Drei Meisterwerke – Eine gemeinsame Stimme
Van Maldere – Mozart – Weber
Mozarts Klarinettenquintett in A-Dur, KV 581 – das sogenannte Stadler-Quintett – ist kein verkapptes Konzert, sondern ein kammermusikalischer Dialog. Fünf gleichberechtigte Stimmen formen ein Geflecht aus gegenseitigem Zuhören und Reagieren, in dem das Streichquartett die Bassetklarinette Anton Stadlers nicht begleitet, sondern in sein Klangbild integriert. Diese neue klangliche Idee verschaffte der Klarinette ihren besonderen Rang in der Kammermusik und wurde zum Ausgangspunkt eines Repertoires, dessen virtuosester Erbe Carl Maria von Weber wurde.
Am Beginn dieser Entwicklung steht Pieter Van Maldere – Hofmusiker Karls von Lothringen, gefeierter Geiger und zwischen Wien und Brüssel wirkender Komponist. Sein Streichquartett in A-Dur, VR 45, entfaltet einen europäischen Stil-Mix: deutsche strukturelle Klarheit, italienische melodische Eleganz und französische Feinheit verbinden sich zu einem transparenten, kraftvollen und rhetorisch geprägten Musizieren mit frühem Sinn für Farbigkeit und Virtuosität.
Daraus entsteht ein natürlicher dramaturgischer Bogen: Van Malderes internationale Eleganz, Mozarts lyrische Humanität, Webers dramatische Brillanz — eine Entwicklung von kultivierter Form zu gesteigerter Ausdruckskraft.
Van Maldere: Symphony
I. Allegro
II. Andante
III. Presto
Besetzung:
Streicher: 6 erste Violinen, 6 zweite Violinen, 4 Violen, 3 Violoncelli, 2 Kontrabässe
Bläser: 2 Oboen, 2 Hörner
Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll, KV 550
I. Molto allegro
II. Andante
III. Menuett (Allegretto)
IV. Allegro assai
Besetzung:
Streicher: 6 erste Violinen, 6 zweite Violinen, 4 Violen, 3 Violoncelli, 2 Kontrabässe
Bläser: 1 Flöte, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner
Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur, KV 622
I. Allegro
II. Adagio
III. Rondo (Allegro)
Besetzung:
Streicher: 6 erste Violinen, 6 zweite Violinen, 4 Violen, 3 Violoncelli, 2 Kontrabässe
Bläser: 2 Flöten, 2 Fagotte, 2 Hörner
Solist: Klarinette