Das Gewandhausorchester in der Oper Leipzig

Ein Meilenstein des Opernorchesters ist zweifelsohne die erste Aufführung des kompletten »Ring«-Zyklus von Richard Wagner außerhalb Bayreuths im Jahr 1878. Diese Aufführungen boten Anlass, das städtische Musikwesen in Leipzig  völlig neu zu ordnen: 1881 beschließt der Magistrat der Stadt Leipzig, dass das Gewandhausorchester zum Dienst in Kirche, Konzert und Oper verpflichtet wird.

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So

27. Nov 2022

17 Uhr
Opernhaus

Albert Lortzing — Undine

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Undinen, weibliche Wasserwesen, können nur durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen. Doch welcher Preis ist dafür zu zahlen? Was macht eine Seele aus? Die…

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Undinen, weibliche Wasserwesen, können nur durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen. Doch welcher Preis ist dafür zu zahlen? Was macht eine Seele aus? Die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod beginnt in einer abgeschiedenen Fischerhütte eines alten Ehepaares und deren Ziehtochter Undine. Als Ritter Hugo Zuflucht vor einem Unwetter in dieser Hütte findet, verlieben er und Undine sich ineinander und heiraten. Noch bevor es gemeinsam zurück in die Stadt gehen soll, flüstert Undine ihrem frisch Angetrauten warnend zu: »O halte fest an deinem Glauben und bleibe deinem Schwure treu, dass ich dein Glück, dein alles sei!«, denn wenn Undines Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Vor fast 180 Jahren musste Albert Lortzing das Stadttheater Leipzig aus tragischen Gründen verlassen, doch seine Musik ist untrennbar mit Leipzig verbunden und kehrt stets voller Poesie und Kraft zurück! Albert Lortzing selbst gibt dazu an: »Diese Oper muss gefallen. Ich versichere dir, dass Musikstücke vorkommen, deren Effekte ich nicht geahnt hätte.«

Sa

03. Dez 2022

19 Uhr
Opernhaus

Peter Tschaikowski — Ballett "Schwanensee" op. 20

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Für seine Interpretation des Schwanenmythos macht Mario Schröder Tschaikowskis Meisterwerk in seiner Zeitlosigkeit erlebbar und thematisiert die Sehnsucht nach Liebe und Wahrhaftigkeit ebenso wie die…

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Für seine Interpretation des Schwanenmythos macht Mario Schröder Tschaikowskis Meisterwerk in seiner Zeitlosigkeit erlebbar und thematisiert die Sehnsucht nach Liebe und Wahrhaftigkeit ebenso wie die Versuchungen von Begierde und Rausch. Das Märchen des Schwanenmädchens wird so auf zeitgenössische Themen und Fragen anwendbar gemacht. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die in einer autoritären, patriarchalischen Welt um ein freies, selbstbestimmtes Leben kämpft.

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Hänsel und Gretel.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Hänsel und Gretel.

So

04. Dez 2022

17 Uhr
Opernhaus

Engelbert Humperdinck — Hänsel und Gretel

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Seit über hundert Jahren verzaubert Engelbert Humperdincks Märchenoper »Hänsel und Gretel« nun schon Generationen von jungen Opernbesuchern. Bezeichnenderweise fand die Uraufführung dieser Oper am…

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Oper | Wiederaufnahme

HÄNSEL UND GRETEL

Gewandhausorchester, Johannes Debus Musikalische Leitung, Birgit Eckenweber Inszenierung

Engelbert Humperdinck — Hänsel und Gretel

Preise: 79/69/56/44/35/17 EUR
Ermäßigung für Berechtigte; für Familien auf allen Plätzen 16,-€ für Erwachsene/11,-€ für Kinder

Veranstalter: Oper Leipzig

Seit über hundert Jahren verzaubert Engelbert Humperdincks Märchenoper »Hänsel und Gretel« nun schon Generationen von jungen Opernbesuchern. Bezeichnenderweise fand die Uraufführung dieser Oper am Vorabend eines Heiligen Abends statt. Und noch heute erscheint Hänsel und Gretel alljährlich zur Weihnachtszeit auf den Spielplänen fast aller Opernhäuser. Weihnachten ist eben das Fest der Familie und Hänsel und Gretel die Familienoper schlechthin. Während die Kinder mit strahlenden Augen ihrem ersten Opernerlebnis entgegenfiebern, schwelgen die Erwachsenen in Nostalgie und Kindheitserinnerungen. In unserer Neuproduktion werden Regisseurin Birgit Eckenweber und ihr Ausstatter Alexander Mudlagk die beiden Geschwister Hänsel und Gretel in eine fantastische Märchenwelt eintauchen lassen, die garantiert jedes Kind in Staunen versetzen wird. Wer möchte da nicht auch noch einmal Kind sein?

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Traviata.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Traviata.

