Spielplan des Gewandhauses

Do

06. Okt 2022

20 Uhr
Großer Saal

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Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Robert Schumann — Das Paradies und die Peri op. 50

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ES MÖGE GUTES WIRKEN Den Stoßseufzer der Vollendung dokumentiert das Ehetagebuch: Am 16ten Juni wurde meine Peri ganz fertig nach vielen Tagen angestrengter Arbeit. Das war eine große Freude für das…

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Grosse Concerte

Gewandhausorchester, Philippe Herreweghe Dirigent

Collegium Vocale Gent, Mari Eriksmoen Sopran, Marie-Sophie Pollak Sopran, Anna Lucia Richter Mezzosopran, Werner Güra Tenor, Thomas E. Bauer Bass

Robert Schumann — Das Paradies und die Peri op. 50

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 73/55/45/34/22/6 EUR
Flexpreise: 80/61/50/37/24/7 EUR
Donnerstag Ermäßigung für Berechtigte
Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr
Abos: Serie III, VARIO

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ES MÖGE GUTES WIRKEN

Den Stoßseufzer der Vollendung dokumentiert das Ehetagebuch: Am 16ten Juni wurde meine Peri ganz fertig nach vielen Tagen angestrengter Arbeit. Das war eine große Freude für das Schumann’sche Paar. Es ist der lieben Clara gewidmet und vom Wunsch begleitet, es möge Gutes wirken auf der Welt und mir ein liebendes Andenken bei meinen Kindern sichern – die zweite Tochter war soeben zur Welt gekommen. Die Premiere, bei der Schumann zugleich sein Debüt als Dirigent gab, wurde akribisch vorbereitet. Clara hatte einen Klavierauszug erarbeitet und rettete bravourös über dirigentische Defizite ihres Gatten hinweg.

MADAME DONNERTE DEN KLAVIERAUSZUG

Gewandhaus-Konzertmeister Ferdinand David zeichnet ein lebendiges Bild der denkwürdigen Szene in Leipzigs Inselstraße: Heute haben wir Schumanns Oratorium mit kleinem Chor, Quintettbegleitung und Klavier durchgemacht. Madame donnerte den Klavierauszug und wir winselten so beiläufig mit drein, er dirigierte mit der Lorgnette paradiesische Taktarten, die ich mir nicht ins Irdische übersetzen konnte ... Nach turbulenten Vorbereitungen fügte sich alles zu rundum gelungenen Aufführungen am 4. und 11. Dezember 1843 im Gewandhaus. Das Publikum feierte Schumann mit Lorbeerkranz und reichlich Beifall. Zu Lebzeiten des Komponisten wurde das Oratorium – wie Robert Schumann stolz ermittelte – über 50 Mal aufgeführt, auch an Schauplätzen wie Dublin, New York und Kapstadt.

NICHT FÜR DEN BETSAAL ...

... sondern für heitere Menschen bestimmte Schumann sein weltliches Oratorium nach dem Versepos Lalla Rookh: An Oriental Romance von Thomas Moore (1817). Die Elfe Peri kann nur ins Paradies gelangen, wenn sie des Himmels liebste Gabe darbringt. Drei Mal schweift sie suchend umher. Weder mit dem Blut eines gefallenen Helden, noch mit dem Todesseufzer einer treuen Liebenden hat sie an der Himmelspforte Erfolg. Erst die Reueträne des Verbrechers, der beim Anblick eines unschuldigen Knaben seiner Sündhaftigkeit gewahr wird, öffnet das Tor zum Paradies.

Platzahlter Bild für Konzert mit Gewandhausorchester
Platzahlter Bild für Konzert mit Gewandhausorchester

Fr

07. Okt 2022

18 Uhr
Nikolaikirche

Motette basso continuo

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.

Fr

07. Okt 2022

19.30 Uhr
Opernhaus

Giacomo Puccini — Tosca / Oper in drei Akten

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik…

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik spektakuläre Bühnenbilder entgegen, die den Zuschauer hineinziehen in die schillernden Verwicklungen von Liebe und Macht, Kirche und Staat in Rom um 1800. Puccinis »Tosca« an der Oper Leipzig ist ein spannender Opernkrimi im Spielfilm-Format und ein wahres Sängerfest!

