Do

01. Dez 2022

20 Uhr
Großer Saal

Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Werke von Béla Bartók , Johannes Brahms

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ALLUMFASSEND Musik nennt Bartók sein Werk. Alles andere – Suite, Konzert oder Sinfonie – wäre zu eng. Seine Musik umspannt alle an Satztechniken und Formen, Ausdrucksqualitäten und Klangfarben,…

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Grosse Concerte

Gewandhausorchester, Alan Gilbert Dirigent

Rudolf Buchbinder Klavier

Werke von Béla Bartók , Johannes Brahms

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 73/55/45/34/22/6 EUR
Flexpreise: 80/61/50/37/24/7 EUR
Donnerstag Ermäßigung für Berechtigte
Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr
Abos: Serie II

Präsentiert von B&B Media GmbH

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ALLUMFASSEND

Musik nennt Bartók sein Werk. Alles andere – Suite, Konzert oder Sinfonie – wäre zu eng. Seine Musik umspannt alle an Satztechniken und Formen, Ausdrucksqualitäten und Klangfarben, Traditionen und Innovationen, die man sich nur denken kann. Bartók füllt die Offenheit und Weite des Titels mit harmonischem und melodischem Reichtum, mit raffinierter Architektur, packender Emotionalität und Stimmungstiefe, mit mysteriösen Pauken-Glissandi, irisierenden Flageolett-Tremoli, perkussivem Klavier und Pizzicati mit Knalleffekt.

ALLBEDEUTEND

Was ist Musik? Spiel mit existenziellem Ernst. Symmetrie, Proportion und Ordnung. Ausdruck, Ereignis, Kommunikation. Zeit- und Raumkunst, grenzend an Stille und Geräusch, gleitend zwischen Tönen und Tempi: Tor zur Transzendenz. Ist sie göttlichen Ursprungs, wie der Name des Tastenglockenspiels »Celesta« suggeriert? Oder etwas zutiefst Menschliches, was alle Kulturen tanzend, singend, spielend entfaltet haben?

ALLGEWALTIG

Nach dem Leipziger Fiasko des 1. Klavierkonzerts tastete sich Brahms behutsam an den 2. Gattungsbeitrag heran, schickte der Ur- mehrere Probeaufführungen vorweg, nahm selbst den anspruchsvollen Klavierpart in die Hand und kehrte schließlich zum Neujahr 1882 damit ins Gewandhaus zurück. Als »winzigkleines Konzert« kündigte er das damals längste Konzert der Musikgeschichte an. Es enthalte ein »kleines, zartes Scherzo«, das als gewaltiges Allegro appassionato in düsterem d-Moll aufbraust. In den langsamen Satz mischen sich Liedzitate, Todessehnen regt sich, das Violoncello singt wortlos Immer leiser wird mein Schlummer. Musik lehrt Demut. Sie ist Sinnbild der Vergänglichkeit – und schenkt Trost.