Grosse Concerte

Die sinfonischen Konzerte mit dem Gewandhausorchester im Gewandhaus heißen »Große Concerte«. Der Name ist eine Hommage an die Gründungsväter des Orchesters, dessen erste Formation von dem 1743 gegründeten Musikverein »Das Große Concert« engagiert wurden. Mitglieder dieser Musikvereinigung waren Adlige und Bürger der Stadt.

Do

02. Mai 2024

20 Uhr
Großer Saal

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Werke von Kaija Saariaho , Carl Reinecke , Johannes Brahms

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UNGLEICHE ZEITGENOSSEN Das Verhältnis zwischen den beiden Hamburgern Carl Reinecke und Johannes Brahms war, vorsichtig formuliert: vielschichtig. Sie lernten sich als junge Schumann-Bewunderer in…

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Grosse Concerte

Fokus: Carl Reinecke zum 200. Geburtstag

Gewandhausorchester, Susanna Mälkki Dirigentin

Katalin Kramarics Flöte

Werke von Kaija Saariaho , Carl Reinecke , Johannes Brahms

Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: Serie IV, VARIO

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

UNGLEICHE ZEITGENOSSEN

Das Verhältnis zwischen den beiden Hamburgern Carl Reinecke und Johannes Brahms war, vorsichtig formuliert: vielschichtig. Sie lernten sich als junge Schumann-Bewunderer in dessen Düsseldorfer Umfeld kennen. Ihre Wege kreuzten sich vor allem in Leipzig, und Reinecke besuchte Brahms noch am Wiener Sterbebett. Während Brahms ämterscheu Angebote wie das Leipziger Thomaskantorat ablehnte, fand Reinecke am Gewandhaus eine Lebensaufgabe.

UNSTREITIGE LEIDGENOSSEN

Reinecke hegte »ehrliche Bewunderung« für Brahms, brachte das Deutsche Requiem zur Uraufführung, erstritt Leipzig die Violinkonzert-Premiere, lud Brahms als Pianist ein und spielte mit ihm vierhändig. Zehn Mal überließ er dem Komponisten das Gewandhaus-Pult für das Dirigat eigener Werke – etwa die Erstaufführung der 2. Sinfonie 1878. Brahms revanchierte sich rustikal mit herablassenden Äußerungen, die folgenreich das Klischee vom visionären Künstler und verknöchert-konservativen Kapellmeister zementierten. Zumindest in einem Punkt war Reinecke der Modernere: Während komponierende Frauen im altbackenen Rollenbild von Brahms keinen Platz hatten, förderte er als Konservatoriumsprofessor Musikerinnen nach Kräften.

UNZEITIGE LEITERSPROSSEN

Die Klangmystik der Finnin Saariaho, die mit »Licht und Schwere« den Assoziationsraum des Abends aufspannt, bereitet Reineckes 100 Jahre älterem, nostalgisch-romantischem Flötenkonzert zauberisch die Bahn. Ebenso wie Reineckes Undine-Sonate für den Gewandhaus-Flötisten Wilhelm Barge zählt das letzte Solokonzert des Ruheständlers für Barges Kollegen Maximilian Schwedler zu den Schlüsselwerken des solistischen Flötenrepertoires. Der Widmungsträger, der sich auch um technische Neuerungen im Flötenbau verdient machte und Brahms bei Gastdirigaten im Gewandhaus beglückte, brachte es am 15. März 1909 zur Uraufführung – allerdings nicht im Gewandhaus, sondern klavierbegleitet im Festsaal des Zoologischen Gartens. In Reineckes verträumt-virtuosem Vermächtniswerk hallt ergreifend schön die abklingende Epoche
nach.