Fr

07. Okt 2022

20 Uhr
Großer Saal

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Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Robert Schumann — Das Paradies und die Peri op. 50

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ES MÖGE GUTES WIRKEN Den Stoßseufzer der Vollendung dokumentiert das Ehetagebuch: Am 16ten Juni wurde meine Peri ganz fertig nach vielen Tagen angestrengter Arbeit. Das war eine große Freude für das…

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Grosse Concerte

Gewandhausorchester, Philippe Herreweghe Dirigent

Collegium Vocale Gent, Mari Eriksmoen Sopran, Marie-Sophie Pollak Sopran, Anna Lucia Richter Mezzosopran, Werner Güra Tenor, Thomas E. Bauer Bass

Robert Schumann — Das Paradies und die Peri op. 50

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 73/55/45/34/22/6 EUR
Flexpreise: 80/61/50/37/24/7 EUR
Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr
Abos: Serie III, VARIO

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ES MÖGE GUTES WIRKEN

Den Stoßseufzer der Vollendung dokumentiert das Ehetagebuch: Am 16ten Juni wurde meine Peri ganz fertig nach vielen Tagen angestrengter Arbeit. Das war eine große Freude für das Schumann’sche Paar. Es ist der lieben Clara gewidmet und vom Wunsch begleitet, es möge Gutes wirken auf der Welt und mir ein liebendes Andenken bei meinen Kindern sichern – die zweite Tochter war soeben zur Welt gekommen. Die Premiere, bei der Schumann zugleich sein Debüt als Dirigent gab, wurde akribisch vorbereitet. Clara hatte einen Klavierauszug erarbeitet und rettete bravourös über dirigentische Defizite ihres Gatten hinweg.

MADAME DONNERTE DEN KLAVIERAUSZUG

Gewandhaus-Konzertmeister Ferdinand David zeichnet ein lebendiges Bild der denkwürdigen Szene in Leipzigs Inselstraße: Heute haben wir Schumanns Oratorium mit kleinem Chor, Quintettbegleitung und Klavier durchgemacht. Madame donnerte den Klavierauszug und wir winselten so beiläufig mit drein, er dirigierte mit der Lorgnette paradiesische Taktarten, die ich mir nicht ins Irdische übersetzen konnte ... Nach turbulenten Vorbereitungen fügte sich alles zu rundum gelungenen Aufführungen am 4. und 11. Dezember 1843 im Gewandhaus. Das Publikum feierte Schumann mit Lorbeerkranz und reichlich Beifall. Zu Lebzeiten des Komponisten wurde das Oratorium – wie Robert Schumann stolz ermittelte – über 50 Mal aufgeführt, auch an Schauplätzen wie Dublin, New York und Kapstadt.

NICHT FÜR DEN BETSAAL ...

... sondern für heitere Menschen bestimmte Schumann sein weltliches Oratorium nach dem Versepos Lalla Rookh: An Oriental Romance von Thomas Moore (1817). Die Elfe Peri kann nur ins Paradies gelangen, wenn sie des Himmels liebste Gabe darbringt. Drei Mal schweift sie suchend umher. Weder mit dem Blut eines gefallenen Helden, noch mit dem Todesseufzer einer treuen Liebenden hat sie an der Himmelspforte Erfolg. Erst die Reueträne des Verbrechers, der beim Anblick eines unschuldigen Knaben seiner Sündhaftigkeit gewahr wird, öffnet das Tor zum Paradies.

Das Foto zeigt das Gewandhausorchester und den Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize in der Thomaskirche Leipzig.
Das Foto zeigt das Gewandhausorchester und den Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize in der Thomaskirche Leipzig.

Sa

08. Okt 2022

15 Uhr
Thomaskirche

Motette

Gewandhausorchester, Thomanerchor Leipzig, Andreas Reize Dirigent

Veranstalter: Ev.- Luth. Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Traviata.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Traviata.

Sa

08. Okt 2022

19 Uhr
Opernhaus

Giuseppe Verdi — La Traviata

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»La Traviata« bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in…

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»La Traviata« bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in »Rigoletto« und der Zigeunerin Azucena im »Trovatore« steht mit der Kurtisane Violetta Valéry eine Gestalt im Zentrum der Oper, deren Charisma das ihrer Vorgänger(innen) noch übertrifft. Die Pariser Halbwelt ist der Ort dieser Geschichte um die ebenso unbedingte wie hoffnungslose Liebe zwischen Alfred Germont und der todkranken Violetta, einer Liebe, die nicht nur von Beginn an mit dem Tod, sondern auch noch mit den Normen bürgerlicher Moral und Familienehre konfrontiert ist.

Doch erst durch Verdis Musik kommen innerhalb der Handlung die großen Themen Liebe, Tod und Moral differenziert zur Geltung. Verdi hat weniger den morbiden Reiz der heiligen Hure, die Leidenschaft des jungen bürgerlichen Liebhabers, die Zwielichtigkeit des Milieus und die Moralität des Vaters komponiert als die Wechselwirkung all dieser Momente. So geht es in seiner populärsten Oper um mehr als um den Leidensweg einer Außenseiterin: Labile psychische Innenwelten und gesellschaftliche Verhältnisse werden auf drastische Weise miteinander konfrontiert.