Home

Sun

15. Sep 2024

17.00
Opernhaus

Richard Wagner — Der fliegende Holländer

back

Bis in alle Ewigkeit ist der fliegende Holländer dazu verdammt, auf seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchsegeln, ohne Rast, ohne Ziel. Nur einmal alle sieben Jahre darf er an Land, um dort…

continue reading

Bis in alle Ewigkeit ist der fliegende Holländer dazu verdammt, auf seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchsegeln, ohne Rast, ohne Ziel. Nur einmal alle sieben Jahre darf er an Land, um dort Erlösung zu suchen: in einem "Weib, das bis in den Tod getreu ihm auf Erden". Die Kapitänstochter Senta, die an den gesellschaftlichen Konventionen und der Enge der dörflichen Gemeinschaft zu ersticken droht, glaubt sich auserkoren, diesen Fluch zu brechen. Als ihr Vater Daland mit einem geheimnisvollen Fremden an seiner Seite von der See zurückkehrt, erkennt sie sofort den Verdammten aus jener düsteren Seemannsballade, die ihr schon die Amme vorsang, und bricht auch die letzten Brücken zum vorgezeichneten Leben mit ihrem Verehrer Erik ab.

Nach seinen drei Frühwerken betrachtete Richard Wagner den 1843 uraufgeführten "Fliegenden Holländer" als sein erstes gültiges Werk überhaupt. Mit dem Einbruch des Übersinnlichen und der dämonischen Naturgewalten in die Realität knüpfte er an die Tradition der schauerromantischen Oper an und beschritt mit dem Erlösungsmotiv einen Weg, der für seine folgenden Musikdramen bestimmend werden sollte. Das stürmische Wogen des Meeres, wilde Seemannschöre und die zentrale Ballade Sentas verdichtet Wagner zu einem atmosphärischen Thriller, der vom ersten Ton an in den Bann zieht. Michiel Dijkema, der in Leipzig bereits mit seinen bewegenden Interpretationen von "Tosca" oder "Rusalka" begeisterte, erzählt in seiner Inszenierung von der Suche nach Heimat, aber auch von der Sehnsucht nach dem Anderen.

Sun

15. Sep 2024

18.00
Mendelssohn-Saal

Musical works of Jonathan Harvey , Luigi Nono , Helmut Lachenmann

Sun

15. Sep 2024

18.30
Großer Saal

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, diesem hier besonders. „Dass du nicht mehr bist, was du einmal warst“: Mit dieser Zeile begann im Oktober 2004 „Das Spiel“, der erste Song vom ersten Album der…

continue reading

20 Jahre “Bohème” - Das Jubiläumskonzert 2024

Annett Louisan

Preise: 89,90/83,90/76,90/69,90/59,90 EUR (inkl. VVK-Gebühr)

Veranstalter: Semmel Concerts Entertainment GmbH

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, diesem hier besonders. „Dass du nicht mehr bist, was du einmal warst“: Mit dieser Zeile begann im Oktober 2004 „Das Spiel“, der erste Song vom ersten Album der Hamburger Musikerin Annett Louisan. Dieses Lied, das Album „Bohème“ veränderten über Nacht alles im Leben der damals 27-jährigen Kunststudentin und Studiomusikerin. „Bohème“ verkaufte sich über 500.000-mal, hievte die zuvor unbekannte Sängerin in den Pop-Olymp, war der Grundstein einer einzigartigen, bis heute anhaltenden Karriere.

Zwanzig Jahre ist das nun bald her – ein Jubiläum, das Annett Louisan neben ihrem Konzert am 27. März 2024 in der Hamburger Elbphilharmonie nun auch mit einer Tour 2024 feiern wird.

2004, wir erinnern uns: Die größten Hits kamen von Yvonne Catterfeld, den Black Eyed Peas und Usher, im Radio lief Indie-Rock, R&B oder Deutschrock, die erfolgreichsten Mainstream-Alben kamen von Robbie Williams, Anastacia und Norah Jones. Annett Louisan ist da mit „Bohème“ einfach so reingekracht. Mit spielerischer Leichtigkeit brachte sie Chanson, Jazz, Pop zusammen, schien nirgendwo so richtig hineinzupassen – und wurde doch überall gehört. „Annetts liederliche Lieder kleben an einem fest wie Pattex“, schrieb der „Stern“ – es war ein Kompliment, es war die Wahrheit.

