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09. Mär 2023

20 Uhr
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Johannes Brahms — Ein deutsches Requiem op. 45

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ZEITLICH In vollständiger Gestalt erlebte Brahms’ Deutsches Requiem am 18. Februar 1869 in Leipzig unter Carl Reinecke mit dem neu begründeten Gewandhauschor seine Uraufführung. Das Publikum rang…

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Grosse Concerte

Gewandhausorchester, Andris Nelsons Dirigent

Chor des Bayerischen Rundfunks, Julia Kleiter Sopran, Christian Gerhaher Bariton

Johannes Brahms — Ein deutsches Requiem op. 45

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 73/55/45/34/22/6 EUR
Flexpreise: 80/61/50/37/24/7 EUR
Donnerstag Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie II

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ZEITLICH

In vollständiger Gestalt erlebte Brahms’ Deutsches Requiem am 18. Februar 1869 in Leipzig unter Carl Reinecke mit dem neu begründeten Gewandhauschor seine Uraufführung. Das Publikum rang sich am Ende des musikalischen Marathons mit Werken von Gade, Bruch und Mozart nur matten Applaus ab. Max Bruch berichtete dem abwesenden Kollegen Brahms: Der Chor war nicht sehr stark, aber präzis und schlagfertig, das Orchester wie immer vortrefflich. Spätere Erfolge des Werks hatten zur Konsequenz, dass man Brahms zum Thomaskantor berufen wollte (trotz einiger Bedenken aufgrund seines profanen Freuden nicht abholden Lebenswandels). Doch darauf ließ sich Brahms, der mittlerweile feste Anstellungen mied, nicht ein.

EWIG

Unzählige Komponisten haben die lateinische Totenmesse in Musik gesetzt. Brahms übernimmt aus dieser Tradition nur den Titel »Requiem« – sonst nichts. Der lateinische Introitus, der im Titel anklingt, kommt nicht vor. In der Auswahl deutscher Bibelworte aus altem und neuem Testament nimmt Brahms eine außergewöhnliche Ausrichtung vor: Sein Deutsches Requiem ist ein Werk der Verheißung und Verwandlung. Es verheißt die Zukunft des Herrn; es handelt von der Verwandlung des Zeitlichen ins Ewige. In allen sieben Sätzen wandelt sich Leid, Tod und Vergänglichkeit in Trost, Leben und Ewigkeit.

TÄGLICH

Bereits 1884 warf das Deutsche Requiem Fragen auf, die heute relevanter sind denn je: Ist die Kunst ein Ding des Luxus? Die Kunst, die uns mit einer höheren Welt in Verbindung bringt? ist solche Musik nur für sogenannte »Musikalische«? Nein, und abermals nein! Die Kunst sei jedermanns Sache; sie soll dem Menschen das Notwendigste nach dem täglichen Brote, nach Erfüllung seiner häuslichen und öffentlichen Pflichten sein. Sie kann nicht seine Religion, aber die Schwester seiner Religion sein.