Kammermusik

Kammermusik gilt als die Krönung der Instrumentalmusik. Sie ist kunstreich, differenziert und stellt besondere Anforderungen an ihre Interpreten, die Sie in unseren Kammermusikkonzerten in ihrer individuellen Vielfalt erleben können. Kammermusik hat eine lange Tradition am Gewandhaus. Vier Ensembles, die sich aus dem Orchester heraus gegründet haben, tragen derzeit den Titel »Gewandhaus-Ensemble«, der vom Gewandhauskapellmeister verliehen wird: Gewandhaus-Quartett, Gewandhaus-Bläserquintett, Gewandhaus-Oktett, Gewandhaus Brass Quintett.

18 Uhr
Mendelssohn-Saal

Werke von Joseph Achron, Felix Mendelssohn Bartholdy, Karel Reiner, Karl Amadeus Hartmann, Wolfgang Amadeus Mozart

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Im Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 begibt sich dieses Konzertprogramm auf eine musikalische Spurensuche. Den Auftakt bildet Joseph Achrons „Kindersuite“ aus dem Jahr 1925, die eine…

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Im Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 begibt sich dieses Konzertprogramm auf eine musikalische Spurensuche. Den Auftakt bildet Joseph Achrons „Kindersuite“ aus dem Jahr 1925, die eine unbeschwerte Kindheitswelt aufscheinen lässt und zugleich für das Bemühen des Komponisten um eine eigenständige jüdische Kunstmusik steht. Sein Wiegenlied op. 35 verbindet sich in einer Bearbeitung für Ensemble mit der hebräischen Melodie op. 33. Deren melancholisch-klagender, an Klezmer erinnernde Grundton schlägt die Brücke zum zweiten Teil des Programms, der sich der Shoah und ihren Folgen widmet.

Felix Mendelssohn Bartholdy bewegte sich zwischen jüdischer Herkunft und christlich-protestantischer Prägung. Trotz seiner vollständigen kulturellen Integration wurde seine Musik im Nationalsozialismus aus dem Konzertleben verbannt.

Karel Reiners Kinderstücke erinnern an einen Komponisten, dessen Leidensweg über Theresienstadt, Auschwitz und Dachau führte, und der Ende April 1945 den Dachauer Todesmarsch überlebte. Der tief erschütterte Zeuge Karl Amadeus Hartmann stellte seiner unmittelbar danach entstandenen Klaviersonate „27. April 1945“ folgende Worte voran:

„Am 27. und 28. April 1945 schleppte sich ein Menschenstrom von Dachauer ‚Schutzhäftlingen‘ an uns vorüber - unendlich war der Strom - unendlich war das Elend - unendlich war das Leid“.

Den Abschluss bildet das Rondo a-Moll KV 511 von Wolfgang Amadeus Mozart, das im Gedenken an einen jung verstorbenen Freund entstand. Am Ende stehen nicht Verzweiflung, sondern Erinnerung, stille Trauer und Nachdenklichkeit.

19.30 Uhr
Mendelssohn-Saal

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.

Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi, Francis Poulenc

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Das Bläserquintett »Les Vents Français«, dessen Besetzungslistebsich liest wie das »Who’s who« der internationalen Bläserszene, mit Emmanuel Pahud,François Leleux, Paul Meyer, Gilbert Audin, Radovan…

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Das Bläserquintett »Les Vents Français«, dessen Besetzungslistebsich liest wie das »Who’s who« der internationalen Bläserszene, mit Emmanuel Pahud,François Leleux, Paul Meyer, Gilbert Audin, Radovan Vlatković und dem Pianisten Éric Le Sage, bringt ein Programm voller Farben und Kontraste in den Mendelssohn-Saal. Neben Mozarts Klavierquintett, das Mozart selbst für das Beste hielt, was er je geschrieben hatte, erklingt Poulencs Sextett. Als besondere Entdeckung dazwischen: Verdis einziges Streichquartett in einer Bläserbearbeitung des jüdisch-israelischen Komponisten Mordechai Rechtman.

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.

