19.30
Großer Saal

Sold out

Anton Bruckner — 4. Sinfonie Es-Dur WAB 104 ("Romantische")

back

ZYKLISCHES GESTALTEN Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das kaum wahrnehmbare Detail kann…

continue reading
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ZYKLISCHES GESTALTEN 
Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das kaum wahrnehmbare Detail kann ebenso zum Zusammenhalt beitragen, wie große architektonische Konzepte. Bruckners klar fassliche Themen aus naturgegebenen Intervallen und markanten Rhythmen, eingebunden in verlässliche Formkonzepte, dramaturgische Stringenz und planvolle harmonische Abläufe stiften Einheit im Einzelwerk und verleihen der gesamten Werkgruppe Konsistenz. Seine Hauptthemen, Gesangsperioden und Schlussgruppen tragen in allen Sinfonien vergleichbare Wesensmerkmale. Und doch wahrt jedes seine Einmaligkeit und ist wiederum nur im Kontext der jeweiligen Sinfonie stimmig. Die Kopf-, Adagio-, Scherzo- und Finalsätze folgen ebenfalls verbindenden Maximen – und sind zugleich höchst individuell in ihrer Ausprägung. Starke Gemeinschaft und individuelle Freiheit widersprechen sich nicht, sondern befördern einander. 

ZYKLISCHES DASEIN
Vorbild für menschengemachte Zyklen sind die großen Kreisläufe der Natur – Tages- und Jahreszeiten, Sonnen- und Mond-Zyklen. Ihnen folgen die Festkreise der Kulturen und Religionen, ihr Modell prägt profane und sakrale Feste. An liturgischen Zyklen, die musikalisch ausgestaltet werden, formen sich ästhetische Maximen, die später Lieder und Quartette, Charakterstücke und Sonaten, Sinfonien und Opern zu Paaren, Tetralogien, Sechser- und Zwölfergruppen oder noch größeren Sammlungen bündeln. Gerade Bruckners Vierte, die er selbst seine »Romantische« nannte, offenbart die Bedeutung von Naturphänomenen und menschlichen Lebenswelten für sein schöpferisches Wirken. Sein umfassendes musikalisches Weltbild, das Sinfonik als Gottesdienst begreift und Messen sinfonisch denkt, verleiht der musikalisch-zyklischen Idee neue geistig-geistliche Tragweite.

Sold out

19.30
Großer Saal

Sold out

Anton Bruckner — 4. Sinfonie Es-Dur WAB 104 ("Romantische")

back

ZYKLISCHES GESTALTEN Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das kaum wahrnehmbare Detail kann…

continue reading

Konzert & Nachklang: Nach dem Konzert ist bei uns der Abend noch nicht vorbei. Die Bar bleibt geöffnet, wenn wir Musikerinnen und Musiker des Konzerts im Foyer treffen. Mit Blick auf den Augustusplatz lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Alle Gäste unter 30 erhalten mit der KlassikMatch-Card attraktive Rabatte auf die Ticketpreise.

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ZYKLISCHES GESTALTEN 
Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das kaum wahrnehmbare Detail kann ebenso zum Zusammenhalt beitragen, wie große architektonische Konzepte. Bruckners klar fassliche Themen aus naturgegebenen Intervallen und markanten Rhythmen, eingebunden in verlässliche Formkonzepte, dramaturgische Stringenz und planvolle harmonische Abläufe stiften Einheit im Einzelwerk und verleihen der gesamten Werkgruppe Konsistenz. Seine Hauptthemen, Gesangsperioden und Schlussgruppen tragen in allen Sinfonien vergleichbare Wesensmerkmale. Und doch wahrt jedes seine Einmaligkeit und ist wiederum nur im Kontext der jeweiligen Sinfonie stimmig. Die Kopf-, Adagio-, Scherzo- und Finalsätze folgen ebenfalls verbindenden Maximen – und sind zugleich höchst individuell in ihrer Ausprägung. Starke Gemeinschaft und individuelle Freiheit widersprechen sich nicht, sondern befördern einander. 