Fr

03. Mai 2024

20 Uhr
Großer Saal

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Werke von Kaija Saariaho , Carl Reinecke , Johannes Brahms

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UNGLEICHE ZEITGENOSSEN Das Verhältnis zwischen den beiden Hamburgern Carl Reinecke und Johannes Brahms war, vorsichtig formuliert: vielschichtig. Sie lernten sich als junge Schumann-Bewunderer in…

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Grosse Concerte

Fokus: Carl Reinecke zum 200. Geburtstag

Gewandhausorchester, Susanna Mälkki Dirigentin

Katalin Kramarics Flöte

Werke von Kaija Saariaho , Carl Reinecke , Johannes Brahms

Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie IV

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Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

UNGLEICHE ZEITGENOSSEN

Das Verhältnis zwischen den beiden Hamburgern Carl Reinecke und Johannes Brahms war, vorsichtig formuliert: vielschichtig. Sie lernten sich als junge Schumann-Bewunderer in dessen Düsseldorfer Umfeld kennen. Ihre Wege kreuzten sich vor allem in Leipzig, und Reinecke besuchte Brahms noch am Wiener Sterbebett. Während Brahms ämterscheu Angebote wie das Leipziger Thomaskantorat ablehnte, fand Reinecke am Gewandhaus eine Lebensaufgabe.

UNSTREITIGE LEIDGENOSSEN

Reinecke hegte »ehrliche Bewunderung« für Brahms, brachte das Deutsche Requiem zur Uraufführung, erstritt Leipzig die Violinkonzert-Premiere, lud Brahms als Pianist ein und spielte mit ihm vierhändig. Zehn Mal überließ er dem Komponisten das Gewandhaus-Pult für das Dirigat eigener Werke – etwa die Erstaufführung der 2. Sinfonie 1878. Brahms revanchierte sich rustikal mit herablassenden Äußerungen, die folgenreich das Klischee vom visionären Künstler und verknöchert-konservativen Kapellmeister zementierten. Zumindest in einem Punkt war Reinecke der Modernere: Während komponierende Frauen im altbackenen Rollenbild von Brahms keinen Platz hatten, förderte er als Konservatoriumsprofessor Musikerinnen nach Kräften.

UNZEITIGE LEITERSPROSSEN

Die Klangmystik der Finnin Saariaho, die mit »Licht und Schwere« den Assoziationsraum des Abends aufspannt, bereitet Reineckes 100 Jahre älterem, nostalgisch-romantischem Flötenkonzert zauberisch die Bahn. Ebenso wie Reineckes Undine-Sonate für den Gewandhaus-Flötisten Wilhelm Barge zählt das letzte Solokonzert des Ruheständlers für Barges Kollegen Maximilian Schwedler zu den Schlüsselwerken des solistischen Flötenrepertoires. Der Widmungsträger, der sich auch um technische Neuerungen im Flötenbau verdient machte und Brahms bei Gastdirigaten im Gewandhaus beglückte, brachte es am 15. März 1909 zur Uraufführung – allerdings nicht im Gewandhaus, sondern klavierbegleitet im Festsaal des Zoologischen Gartens. In Reineckes verträumt-virtuosem Vermächtniswerk hallt ergreifend schön die abklingende Epoche
nach.

Di

07. Mai 2024

20 Uhr
Großer Saal

Ausverkauft

Ludwig van Beethoven — 9. Sinfonie d-Moll op. 125

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LEIPZIG, PARIS, MAILAND, WIEN Auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 7. Mai 1824, ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie zum ersten Mal erklungen. Vier europäische Musikstädte haben sich aus diesem…

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Grosse Concerte

Zum 200. Jahrestag der Uraufführung von Beethovens 9. Sinfonie am 7. Mai 1824

Gewandhausorchester, Andris Nelsons Dirigent

Golda Schultz Sopran, Patricia Nolz Alt, Piotr Beczala Tenor, Bryn Terfel Bariton, MDR-Rundfunkchor, GewandhausChor, GewandhausKinderchor

Ludwig van Beethoven — 9. Sinfonie d-Moll op. 125

Auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 07. Mai 1824, ist Beethovens 9. Sinfonie zum ersten Mal erklungen. Die vier europäischen Musikmetropolen Leipzig, Paris, Mailand und Wien haben sich aus diesem Anlass zusammengetan für ein einzigartiges Musik-Event: Beethovens Neunte ertönt zum Jubiläum an diesen geschichtsträchtigen Orten und wird von ARTE live(-zeitversetzt) übertragen. Klassikinteressierte können das außergewöhnliche Konzertereignis im Fernsehen oder online auf arte.tv erleben.

