Die Mendelssohn-Festtage 2026
Die Mendelssohn-Festtage 2026 stehen im Zeichen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen und widmen sich einem vielschichtigen musikalischen Erbe zwischen Tradition, Identität und künstlerischer Erneuerung. Im Mittelpunkt steht Felix Mendelssohn Bartholdy, einer der prägenden Musiker des 19. Jahrhunderts, der als Komponist, Pianist und Dirigent Maßstäbe setzte und Leipzig in seiner Zeit als Gewandhauskapellmeister von 1835 bis 1847 nachhaltig als Musikstadt von Weltrang prägte.
Mendelssohns Werk, entstanden im Spannungsfeld jüdischer Herkunft und christlicher Prägung, bildet den Kern des Festivals. Zugleich eröffnen die Festtage den Blick auf bedeutende jüdische Komponistinnen und Komponisten wie Władysław Szpilman, Mieczysław Weinberg, Hans Gál und Lera Auerbach. Klavier- und Kammermusik in vielfältigen Besetzungen spiegeln die stilistische Breite und historische Tiefe dieses musikalischen Kosmos.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Eröffnungskonzert mit der Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises. Zu den Mitwirkenden des Festivals zählen unter anderem Elena Bashkirova, die Kuratorin der Festtage, Yulianna Avdeeva, Vadim Gluzman, Alexander Melnikov, das Quatuor Danel, Les Vents Français, das Orchester der Barenboim-Said Akademie sowie das Gewandhausorchester unter der Leitung von Andris Nelsons. Schauspieler Ulrich Matthes verleiht dem »Konzert zur Todesstunde« Mendelssohns eine literarische Dimension.
Auch die Oper Leipzig beteiligt sich mit einer neuen Ballettproduktion von Juliano Nunes zu Mendelssohns Ein Sommernachtstraum. Konzerte im Mendelssohn-Haus und im Gewandhaus machen die Festtage zu einer lebendigen und authentischen Begegnung mit Mendelssohns Erbe und der Musikstadt Leipzig.