive: »Des Helden Friedenswerke« zitieren sein bisheriges Schaffen herbei. Auch Strauss hatte Leipzig übrigens mit seiner f-Moll-Sinfonie längst erobert, als Ernst von Schuch 1899 in Dresden mit dem Heldenleben die goldene StraussÄra einläutete, die in Uraufführungen von Feuersnot, Salome, Elektra und Rosenkavalier gipfelte.

KEIN AUSWÄRTSERFOLG: WINTERWEHMUT & FRÜHLINGSSEHNEN
Für Mozart waren Dresden und Leipzig 1789 nur Durchgangsstationen auf dem Weg zum Preußischen Hof in Berlin. Er besuchte Gesellschaften und Sehenswürdigkeiten, knüpfte Kontakte, bestritt musikalische Wettkämpfe und gab ein Gewandhaus- Konzert – ohne nennenswerte Einnahmen oder attraktive Aufträge zu verbuchen. Kurz vor seinem 35. Geburtstag im Januar 1791 trug Mozart sein sanftmütig-tiefgründiges letztes Klavierkonzert ins Werkverzeichnis ein. Ob er das innige, bläserselige, äußerer Brillanz entsagende Konzert je öffentlich spielte, ist unklar. Wenige Tage nach der Vollendung entsprang dem Thema des Finalsatzes das Lied Sehnsucht nach dem Frühling. Der winterliche Kinderwunsch: Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün offenbart mit Mozarts Musik in träumerisch verspielter Leichtigkeit ein unstillbares, existenzielles Bedürfnis.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.