In insgesamt zehn Studioalben hat Annett Louisan seitdem ihre große, stets wie hingetupft wirkende Kunst weiterentwickelt, die Ränder ausgemalt und sich zu einer der wichtigsten deutschen Pop-Künstlerinnen aller Zeiten entwickelt. Sie hat zahlreiche Gold- und Platinalben verliehen bekommen und ist mit ihrem aktuellen Album, dem Anfang des Jahres erschienenen „Babyblue“, erneut auf Anhieb in die Top 10 der deutschen Charts eingestiegen.

Wie also blickt sie heute auf das Album, mit dem für sie alles begann. Mit der Distanz der lebenserfahrenen Mutter und gereiften Künstlerin, die sie längst ist? „Die Lieder werden nicht alt“, sagt Annett Louisan, „ich singe sie immer noch wahnsinnig gerne. Damals öffnete sich eine Tür, durch die plötzlich all diese Songs zu uns kamen. Die Kunst der Leichtigkeit und Naivität in dieser Musik hört man heute noch. ‚Bohème‘ ist eins meiner liebsten Alben, ein All-time-Favorite.“

Annett Louisan freut sich sehr drauf das erste Jubiläumskonzert in der ausverkauften Elbphilharmionie zu spielen: „Die Abende in der Elbphilharmonie sind etwas Besonderes, das hat eine Schönheit und eine Grazie. Ich finde nur, sie könnten noch eine Bar einrichten. Und einen Balkon für Raucher.“ Eine Bar auf der Bühne wäre auch bei den Konzerten im kommenden Jahr hilfreich, denn es könnte durchaus etwas länger gehen. Annett Louisan wird an den Abenden nicht zuletzt in einen musikalischen Dialog mit ihrem jüngeren Selbst treten. Der Pop-Lolita von einst würde sie aus heutiger Sicht weniger Angst wünschen. Mehr Mut, den Erfolg auch mal genießen zu können. „Ich habe jetzt ein viel besseres Gefühl für Annett Louisan und würde mir nicht mehr so viel hereinquatschen lassen“, sagt sie. „Frauen von hintenrum kleinzumachen, um sie dann manipulieren oder ausnehmen zu können, war in sehr viel höherem Maße als heute gängig in der Musikindustrie.“

Nicht alle haben damals die musikalische Pionierleistung verstanden, die Louisan mit „Bohème“ gelungen ist. In einem Land, in dem Musik meist entweder bleischwer oder ganz besonders leicht sein soll, hat sie gezeigt, dass emotionale Popmusik mit deutschen Texten auf ähnliche Weise in die Tiefe gehen und gleichzeitig von flirrender Leichtigkeit sein kann, wie wir das sonst nur aus der französischen Chanson-Tradition kennen. Ein Verdienst, für den Louisan heute von jüngeren Kolleginnen verehrt wird.

Sie ist jetzt natürlich nicht mehr „was sie einmal war“ – und doch dieselbe geblieben. „Die Sehnsucht trage ich in mir, und die wird auch nicht aufhören“, sagt Louisan. „Ich freue mich darauf, einen Song wie ›Die Dinge‹ als ältere Frau mit 70 zu singen.“

Annett Louisan hat ihren Weg gemacht. 20 Jahre „Bohème“ – es wird ein unvergesslicher Abend!

Tue

17. Sep 2024

13.00
Mendelssohn-Saal

Energieforum

Veranstalter: Unternehmerverband Sachsen e.V.

Wed

18. Sep 2024

09.30
Mendelssohn-Saal

Energieforum

Veranstalter: Unternehmerverband Sachsen e.V.

Thu

19. Sep 2024

12.30
Mendelssohn-Foyer

Die Teilnahme an einer Führung ist auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen möglich.

GEWANDHAUS-FÜHRUNG

Preise: 8 EUR
Flexpreise: 9 EUR
Die Teilnahme an einer Führung ist auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen möglich.

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

Die Teilnahme an einer Führung ist auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen möglich.