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Fri

16. Sep 2022

20.00
Großer Saal

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Gewandhausorchester Card?

Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Musical works of Felix Mendelssohn Bartholdy , Dmitri Schostakowitsch , Ludwig van Beethoven

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UNAUFGERÄUMT So ungefähr stelle ich mir das enge Arbeitszimmer des 26-jährigen Schostakowitsch vor: Auf dem Klavier liegt aufgeschlagen Beethovens Appassionata – eingangs im Konzert für Klavier,…

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UNAUFGERÄUMT

So ungefähr stelle ich mir das enge Arbeitszimmer des 26-jährigen Schostakowitsch vor: Auf dem Klavier liegt aufgeschlagen Beethovens Appassionata – eingangs im Konzert für Klavier, Trompete und Streicher von der Pianistin zitiert. In einem Karton zerfledderter Haydn-Klaviersonaten hat sich Kätzchen Lady Macbeth häuslich eingerichtet; der Trompeter zerrt die Noten im Finale gegen den Widerstand des kratzbürstigen Tiers hervor, das sich jedoch von einer Streichereinheit besänftigen lässt. Der Komponist und Pianist hingegen ist gedanklich längst beim Stummfilm, den er abends begleiten wird. Sein Blick gleitet über die chaotisch gestapelten Bücher und Klassiker-Partituren, unter denen die Böden des wackligen Regals bedenklich ächzen. Man sollte mal wieder ausmisten, durchfährt es ihn. Gedankenverloren jongliert er mit drei Motiven – zwei fallen krachend zu Boden. Beinahe  kippt das Notenpult um, das einem schäbigen Frack als Kleiderständer dient. Die Trompete wirbelt mächtig Staub auf und träumt davon, ein Zirkusartist zu sein, während Lady Macbeth in akrobatischen Sprüngen über die Tastatur turnt. Kaleidoskopisch bunt wäre eine allzu vornehme Beschreibung für das heillose Chaos, die launische Willkür des nie um neue Überraschungen verlegenen Konzerts. Wer eine Ausrede fürs Aufräumen sucht, findet in dieser begeisternden Musik die ästhetische Maxime für kreative Ordnungsalternativen.

INNERER UND ÄUSSERER FRIEDE

Musik, die den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet ist, eröffnet unsere Spielzeit. Schostakowitschs 8. Streichquartett op. 110 – ein Vierteljahrhundert später in Gohrisch entstanden – ist ein nachdenkliches, in sich gekehrtes Werk, durchdrungen von Selbstzitaten und den Tonbuchstaben seines Namens D-Es-C-H. Sein Schüler, der Dirigent und Bratschist Rudolf Barschai, richtete das Quartett für Streichorchester ein und trug diese von Schostakowitsch legitimierte Version mit dem Moskauer Kammerorchester in die ganze Welt.

Sat

17. Sep 2022

13.00
Leipziger Innenstadt

Eintritt frei

Sun

18. Sep 2022

11.00
Großer Saal

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Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Musical works of Dmitri Schostakowitsch , Ludwig van Beethoven

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UNAUFGERÄUMT So ungefähr stelle ich mir das enge Arbeitszimmer des 26-jährigen Schostakowitsch vor: Auf dem Klavier liegt aufgeschlagen Beethovens Appassionata – eingangs im Konzert für Klavier,…

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UNAUFGERÄUMT

So ungefähr stelle ich mir das enge Arbeitszimmer des 26-jährigen Schostakowitsch vor: Auf dem Klavier liegt aufgeschlagen Beethovens Appassionata – eingangs im Konzert für Klavier, Trompete und Streicher von der Pianistin zitiert. In einem Karton zerfledderter Haydn-Klaviersonaten hat sich Kätzchen Lady Macbeth häuslich eingerichtet; der Trompeter zerrt die Noten im Finale gegen den Widerstand des kratzbürstigen Tiers hervor, das sich jedoch von einer Streichereinheit besänftigen lässt. Der Komponist und Pianist hingegen ist gedanklich längst beim Stummfilm, den er abends begleiten wird. Sein Blick gleitet über die chaotisch gestapelten Bücher und Klassiker-Partituren, unter denen die Böden des wackligen Regals bedenklich ächzen. Man sollte mal wieder ausmisten, durchfährt es ihn. Gedankenverloren jongliert er mit drei Motiven – zwei fallen krachend zu Boden. Beinahe  kippt das Notenpult um, das einem schäbigen Frack als Kleiderständer dient. Die Trompete wirbelt mächtig Staub auf und träumt davon, ein Zirkusartist zu sein, während Lady Macbeth in akrobatischen Sprüngen über die Tastatur turnt. Kaleidoskopisch bunt wäre eine allzu vornehme Beschreibung für das heillose Chaos, die launische Willkür des nie um neue Überraschungen verlegenen Konzerts. Wer eine Ausrede fürs Aufräumen sucht, findet in dieser begeisternden Musik die ästhetische Maxime für kreative Ordnungsalternativen.

INNERER UND ÄUSSERER FRIEDE

Musik, die den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet ist, eröffnet unsere Spielzeit. Schostakowitschs 8. Streichquartett op. 110 – ein Vierteljahrhundert später in Gohrisch entstanden – ist ein nachdenkliches, in sich gekehrtes Werk, durchdrungen von Selbstzitaten und den Tonbuchstaben seines Namens D-Es-C-H. Sein Schüler, der Dirigent und Bratschist Rudolf Barschai, richtete das Quartett für Streichorchester ein und trug diese von Schostakowitsch legitimierte Version mit dem Moskauer Kammerorchester in die ganze Welt.

Sun

18. Sep 2022

20.00
Mendelssohn-Saal

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Let’s Fats - Our Tribute To Fats Domino

Preise: 33/27 EUR (inkl. VVK-Gebühr)

Veranstalter: Stelzer, Thomas

Wed

21. Sep 2022

20.00
Mendelssohn-Saal

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Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Musical works of Prof. Dr. Christoph Wolff , Prof. Dr. Hermann Danuser

Thu

22. Sep 2022

12.30
Mendelssohn-Foyer

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GEWANDHAUS-FÜHRUNG

Preise: 7 EUR
Flexpreise: 8 EUR
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