Das Gewandhausorchester

Das Gewandhausorchester ist das älteste bürgerliche Sinfonieorchester der Welt. Keimzelle des Orchesters war die 1743 von 16 Adligen und Bürgern gegründete Konzertgesellschaft »Das Große Concert«. Mit dem Umzug in die Gewerbehalle der Tuchmacher im Jahre 1781 erhielt das Ensemble seinen ersten hochwertigen Konzertsaal und den Namen »Gewandhausorchester«.

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Do

29. Sep 2022

10 Uhr
Großer Saal

Restkarten (5,00 € p. P.) ab 15.09.2022 über die Musikalienhandlung M. Oelsner (0341-960 5656)

Max Reger — Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132

Do

29. Sep 2022

20 Uhr
Großer Saal

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Gewandhausorchester Card?

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart , Edward Elgar , Max Reger

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MOZARTS GEIST AUS REGERS HÄNDEN Wenn Mozart, dem musikalische Gedanken nur so zuflogen, eigene Werke aufgriff und neu einrichtete, so geschah dies, weil sie ihm besonders am Herzen lagen. Seine…

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MOZARTS GEIST AUS REGERS HÄNDEN

Wenn Mozart, dem musikalische Gedanken nur so zuflogen, eigene Werke aufgriff und neu einrichtete, so geschah dies, weil sie ihm besonders am Herzen lagen. Seine klanglich kühne, aufwühlende Fuge für zwei Klaviere aus dem Jahr 1783 – einer Zeit, in der Bachs und Händels Musik ihn umtrieb – richtete er für Streicher ein und stellte ein Adagio im barocken Ouvertüren-Duktus voran. Nicht etwa schroffe Klänge des experimentellen Mozart greift Reger für seinen Variationszyklus auf, sondern einen schlichten Klaviersonatensatz. Für ihn ist Mozart der Inbegriff des Schönen: Sehen Sie sich meine Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart an! Man kann nicht immer schweren dunklen Bordeaux trinken – so ein klarer Mosel ist doch auch sehr schön! Wir brauchen nötigst viel, viel Mozart!!!

STILFALT

Zum Siciliano-Charakter des Mozart’schen Themas passt das Gewand des Holzbläsersatzes, in dem es Regers Orchesterpodium betritt. Anhand des stets durchhörbaren Gedankens lotet Reger alle Farben des Instrumentariums und ein breites Spektrum an Emotionen aus, lässt Mozarts Melodie zu erhabenem Pathos schwellen oder verspielt durchs Orchester mäandern, immer umweht von einem Hauch Melancholie, der auch Mozarts Original zu eigen ist. Es klingt paradox: Das klassische Thema inspiriert den Repräsentanten der Moderne zu seinem romantischsten Werk.

NOT UND NÖTCHEN

Die Mozart-Variationen stammen aus den letzten Lebensjahren des vor 150 Jahren geborenen, 1916 in Leipzig verstorbenen Komponisten. Nicht zufällig zählen sie mittlerweile zu seinen meistgespielten Werken: da ist jedes Nötchen genauestens auf Klang berechnet! Fünf Jahre und einen verheerenden Weltkrieg später schuf Edward Elgar ebenfalls eines seiner letzten und zugleich beliebtesten Werke. Das Violoncellokonzert, mit dem sich Valentino Worlitzsch als 1. Solocellist des Gewandhausorchesters im Großen Concert vorstellt, ist kontemplativ und elegisch im Tonfall. Elgar bezeichnete es als Lamento auf eine verlorene Welt – ein Lamento freilich, das auf unbegreifliche Weise diese Welt rettet. Zumindest für ergreifende 30 Minuten.

Fr

30. Sep 2022

20 Uhr
Großer Saal

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Werke von Wolfgang Amadeus Mozart , Edward Elgar , Max Reger

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MOZARTS GEIST AUS REGERS HÄNDEN Wenn Mozart, dem musikalische Gedanken nur so zuflogen, eigene Werke aufgriff und neu einrichtete, so geschah dies, weil sie ihm besonders am Herzen lagen. Seine…

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MOZARTS GEIST AUS REGERS HÄNDEN

Wenn Mozart, dem musikalische Gedanken nur so zuflogen, eigene Werke aufgriff und neu einrichtete, so geschah dies, weil sie ihm besonders am Herzen lagen. Seine klanglich kühne, aufwühlende Fuge für zwei Klaviere aus dem Jahr 1783 – einer Zeit, in der Bachs und Händels Musik ihn umtrieb – richtete er für Streicher ein und stellte ein Adagio im barocken Ouvertüren-Duktus voran. Nicht etwa schroffe Klänge des experimentellen Mozart greift Reger für seinen Variationszyklus auf, sondern einen schlichten Klaviersonatensatz. Für ihn ist Mozart der Inbegriff des Schönen: Sehen Sie sich meine Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart an! Man kann nicht immer schweren dunklen Bordeaux trinken – so ein klarer Mosel ist doch auch sehr schön! Wir brauchen nötigst viel, viel Mozart!!!