Ab 21.40 Uhr: Beethovens 9. Sinfonie aus vier europäischen Städten
1. Satz aus dem Gewandhaus zu Leipzig: Gewandhausorchester & Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons
2. Satz aus der Philharmonie de Paris: Orchestre de Paris & Musikdirektor Klaus Mäkelä
3. Satz aus der Mailänder Scala: Orchestra del Teatro alla Scala & Musikdirektor Riccardo Chailly
4. Satz aus dem Wiener Konzerthaus: Wiener Symphoniker unter der Leitung von Joana Mallwitz

Das Projekt ist eine europäische Koproduktion zwischen ARTE und seinen Partnersendern MDR, ARTE France, RAI und ORF. Im Anschluss an die Liveübertragung bleibt das Konzert mehrere Wochen in der
ARTE-Mediathek abrufbar.

Zur Einstimmung auf das Live-Event zeigt ARTE bereits zur Primetime (ab 20.15 Uhr im TV sowie auf arte.tv) die neu produzierte Dokumentation »Die Macht der Musik – 200 Jahre Beethovens Neunte« von Carmen Traudes (WDR/ARTE, Accentus music) über die Wirkungs- und Erfolgsgeschichte der 9. Sinfonie.

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

LEIPZIG, PARIS, MAILAND, WIEN

Auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 7. Mai 1824, ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie zum ersten Mal erklungen. Vier europäische Musikstädte haben sich aus diesem Anlass zusammengetan für ein großes Medienprojekt: Beethovens Neunte, deren Finale die Eurovisionshymne entlehnt ist, ertönt zum Jubiläum an vier geschichtsträchtigen Orten und wird gemeinsam übertragen. Der Kopfsatz kommt aus dem Gewandhaus, das mit frühen Aufführungen und Zyklen eine rezeptionsgeschichtliche Schlüsselfunktion für Beethovens Musik hatte. Das revolutionäre Scherzo wird aus Beethovens zeitweiligem Sehnsuchtsort Paris gesendet, wo wichtige ideengeschichtliche Strömungen, die ihn beeinflussten, ihren Ausgang nahmen. Vom Uraufführungsort Wien wird das Finale ausgestrahlt.

VOR 200 JAHREN

Der bewährte Fidelio-Dirigent und Kapellmeister des Kärntnertor-Theaters Michael Umlauf übernahm die Leitung der Uraufführung. Symbolhaft stand der weitgehend ertaubte Komponist an seiner Seite und zeigte Tempi an. Etwa 60 Streicher und verdoppelte Bläserpaare drängten sich um Konzertmeister Ignaz Schuppanzigh auf der Bühne, 50 bis 60 Choristen positionierten sich vor dem Orchester.

JÄHRLICH. ÜBERALL

Nur drei Städte – London, Frankfurt und Aachen – waren schneller als  Leipzig, wo am 6. März 1826 Beethovens Neunte erstmals aufgeführt und »auf Verlangen« sogleich wiederholt wurde. Mendelssohns bahnbrechende Interpretationen etablierten sie im Gewandhausspielplan, und bald erklang die Chorsinfonie in jeder Saison, meist zum Abschluss. Auch der mittlerweile weit verbreitete Brauch, mit dem weltumspannenden Werk den Jahreswechsel zu zelebrieren, wurzelt in Leipzig.

Ausverkauft

Mi

08. Mai 2024

20 Uhr
Großer Saal

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Ludwig van Beethoven — 9. Sinfonie d-Moll op. 125

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LEIPZIG, PARIS, MAILAND, W IEN Auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 7. Mai 1824, ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie zum ersten Mal erklungen. Vier europäische Musikstädte haben sich aus diesem…

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Grosse Concerte

Zum 200. Jahrestag der Uraufführung von Beethovens 9. Sinfonie am 7. Mai 1824

Gewandhausorchester, Andris Nelsons Dirigent

Golda Schultz Sopran, Patricia Nolz Alt, Piotr Beczala Tenor, Bryn Terfel Bariton, MDR-Rundfunkchor, GewandhausChor, GewandhausKinderchor

