Das Gewandhausorchester in der Oper Leipzig

Ein Meilenstein des Opernorchesters ist zweifelsohne die erste Aufführung des kompletten »Ring«-Zyklus von Richard Wagner außerhalb Bayreuths im Jahr 1878. Diese Aufführungen boten Anlass, das städtische Musikwesen in Leipzig  völlig neu zu ordnen: 1881 beschließt der Magistrat der Stadt Leipzig, dass das Gewandhausorchester zum Dienst in Kirche, Konzert und Oper verpflichtet wird.

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Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.

Fr

28. Jan 2022

19.30 Uhr
Opernhaus

Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Giacomo Puccini — Tosca / Oper in drei Akten

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik…

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Oper

TOSCA

Gewandhausorchester, Christoph Gedschold Musikalische Leitung, Michiel Dijkema Inszenierung

Giacomo Puccini — Tosca / Oper in drei Akten

Preise: 79/69/56/44/35/17 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Veranstalter: Oper Leipzig

Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik spektakuläre Bühnenbilder entgegen, die den Zuschauer hineinziehen in die schillernden Verwicklungen von Liebe und Macht, Kirche und Staat in Rom um 1800. Puccinis »Tosca« an der Oper Leipzig ist ein spannender Opernkrimi im Spielfilm-Format und ein wahres Sängerfest!

Kaum eine Oper ist so im zeitlichen Kontinuum der Geschichte verankert wie Giacomo Puccinis »Tosca«. Die Handlung spielt im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts. In dieser Stadt begegnen sich geistliche und weltliche Macht, Kirchenstaat und Polizeistaat auf eine frappierende Art und Weise. Architektonischer Ausdruck dieser Verbindung sind Bauwerke wie die Kirche St. Andrea della Valle, der Palazzo Farnese oder die Engelsburg, die bis heute das Gesicht der Ewigen Stadt prägen. Sie sind zugleich die Schauplätze für Puccinis Oper. Je mehr sich Puccini auf der Oberfläche um detailgetreuen Realismus bemüht, umso stärker sind seine Protagonisten getrieben von heftigen Leidenschaften und großem Pathos. Perfekt spielt Puccini in seiner Oper auf der Klaviatur der Gefühle, lässt die Zuschauer mitfühlen mit der Operndiva Tosca, deren Liebe zu Cavaradossi auf Grund der politischen Umstände zum Scheitern verurteilt ist.

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Bohéme.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Bohéme.

Sa

29. Jan 2022

19 Uhr
Opernhaus

Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Giacomo Puccini — La Bohème / Oper in vier Akten

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Am 10. Dezember 1895 versammelte sich der »Club La Bohème« – eine Künstlergilde von Literaten und Malern, mit denen Giacomo Puccini eine gemeinsame Erinnerung an seine Jahre als Student und Bohémien…

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Oper | Wiederaufnahme

LA BOHÈME

Gewandhausorchester, Christoph Gedschold Musikalische Leitung, Peter Konwitschny Inszenierung

Giacomo Puccini — La Bohème / Oper in vier Akten

Preise: 79/69/56/44/35/17 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Veranstalter: Oper Leipzig

Am 10. Dezember 1895 versammelte sich der »Club La Bohème« – eine Künstlergilde von Literaten und Malern, mit denen Giacomo Puccini eine gemeinsame Erinnerung an seine Jahre als Student und Bohémien wachhielt. Während seine Freunde Wein tranken und Karten spielten, komponierte er – und rief plötzlich vom Klavier aus: »Ruhe, ihr Burschen! Ich bin fertig!« In kurzer Zeit entstand die Partitur und die Oper mit der wunderbaren Liebesgeschichte zwischen Mimi und Rodolfo kam auf die Bühne. Ohne jemals zuvor in Paris gewesen zu sein, fing Puccini das Flair der Szenerie ebenso ein wie die Atmosphäre eines frostklirrenden Wintertages. Dazu kommt sein Sinn für eine klare Figurenzeichnung, denn die Leere und Kargheit der Naturschilderung lässt alle Figuren und das »Grundthema« Liebe noch verlorener und verzweifelter, gleichsam einsam-erstarrt erscheinen.

 

Peter Konwitschnys Interpretation folgte den Intentionen des großen italienischen Komponisten und dessen Librettisten, die Henri Murgers Roman zur Vorlage nahmen, und brachte in Bühne, Kostüm und Regie eine herausragende einfühlsam-poetische Inszenierung auf die Bühne.