ZYKLISCHES DASEIN
Vorbild für menschengemachte Zyklen sind die großen Kreisläufe der Natur – Tages- und Jahreszeiten, Sonnen- und Mond-Zyklen. Ihnen folgen die Festkreise der Kulturen und Religionen, ihr Modell prägt profane und sakrale Feste. An liturgischen Zyklen, die musikalisch ausgestaltet werden, formen sich ästhetische Maximen, die später Lieder und Quartette, Charakterstücke und Sonaten, Sinfonien und Opern zu Paaren, Tetralogien, Sechser- und Zwölfergruppen oder noch größeren Sammlungen bündeln. Gerade Bruckners Vierte, die er selbst seine »Romantische« nannte, offenbart die Bedeutung von Naturphänomenen und menschlichen Lebenswelten für sein schöpferisches Wirken. Sein umfassendes musikalisches Weltbild, das Sinfonik als Gottesdienst begreift und Messen sinfonisch denkt, verleiht der musikalisch-zyklischen Idee neue geistig-geistliche Tragweite.

Sold out

15.00
Thomaskirche

Johann Sebastian Bach — Kantate "Der Herr ist mein getreuer Hirt" BWV 112

11.00
Großer Saal

Anton Bruckner — 4. Sinfonie Es-Dur WAB 104 ("Romantische")

back

ZYKLISCHES GESTALTEN Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das kaum wahrnehmbare Detail kann…

continue reading
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 10.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Sonntags-Anrecht I

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ZYKLISCHES GESTALTEN 
Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das kaum wahrnehmbare Detail kann ebenso zum Zusammenhalt beitragen, wie große architektonische Konzepte. Bruckners klar fassliche Themen aus naturgegebenen Intervallen und markanten Rhythmen, eingebunden in verlässliche Formkonzepte, dramaturgische Stringenz und planvolle harmonische Abläufe stiften Einheit im Einzelwerk und verleihen der gesamten Werkgruppe Konsistenz. Seine Hauptthemen, Gesangsperioden und Schlussgruppen tragen in allen Sinfonien vergleichbare Wesensmerkmale. Und doch wahrt jedes seine Einmaligkeit und ist wiederum nur im Kontext der jeweiligen Sinfonie stimmig. Die Kopf-, Adagio-, Scherzo- und Finalsätze folgen ebenfalls verbindenden Maximen – und sind zugleich höchst individuell in ihrer Ausprägung. Starke Gemeinschaft und individuelle Freiheit widersprechen sich nicht, sondern befördern einander. 

ZYKLISCHES DASEIN
Vorbild für menschengemachte Zyklen sind die großen Kreisläufe der Natur – Tages- und Jahreszeiten, Sonnen- und Mond-Zyklen. Ihnen folgen die Festkreise der Kulturen und Religionen, ihr Modell prägt profane und sakrale Feste. An liturgischen Zyklen, die musikalisch ausgestaltet werden, formen sich ästhetische Maximen, die später Lieder und Quartette, Charakterstücke und Sonaten, Sinfonien und Opern zu Paaren, Tetralogien, Sechser- und Zwölfergruppen oder noch größeren Sammlungen bündeln. Gerade Bruckners Vierte, die er selbst seine »Romantische« nannte, offenbart die Bedeutung von Naturphänomenen und menschlichen Lebenswelten für sein schöpferisches Wirken. Sein umfassendes musikalisches Weltbild, das Sinfonik als Gottesdienst begreift und Messen sinfonisch denkt, verleiht der musikalisch-zyklischen Idee neue geistig-geistliche Tragweite.

17.00
Opernhaus

Bernd Franke — Coming up for air

back

Oper in drei Akten | Libretto von Jessica Walker nach dem Roman von Sarah Leipciger | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Drei Welten, drei Gewässer, drei Leben verschmelzen zu einem Atem:…