STILFALT

Zum Siciliano-Charakter des Mozart’schen Themas passt das Gewand des Holzbläsersatzes, in dem es Regers Orchesterpodium betritt. Anhand des stets durchhörbaren Gedankens lotet Reger alle Farben des Instrumentariums und ein breites Spektrum an Emotionen aus, lässt Mozarts Melodie zu erhabenem Pathos schwellen oder verspielt durchs Orchester mäandern, immer umweht von einem Hauch Melancholie, der auch Mozarts Original zu eigen ist. Es klingt paradox: Das klassische Thema inspiriert den Repräsentanten der Moderne zu seinem romantischsten Werk.

NOT UND NÖTCHEN

Die Mozart-Variationen stammen aus den letzten Lebensjahren des vor 150 Jahren geborenen, 1916 in Leipzig verstorbenen Komponisten. Nicht zufällig zählen sie mittlerweile zu seinen meistgespielten Werken: da ist jedes Nötchen genauestens auf Klang berechnet! Fünf Jahre und einen verheerenden Weltkrieg später schuf Edward Elgar ebenfalls eines seiner letzten und zugleich beliebtesten Werke. Das Violoncellokonzert, mit dem sich Valentino Worlitzsch als 1. Solocellist des Gewandhausorchesters im Großen Concert vorstellt, ist kontemplativ und elegisch im Tonfall. Elgar bezeichnete es als Lamento auf eine verlorene Welt – ein Lamento freilich, das auf unbegreifliche Weise diese Welt rettet. Zumindest für ergreifende 30 Minuten.

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.

Sa

01. Okt 2022

19 Uhr
Opernhaus

Giacomo Puccini — Tosca / Oper in drei Akten

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik…

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik spektakuläre Bühnenbilder entgegen, die den Zuschauer hineinziehen in die schillernden Verwicklungen von Liebe und Macht, Kirche und Staat in Rom um 1800. Puccinis »Tosca« an der Oper Leipzig ist ein spannender Opernkrimi im Spielfilm-Format und ein wahres Sängerfest!

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Traviata.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper La Traviata.

So

02. Okt 2022

17 Uhr
Opernhaus

Giuseppe Verdi — La Traviata

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»La Traviata« bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in…

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»La Traviata« bildet den Abschluss jener meisterhaften Operntrias, die Verdi in den Jahren 1850-52 schrieb. Wieder hatte er sich von einer Außenseiterfigur inspirieren lassen: Nach dem Narren in »Rigoletto« und der Zigeunerin Azucena im »Trovatore« steht mit der Kurtisane Violetta Valéry eine Gestalt im Zentrum der Oper, deren Charisma das ihrer Vorgänger(innen) noch übertrifft. Die Pariser Halbwelt ist der Ort dieser Geschichte um die ebenso unbedingte wie hoffnungslose Liebe zwischen Alfred Germont und der todkranken Violetta, einer Liebe, die nicht nur von Beginn an mit dem Tod, sondern auch noch mit den Normen bürgerlicher Moral und Familienehre konfrontiert ist.

Doch erst durch Verdis Musik kommen innerhalb der Handlung die großen Themen Liebe, Tod und Moral differenziert zur Geltung. Verdi hat weniger den morbiden Reiz der heiligen Hure, die Leidenschaft des jungen bürgerlichen Liebhabers, die Zwielichtigkeit des Milieus und die Moralität des Vaters komponiert als die Wechselwirkung all dieser Momente. So geht es in seiner populärsten Oper um mehr als um den Leidensweg einer Außenseiterin: Labile psychische Innenwelten und gesellschaftliche Verhältnisse werden auf drastische Weise miteinander konfrontiert.

Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.
Das Foto zeigt eine Szene aus der Oper Tosca.

Mi

05. Okt 2022

19.30 Uhr
Opernhaus

Giacomo Puccini — Tosca / Oper in drei Akten

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik…

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Der Vorhang hebt sich und die gesamte Bühne ist in ein Lichtermeer aus tausend brennenden Kerzen getaucht. Der Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema setzt Puccinis überbordender Musik spektakuläre Bühnenbilder entgegen, die den Zuschauer hineinziehen in die schillernden Verwicklungen von Liebe und Macht, Kirche und Staat in Rom um 1800. Puccinis »Tosca« an der Oper Leipzig ist ein spannender Opernkrimi im Spielfilm-Format und ein wahres Sängerfest!