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Die Feen.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Die Feen.

So

30. Jan 2022

18 Uhr
Opernhaus

Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Richard Wagner — Die Feen

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Der Zwanzigjährige Richard Wagner schrieb die Oper nach Carlo Gozzis Märchenspiel »La donna serpente (Die Frau als Schlange)«. Schon in dieser frühen Oper zeichnet sich ein Hauptthema Wagners ab:…

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Oper | Wiederaufnahme

DIE FEEN

Gewandhausorchester, Christoph Gedschold Musikalische Leitung, Renaud Doucet Inszenierung

Richard Wagner — Die Feen

Preise: 79/69/56/44/35/17 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Veranstalter: Oper Leipzig

Der Zwanzigjährige Richard Wagner schrieb die Oper nach Carlo Gozzis Märchenspiel »La donna serpente (Die Frau als Schlange)«. Schon in dieser frühen Oper zeichnet sich ein Hauptthema Wagners ab: Erlösung durch die Liebe. Die märchenhafte Handlung, angesiedelt zwischen Menschen- und Feenreich, erinnert entfernt an den »Sommernachtstraum«, aber auch an den »Orpheus«-Mythos: König Arindal liebt die schöne Fee Ada. Damit er sie erringen kann, muss er sich schweren Prüfungen unterziehen und ihr sein vollstes Vertrauen schenken. Ada verbietet ihm, sie nach Namen und Herkunft zu fragen. Als er das Verbot übertritt, verliert er sie und verfällt in eine tiefe Depression. Erst nach unendlichen Mühen kann Arindal die Geliebte zurückgewinnen.

 

Richard Wagners Opernerstling ist gewissermaßen eine Parabel auf die Situation des Künstlers in der Gesellschaft, in der die Welt der Feen zum Elfenbeinturm wird. Kompositorisch offenbart Wagner in diesem Werk mit Anklängen an Beethoven und Weber seine musikalischen Wurzeln.

Oper Leipzig Außenansicht
Oper Leipzig Außenansicht

Sa

05. Feb 2022

19 Uhr
Opernhaus

Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Milko Lazar — Faust - das Ballett ("Ballet Suite for Orchestra")

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Die Legende vom Gelehrten Faust, dem Teufel Mephisto und dem unschuldig verführten Gretchen gehört zu den wirkungsmächtigsten Stoffen der Dramenliteratur. Zurückgehend auf ein Volksbuch aus dem 16.…

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Die Legende vom Gelehrten Faust, dem Teufel Mephisto und dem unschuldig verführten Gretchen gehört zu den wirkungsmächtigsten Stoffen der Dramenliteratur. Zurückgehend auf ein Volksbuch aus dem 16. Jahrhundert und von Johann Wolfgang von Goethe zu einem Hauptwerk der abendländischen Dichtkunst geformt, hat die Faust-Geschichte unzählige Kunstschaffende zu Bearbeitungen und Adaptionen inspiriert.

Im Zentrum der Adaption des Faust-Stoffes von Edward Clug, die der rumänische Choreograf für das Ballett Zürich kreiert hat, steht der von ewigem Erkenntnisdrang getriebene, zweifelnde, selbstsüchtige Intellektuelle Faust. Der Wissenschaftler scheitert bei seinem Versuch zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Für Edward Clug ist Faust eine überaus moderne Figur und Sinnbild für die menschliche Hybris unserer Zeit, doch ebenso interessieren ihn Gretchens Opfergeschichte oder das Höllengemälde der Walpurgisnacht. Die musikalische Grundlage zu dem abendfüllenden Handlungsballett, mit dem der Chef des Slowenischen Nationalballetts Maribor erstmals mit dem Leipziger Ballett zusammenarbeitet, war eine Auftragskomposition aus der Feder von Milko Lazar, einem der renommiertesten slowenischen Komponisten.

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Die Zauberflöte.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Die Zauberflöte.

