So

18. Jun 2023

19.30 Uhr
Großer Saal

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Werke von Antonín Dvořák , Antonio Estévez

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Amerikanische Musik? Nach der New Yorker Premiere von Dvořáks Sinfonie "Aus der Neuen Welt" im Jahr 1893 glaubte man, sie gehört zu haben: eine "Lehre für die amerikanischen Komponisten" (New York…

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Amerikanische Musik? Nach der New Yorker Premiere von Dvořáks Sinfonie "Aus der Neuen Welt" im Jahr 1893 glaubte man, sie gehört zu haben: eine "Lehre für die amerikanischen Komponisten" (New York Times). Dvořák war eigens in die USA engagiert worden, um eine nationale Schule zu begründen – weshalb er in seiner dort entstandenen Neunten mit Mitteln komponierte, die als typisch amerikanisch empfunden wurden und sich mit der Musik der indigenen Kulturen auseinandersetzten. Letzteres tat auch Antonio Estévez, der in den 1950er und 1960er-Jahren als Pionier einer national geprägten, neuen venezolanischen Musik Weltruhm erlangte. Bestes Beispiel hierfür ist seine "Cantata Criolla" über den faustischen Mythos eines Paktes zwischen dem Teufel und einem Sänger. Elemente der populären Traditionen Lateinamerikas treffen hier auf Einflüsse der französischen Impressionisten.