continue reading

Oper in drei Akten | Libretto von Jessica Walker nach dem Roman von Sarah Leipciger | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Drei Welten, drei Gewässer, drei Leben verschmelzen zu einem Atem: Anouk, eine junge Schriftstellerin, ringt um jeden Atemzug, denn sie ist an Mukoviszidose erkrankt. Der Kampf um Atem, führt sie auf einen Weg in die Vergangen-heit, in ein anderes Land, zu einer anderen Frau. Gebannt rekonstruiert sie die mysteriöse Geschichte der »Inconnue de la Seine«, der geheimnisumwobenen unbekannten Toten aus der Seine. Als Anouk in diese französische Tragödie eintaucht, erkennt sie die Verbindungen zwischen ihrem Leben, dem der Unbekannten und dem eines norwegischen Puppenmachers. Dieser, vom Verlust seines ertrunkenen Sohnes gezeichnet, entwickelt eine Puppe, mit der die Mund-zu-Mund-Beatmung erlernt werden kann. Für das Gesicht der Puppe wählt er die Toten-maske der »Inconnue de la Seine« – ihr Lächeln soll fortan Leben retten. Diese Oper verbindet drei Leben über den Fluss der Zeit hinweg. Der in Leipzig lebende Komponist Bernd Franke, der musikalische sowie gesellschaftliche und topographische Grenzen auslotet, erschuf eine lebens-bejahende Oper, die von Hoffnung getragen ist und zwischen Zeiten und Ländern wandelt. Am Ende ist alles eins und wir sind ein Teil davon.

 

Ab 14 Jahren

19.30
Großer Saal

Musical works of Robert Schumann, Richard Wagner

back

WOLKENREICH Das Ehetagebuch der Frischvermählten verrät: Robert nennt sie »Frühlingssymphonie« – zart und dichterisch, wie all sein musikalisches Sinnen ist! Ein Frühlingsgedicht von [Adolf Böttger]…

continue reading
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie I

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

WOLKENREICH 
Das Ehetagebuch der Frischvermählten verrät: Robert nennt sie »Frühlingssymphonie« – zart und dichterisch, wie all sein musikalisches Sinnen ist! Ein Frühlingsgedicht von [Adolf Böttger] war der erste Impuls zu dieser Schöpfung. Der Rhythmus des eröffnenden Bläserrufs, mit dem Schumann erstaunlich lange rang, wird auf Böttgers Zeile: Im Thale blüht der Frühling auf! bezogen. Sie steht freilich am Ende des insgesamt düsteren Gedichts, beginnend mit Du Geist der Wolke, trüb und schwer… Als Schumanns heute so beliebte Sinfonie am 31. März 1841 unter Mendelssohns Leitung im Gewandhaus zur Uraufführung gelangte, war ihr allenfalls lauer Applaus beschieden. Weit mehr Aufmerksamkeit genoss die Konzertgeberin, die erstmals unter ihrem Ehenamen auftrat: Clara Schumann. Doch nach frostigem Start blühte Roberts sinfonischem Erstling ein zweiter Frühling, und der Komponist konnte stolz über zahllose Folgedarbietungen Buch führen.

WONNEMOND
Auch in Hundings Hütte verbreitet der Lenz keinesfalls nur Sonnenschein und Blütenduft: Gemahlin Sieglinde gibt sich dem Gast Siegmund hin und die Liebenden zeugen – nicht wissend, dass sie Geschwister sind – in jener Frühlingsvollmondnacht den »furchtlos freiesten Held« Siegfried, was unweigerlich weitere Ring-Abende nach sich zieht. In der Götterwelt menschelt es ebenso: »Die Walküre« heißt mit bürgerlichem Namen Brünnhilde und ist pferdenärrische Lieblingstochter von Obergott Wotan, obwohl sie sich – wie fast alle im Ring – dessen Willen widersetzt. Dass sie im Ungehorsam zugleich den geheimen Wunsch ihres Göttervaters erfüllt, hält diesen nicht davon ab, Brünnhilde zur Strafe am Ende des Abends auf einen Felsen zu bannen, von Feuerzauber umzüngelt. Doch so weit lassen wir es nicht kommen. Wenn Siegmund seine »Braut und Schwester« am Ende des 1. Akts »mit wüthender Gluth an sich« zieht und im flammenden Fortissimo der Vorhang fällt, klatschen wir höflich bis begeistert, und gehen nach Hause, beschienen von zunehmendem Aprilhalbmond – so uns der Wolkengeist günstig gesonnen ist.