15 Uhr
Mendelssohn-Saal

Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Mieczysław Weinberg, Robert Schumann

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Das Quatuor Danel ist gemeinsam mit dem Pianisten Daniel Ciobanu zu erleben. Das belgische Streichquartett ist die weltweit führende Instanz für das Werk Mieczysław Weinbergs. Es hat als erstes…

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Das Quatuor Danel ist gemeinsam mit dem Pianisten Daniel Ciobanu zu erleben. Das belgische Streichquartett ist die weltweit führende Instanz für das Werk Mieczysław Weinbergs. Es hat als erstes Ensemble sämtliche 17 Streichquartette des polnisch-jüdischen Komponisten eingespielt und damit wesentlich zu seiner Wiederentdeckung beigetragen. Weinbergs 2. Streichquartett entstand in Minsk, während seiner Flucht vor den Nazis. Es ist ein Werk von erschütternder Unmittelbarkeit, hier eingerahmt von Mendelssohns Streichquartett a-Moll und Schumanns jubelndem Klavierquintett Es-Dur.

18 Uhr
Mendelssohn-Saal

Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card VVK Start: 27.06.2026

Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schubert

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Elena Bashkirova, Kuratorin der Mendelssohn-Festtage und seit 2020 Präsidentin der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, setzt sich gemeinsam mit Alexander Melnikov an ein Klavier. Auf dem Programm…

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Elena Bashkirova, Kuratorin der Mendelssohn-Festtage und seit 2020 Präsidentin der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, setzt sich gemeinsam mit Alexander Melnikov an ein Klavier. Auf dem Programm stehen Mendelssohns »Hebriden«-Ouvertüre und seine »Lieder ohne Worte«. Abschließend erklingt Schuberts Fantasie f-Moll. Schubert schrieb in seinem letzten Lebensjahr dieses Werk von fast sinfonischem Zuschnitt, dessen elegische Stimmung von tiefer Resignation und unversöhnlichem Schmerz durchzogen ist, gewidmet seiner heimlichen Liebe, der Klavierschülerin Caroline von Esterházy. Es entstand im Privaten und reicht doch ins Universelle – wie so vieles in dieser Festwoche. Elena Bashkirova verbindet mit dem Stück auch etwas Persönliches: Sie hat es bereits vierhändig mit ihrem Mann Daniel Barenboim aufgeführt. Es ist ein stiller, vollkommener Abschluss einer Woche, die Leipzig für kurze Zeit wieder als Mendelssohns Stadt erlebbar macht.

Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card VVK Start: 27.06.2026

19 Uhr
Barlach-Ebene

Ausverkauft

Werke von Ludwig van Beethoven, Ernst von Dohnányi

Ausverkauft

18 Uhr
Mendelssohn-Saal

Werke von Gustav Mahler, Wolfgang Amadeus Mozart, Bruno Walter

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Verloren, gerettet, verewigt Ein Sechzehnjähriger schreibt am Wiener Konservatorium ein Klavierquartett, das Beifall findet. Er schickt es zu einem Wettbewerb nach Russland, dort geht es verloren.…

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Verloren, gerettet, verewigt

Ein Sechzehnjähriger schreibt am Wiener Konservatorium ein Klavierquartett, das Beifall findet. Er schickt es zu einem Wettbewerb nach Russland, dort geht es verloren. Nur ein Satz bleibt erhalten, gerettet im Nachlass von Alma Mahler-Werfel: das einzige Kammermusikwerk von Gustav Mahler. Das Grieg Quartett Leipzig stellt ihm Mozarts A-Dur-Streichquartett KV 464 gegenüber. Dessen Finale schrieb Beethoven eigenhändig ab und nahm es zum Vorbild für sein eigenes A-Dur-Quartett. Nach der Pause erklingt Mahlers Adagietto aus der 5. Sinfonie, einst als Liebesbekenntnis an Alma gedacht, hier in der Fassung für Klavierquartett von Hans Fleischer. Am Schluss steht Bruno Walter, 13. Gewandhauskapellmeister und engster Freund Mahlers, mit seinem Klavierquintett fis-Moll, das er 1905 in Wien selbst am Klavier mit großem Erfolg zur Uraufführung brachte.

19 Uhr
Barlach-Ebene

Ausverkauft

Ein Streifzug durch die bunte Welt bekannter und auch selten gehörter Weihnachtsmelodien

Ausverkauft

19 Uhr
Barlach-Ebene

Ausverkauft

Franz Schubert — Streichquartett d-Moll D 810 ("Der Tod und das Mädchen")

Ausverkauft