Fr

09. Dez 2022

19.30 Uhr
Opernhaus

Giuseppe Verdi — La Traviata

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»La Traviata« bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in…

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»La Traviata« bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in »Rigoletto« und der Zigeunerin Azucena im »Trovatore« steht mit der Kurtisane Violetta Valéry eine Gestalt im Zentrum der Oper, deren Charisma das ihrer Vorgänger(innen) noch übertrifft. Die Pariser Halbwelt ist der Ort dieser Geschichte um die ebenso unbedingte wie hoffnungslose Liebe zwischen Alfred Germont und der todkranken Violetta, einer Liebe, die nicht nur von Beginn an mit dem Tod, sondern auch noch mit den Normen bürgerlicher Moral und Familienehre konfrontiert ist.

Doch erst durch Verdis Musik kommen innerhalb der Handlung die großen Themen Liebe, Tod und Moral differenziert zur Geltung. Verdi hat weniger den morbiden Reiz der heiligen Hure, die Leidenschaft des jungen bürgerlichen Liebhabers, die Zwielichtigkeit des Milieus und die Moralität des Vaters komponiert als die Wechselwirkung all dieser Momente. So geht es in seiner populärsten Oper um mehr als um den Leidensweg einer Außenseiterin: Labile psychische Innenwelten und gesellschaftliche Verhältnisse werden auf drastische Weise miteinander konfrontiert.

Sa

10. Dez 2022

18 Uhr
Opernhaus

Richard Wagner — Lohengrin / Romantische Oper

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Ein Gottesgericht steht am Beginn von Richard Wagners Oper »Lohengrin«. Inmitten einer von Männern dominierten Welt muss sich Elsa, die legitime Nachfolgerin des Herzogs von Brabant, dem Vorwurf…

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Ein Gottesgericht steht am Beginn von Richard Wagners Oper »Lohengrin«. Inmitten einer von Männern dominierten Welt muss sich Elsa, die legitime Nachfolgerin des Herzogs von Brabant, dem Vorwurf stellen, ihren Bruder Gottfried umgebracht zu haben. Kronzeuge ist Friedrich von Telramund, der selbst die Herrschaft von Brabant für sich beansprucht. Als Frau ist es Elsa untersagt, sich zu verteidigen. Gleichsam aus dem Nichts erscheint ein junger Ritter, der ihr rückhaltlos vertraut und bereit ist, im Kampf für sie einzutreten. Umgekehrt fordert er von Elsa das gleiche Vertrauen ein: »Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam’ und Art.« Nach dem Sieg des Ritters über Friedrich kippt die Stimmung des Volkes zugunsten des jungen Paares von Brabant. Gedemütigt sinnen Friedrich und seine Frau Ortrud nach Rache. Vor der bevorstehenden Hochzeit schürt Ortrud Elsas Zweifel, sodass diese in der Hochzeitsnacht die alles entscheidende Frage nach der Identität des jungen Ritters stellt. Ist nun all ihr Glück dahin?

 

Richard Wagners Oper »Lohengrin« ist eine Geschichte über die vergebliche Suche zweier Menschen nach dem einfachen Glück, jenseits jeglicher gesellschaftlicher Zuschreibungen.

So

11. Dez 2022

17 Uhr
Opernhaus

Werke von Ludwig van Beethoven , Johann Sebastian Bach , Pascal Dusapin

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»Sie ist gesegnet mit einem Sinn für Fantasie und das Absurde«, schrieb die New York Times über die große Tänzerin und Choreographin Maguy Marin. Als Tochter spanischer Bürgerkriegsflüchtlinge wird…

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»Sie ist gesegnet mit einem Sinn für Fantasie und das Absurde«, schrieb die New York Times über die große Tänzerin und Choreographin Maguy Marin. Als Tochter spanischer Bürgerkriegsflüchtlinge wird sie in Toulouse geboren. Mit acht Jahren fängt sie an zu tanzen und beginnt ihre Karriere als klassische Ballett-Tänzerin. Schnell keimt in ihr der Wunsch nach einer Neuorientierung. Maurice Bejart wird ihr neuer Lehrmeister. Sie gründet ihre eigene Company und findet eine Heimat in choreographischen Zentren in einem Pariser Vorort und schließlich in der Region der Leipziger Partnerstadt Lyon. 2016 wird Maguy Marin im Rahmen der Tanzbiennale in Venedig für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen geehrt. Mit »Duo d’Eden« (1986) präsentiert das Leipziger Ballett einen Klassiker ihres Schaffens. Die »Große Fuge« (2001) basiert auf einer Komposition Ludwig van Beethovens. Ballettdirektor und Chefchoreograph Mario Schröder kreiert eine Uraufführung zu Musik des zeitgenössischen französischen Komponisten Pascal Dusapin und schafft so eine zusätzliche Reibungsfläche zwischen seiner Bewegungssprache und der choreographischen Arbeit Maguy Marins.