Sa

17. Jun 2023

20 Uhr
Großer Saal

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Werke von Johann Sebastian Bach , Camille Saint-Saëns

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PROMINENZ IN DER BACH-STADT Was hat der Pfälzer Jubilar Max Reger mit dem  Böhmen Gustav Mahler, dem Schweizer Joachim Raff, dem Franzosen Camille Saint-Saëns und dem Engländer Edward Elgar gemein?…

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PROMINENZ IN DER BACH-STADT

Was hat der Pfälzer Jubilar Max Reger mit dem  Böhmen Gustav Mahler, dem Schweizer Joachim Raff, dem Franzosen Camille Saint-Saëns und dem Engländer Edward Elgar gemein? Unser Programm verrät es. Mehr noch: die kreativen Bach-Verehrer musizierten alle – Edward Elgar ausgenommen – mehrfach mit dem Gewandhausorchester. Saint-Saëns spielte vier seiner fünf Klavierkonzerte im Gewandhaus, das zweite kurz nach der Pariser Premiere am 15. Oktober 1868, das dritte im Folgejahr als Uraufführung. In denselben Jahren dirigierte Raff viermal im
Gewandhaus eigene Orchesterwerke. Seine Bearbeitung der Bach’schen Chaconne ragt schon aufgrund ihrer Besetzung aus der Vielzahl von Arrangements heraus: Kongenial verteilt er die ungeheure musikalische Substanz des Violinstücks auf die große Orchesterbesetzung.

TROTZ FLEISS KEIN PREIS

Mahler reifte in den beiden Jahren als 2. Kapellmeister der Leipziger Oper zum Sinfoniker und Dirigenten von Weltrang. Reger schuftete 1907 bis 1911 als Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium sowie als ständiger Gewandhaus-Pianist in Leipzig – neben dem Komponieren und auswärtigen Konzertieren. Kapellmeister Nikisch ermöglichte die Uraufführung von Regers Violin- und Klavierkonzert im Gewandhaus, konnte aber vernichtende Kritiken nicht verhindern.

MAHLERS BACHQUELLE

Während sich die kompositorische und interpretatorische Beschäftigung mit Bach als roter Faden durch Regers Gesamtwerk zieht, entdeckte Mahler dessen Musik erst spät für den Konzertsaal – wiewohl er Bachs Werke intensiv studiert und immer wieder euphorisch erwähnt hatte. Spuren der Auseinandersetzung zeigt sein Exemplar der Leipziger Bach-Gesamtausgabe, das jüngst vom Bacharchiv erworben werden konnte und nun erforscht wird. Besonders interessant sind Eintragungen zu den beiden Orchestersuiten, deren Sätze Mahler für Aufführungen mit den New Yorker Philharmonikern neu zusammenstellte.