Ludwig van Beethoven — 9. Sinfonie d-Moll op. 125

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 80/61/49/37/23/6 EUR
Flexpreise: 88/67/54/41/25/7 EUR
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Abos: VARIO, Serie III

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

LEIPZIG, PARIS, MAILAND, W IEN

Auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 7. Mai 1824, ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie zum ersten Mal erklungen. Vier europäische Musikstädte haben sich aus diesem Anlass zusammengetan für ein großes Medienprojekt: Beethovens Neunte, deren Finale die Eurovisionshymne entlehnt ist, ertönt zum Jubiläum an vier geschichtsträchtigen Orten und wird gemeinsam übertragen. Der Kopfsatz kommt aus dem Gewandhaus, das mit frühen Aufführungen und Zyklen eine rezeptionsgeschichtliche Schlüsselfunktion für Beethovens Musik hatte. Das revolutionäre Scherzo wird aus Beethovens zeitweiligem Sehnsuchtsort Paris gesendet, wo wichtige ideengeschichtliche Strömungen, die ihn beeinflussten, ihren Ausgang nahmen. Vom Uraufführungsort Wien wird das Finale ausgestrahlt.

VOR 200 JAHREN

Der bewährte Fidelio-Dirigent und Kapellmeister des Kärntnertor-Theaters Michael Umlauf übernahm die Leitung der Uraufführung. Symbolhaft stand der weitgehend ertaubte Komponist an seiner Seite und zeigte Tempi an. Etwa 60 Streicher und verdoppelte Bläserpaare drängten sich um Konzertmeister Ignaz Schuppanzigh auf der Bühne, 50 bis 60 Choristen positionierten sich vor dem Orchester.

JÄHRLICH. ÜBERALL

Nur drei Städte – London, Frankfurt und Aachen – waren schneller als  Leipzig, wo am 6. März 1826 Beethovens Neunte erstmals aufgeführt und »auf Verlangen« sogleich wiederholt wurde. Mendelssohns bahnbrechende Interpretationen etablierten sie im Gewandhausspielplan, und bald erklang die Chorsinfonie in jeder Saison, meist zum Abschluss. Auch der mittlerweile weit verbreitete Brauch, mit dem weltumspannenden Werk den Jahreswechsel zu zelebrieren, wurzelt in Leipzig.

Fr

17. Mai 2024

20 Uhr
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Werke von Thomas Adès , Witold Lutosławski , Jean Sibelius

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ABGEHOBEN Beide Violin-Solowerke sind derselben Künstlerin zugedacht. Anne-Sophie Mutter, deren erklärte Mission der Einsatz für Neue Musik ist, brachte die Orchesterfassung von Witold Lutosławskis…

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Grosse Concerte

Fokus: Gewandhauskomponist Thomas Adès

Gewandhausorchester, Andris Nelsons Dirigent

Anne-Sophie Mutter Violine

Werke von Thomas Adès , Witold Lutosławski , Jean Sibelius

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 170/130/105/80/50/15 EUR
Flexpreise: 187/143/116/88/55/17 EUR
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Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

ABGEHOBEN

Beide Violin-Solowerke sind derselben Künstlerin zugedacht. Anne-Sophie Mutter, deren erklärte Mission der Einsatz für Neue Musik ist, brachte die Orchesterfassung von Witold Lutosławskis Partita und Air des Gewandhauskomponisten Thomas Adès unter Leitung der Komponisten zur Uraufführung. Der introvertierten Air, die 2022 in Luzern das Festival-Publikum verzauberte, steht die umtriebig-verspielte Partita gegenüber, deren obligater Klavierpart von der Vorgeschichte als Duo für Streich- und Tasteninstrument zeugt. Beide Stücke bekennen sich zu historischen Wurzeln. Die Partita macht aus Lutosławskis Bach-Bewunderung keinen Hehl, und Adès verneigt sich einmal mehr vor seinem Vorbild Sibelius, dem Mittler zwischen Vergangenheit und Zukunft.