So

06. Feb 2022

18 Uhr
Opernhaus

Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Wolfgang Amadeus Mozart — Die Zauberflöte

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Die geniale Mischung aus tragischer Oper, rätselhaftem Zauberspiel und lustigem Volkstheater scheint jegliche Gattungsgrenzen zu sprengen. Mozarts letztes Bühnenwerk ist weisheitsvolle Märchenoper und…

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Oper

DIE ZAUBERFLÖTE

Gewandhausorchester, Christoph Gedschold Musikalische Leitung, Ralf Nürnberger Inszenierung

Wolfgang Amadeus Mozart — Die Zauberflöte

Preise: 79/69/56/44/35/17 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Veranstalter: Oper Leipzig

Die geniale Mischung aus tragischer Oper, rätselhaftem Zauberspiel und lustigem Volkstheater scheint jegliche Gattungsgrenzen zu sprengen. Mozarts letztes Bühnenwerk ist weisheitsvolle Märchenoper und Welttheater zugleich an der Schnittstelle von historischen und gesellschaftlichen Umbrüchen. 1791, das Jahr der Uraufführung der »Zauberflöte«, steht schon am Beginn des Übergangs von der Aufklärung in die Romantik. Die Erfahrungen aus der Französischen Revolution spiegeln sich in dieser Oper ebenso wider wie das erwachende künstlerische Interesse an den Nacht- und Schattenseiten der menschlichen Seele, an Verdrängtem, Irrationalem. Wie zwei Seiten einer Medaille stehen sich die Machtsphären von Königin der Nacht und Sarastro gegenüber, welcher Pamina, die Tochter der Königin, entführte, um sie im Sinne seiner Lehren zu erziehen. Mit dem Auftrag, die geliebte Tochter zu befreien, schickt die Königin den Prinzen Tamino in Sarastros Reich, mit ihm den naiven Vogelfänger Papageno. Zauberflöte und Glockenspiel sollen helfen Gefahren zu bannen.

 

Ein Erlebnis für sich sind dabei die Bühnenbilder des Panometer-Künstlers Yadegar Asisi.

 

Do

10. Feb 2022

19.30 Uhr
Opernhaus

Karten erhalten Sie unter T +49 341 126 1261 oder www.oper-leipzig.de

Gaetano Donizetti — Lucia di Lammermoor / Oper in drei Akten

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Zwei Liebende als Opfer zweier verfeindeter Familien, so hat der berühmte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki einmal am Beispiel von Shakespeares »Romeo und Julia« das UrSchema fast aller…

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Zwei Liebende als Opfer zweier verfeindeter Familien, so hat der berühmte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki einmal am Beispiel von Shakespeares »Romeo und Julia« das UrSchema fast aller Liebestragödien auf der Theaterbühne der Neuzeit beschrieben. Die italienische Oper des 19. Jahrhunderts fügte dem Ganzen das Motiv des Wahnsinns hinzu, das den ausschließlich weiblichen Protagonistinnen Anlass für schwindelerregende Koloraturarien bietet. Exemplarisch dafür ist Gaetano Donizettis Lucia di Lammermoor, die zwischen den Jahrhunderte währenden Familienfehden schottischer Clans zerrieben wird. Lucia lebt gemeinsam mit ihrem Bruder Enrico auf dem unrechtmäßig erworbenen Schloss Ravenswood. Enrico steht gesellschaftlich unter Druck und möchte seine Schwester zur Wiederherstellung seiner eigenen Reputation günstig verheiraten. Doch Lucia liebt ausgerechnet den Erzfeind der Familie, Edgardo di Ravenswood. Während der Hochzeitsfeierlichkeiten tötet sie Lord Arturo Bucklaw im Brautgemach. Die Gesellschaft erklärt sie für wahnsinnig.

 

Lange vor der Erforschung der menschlichen Psyche gerät Donizetti die seismografisch genaue Darstellung innerer Zustände mit musikalischen Mitteln. Belcanto bedeutet daher mehr als einfach nur Schöngesang. Der schauerlich-schöne Gesang steigert unsere Empathie mit den Protagonisten, so dass sich am Ende für uns die Frage stellt, wer hier eigentlich dem Wahnsinn verfallen ist, die empfindsame Seele, die in ihrer absoluten Ausweglosigkeit einen Mord begeht, oder die sie umgebende Gesellschaft, die alle persönlichen Gefühle unterdrückt und skrupellos die eigenen Interessen verfolgt.

 

Die Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach ist seit ihrer Jugend großer Opernfan und reüssierte bereits an Häusern wie der Deutschen Oper Berlin oder dem Opernhaus Zürich als Regisseurin. Jetzt inszeniert sie erstmalig an der Oper Leipzig.