HIMMELBLAU

Dessen 2. Sinfonie sog Eindrücke einer Europa-Reise auf. Im italienischen Rapallo entwickelte Sibelius den Plan zu einem Festival – vier Tondichtungen und notierte erste Motive, die später in die 2. Sinfonie eingingen. In Florenz kam eine Tonfolge hinzu, die Sibelius mit »Christus« in Verbindung brachte und kreuzübersät in die Partitur integrierte. Auch die Lektüre von Dantes Göttlicher Komödie soll Spuren im entstehenden Werk hinterlassen haben. Der langwierige Kompositionsprozess zehrte an Sibelius’ Nerven. Die leichteste Influenza ließ ihn zweifeln, ob er lange genug leben würde, um die Partitur fertigstellen zu können. Der gewaltige Gattungsanspruch machte ihm ebenso zu schaffen wie persönliche Anliegen: Eine Symphonie ist ja keine gewöhnliche »Composition«. Sie ist ein Glaubensbekenntnis. Dem generösen Baron Axel Carpelan, der zwar nie Geld hatte, aber immer wusste, wo er für Sibelius Mittel auftun konnte, ist die neue große Symphonie, inspiriert von Italien und vom Mittelmeer gewidmet: eine Symphonie voller Sonnenschein, Himmelsbläue und überschwänglicher Glückseligkeit.

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Sa

18. Mai 2024

20 Uhr
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Werke von Thomas Adès , Witold Lutosławski , Jean Sibelius

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ABGEHOBEN Beide Violin-Solowerke sind derselben Künstlerin zugedacht. Anne-Sophie Mutter, deren erklärte Mission der Einsatz für Neue Musik ist, brachte die Orchesterfassung von Witold Lutosławskis…

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Grosse Concerte

Fokus: Gewandhauskomponist Thomas Adès

Gewandhausorchester, Andris Nelsons Dirigent

Anne-Sophie Mutter Violine

Werke von Thomas Adès , Witold Lutosławski , Jean Sibelius

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 170/130/105/80/50/15 EUR
Flexpreise: 187/143/116/88/55/17 EUR
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Beide Violin-Solowerke sind derselben Künstlerin zugedacht. Anne-Sophie Mutter, deren erklärte Mission der Einsatz für Neue Musik ist, brachte die Orchesterfassung von Witold Lutosławskis Partita und Air des Gewandhauskomponisten Thomas Adès unter Leitung der Komponisten zur Uraufführung. Der introvertierten Air, die 2022 in Luzern das Festival-Publikum verzauberte, steht die umtriebig-verspielte Partita gegenüber, deren obligater Klavierpart von der Vorgeschichte als Duo für Streich- und Tasteninstrument zeugt. Beide Stücke bekennen sich zu historischen Wurzeln. Die Partita macht aus Lutosławskis Bach-Bewunderung keinen Hehl, und Adès verneigt sich einmal mehr vor seinem Vorbild Sibelius, dem Mittler zwischen Vergangenheit und Zukunft.

HIMMELBLAU

Dessen 2. Sinfonie sog Eindrücke einer Europa-Reise auf. Im italienischen Rapallo entwickelte Sibelius den Plan zu einem Festival – vier Tondichtungen und notierte erste Motive, die später in die 2. Sinfonie eingingen. In Florenz kam eine Tonfolge hinzu, die Sibelius mit »Christus« in Verbindung brachte und kreuzübersät in die Partitur integrierte. Auch die Lektüre von Dantes Göttlicher Komödie soll Spuren im entstehenden Werk hinterlassen haben. Der langwierige Kompositionsprozess zehrte an Sibelius’ Nerven. Die leichteste Influenza ließ ihn zweifeln, ob er lange genug leben würde, um die Partitur fertigstellen zu können. Der gewaltige Gattungsanspruch machte ihm ebenso zu schaffen wie persönliche Anliegen: Eine Symphonie ist ja keine gewöhnliche »Composition«. Sie ist ein Glaubensbekenntnis. Dem generösen Baron Axel Carpelan, der zwar nie Geld hatte, aber immer wusste, wo er für Sibelius Mittel auftun konnte, ist die neue große Symphonie, inspiriert von Italien und vom Mittelmeer gewidmet: eine Symphonie voller Sonnenschein, Himmelsbläue und überschwänglicher Glückseligkeit.

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