Spielplan des Gewandhauses

Das Foto zeigt das Gewandhausorchester und den Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize in der Thomaskirche Leipzig.
Das Foto zeigt das Gewandhausorchester und den Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize in der Thomaskirche Leipzig.

Fr

18. Nov 2022

18 Uhr
Thomaskirche

Motette basso continuo

Fr

18. Nov 2022

20 Uhr
Großer Saal

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Gewandhausorchester Card?

Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr

Werke von Sergej Rachmaninoff , Sofia Gubaidulina , Dmitri Schostakowitsch

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IN DER KREIDE Gubaidulinas Märchenpoem entstand für eine Rundfunksendung über das tschechische Märchen Die kleine Kreide zu einer Zeit, da sich die Komponistin mit Film- und Hörspielmusik über Wasser…

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Grosse Concerte

Fokus: Gewandhauskomponistin Sofia Gubaidulina

Gewandhausorchester, Dmitri Jurowski Dirigent

Anna Vinnitskaya Klavier

Werke von Sergej Rachmaninoff , Sofia Gubaidulina , Dmitri Schostakowitsch

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 19.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 73/55/45/34/22/6 EUR
Flexpreise: 80/61/50/37/24/7 EUR
Ticketverkauf ab 01.07.2022, für Gewandhausorchester-Card-Inhaber ab 15.06.2022 jeweils 10 Uhr
Abos: Serie IV, VARIO

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

IN DER KREIDE

Gubaidulinas Märchenpoem entstand für eine Rundfunksendung über das tschechische Märchen Die kleine Kreide zu einer Zeit, da sich die Komponistin mit Film- und Hörspielmusik über Wasser hielt. Die Werke, die ihr eigentlich am Herzen lagen, wurden in den 1970er Jahren kaum gespielt. Erkannte sie sich wieder in der Kreide, die davon träumt, prächtige Schlösser zu malen, doch an trivialen Aufgaben wie dem täglichen Tafelanschrieb für Schulkinder unaufhaltsam schrumpft? Von der Diskrepanz großer Visionen und beschränkter Möglichkeiten ließ sich Gubaidulina nie entmutigen. In jeder Kreide kann die Weltformel oder das größte Kunstwerk aller Zeiten stecken. Ihr Märchenpoem verzaubert Konzertsäle weltweit mit magischen Orchesterfarben, betörenden Linien einzelner Instrumente, unwirklichen Trillern, schwebenden Klängen des Vibraphons und geheimnisvoll raunendem Pianissimo.

KLEIN UND GEMEIN

Ein Prachtschloss in Gestalt einer heroischen Sinfonie erhoffte man von Schostakowitsch nach Kriegsende, zumal Tonart Es-Dur und Zahl Nr. 9 seit Beethoven Großes erwarten lassen und Schostakowitsch die Beteiligung von Chor und Solisten ankündigte. Doch was am 3. November 1945 aus dem St. Petersburger Orchester tönte, glich der Kreidekritzelei eines Lausbuben. Klassizistisch, kurz, grotesk, klein besetzt und zu Scherzen aufgelegt, die der Widmung an »unseren großen Sieg« spotten. Heute zählt die Neunte zu Schostakowitschs beliebtesten Werken. Doch damals traf seine Prognose ein: Die Musiker werden sie mit Vergnügen spielen, aber die Kritiker werden sie vernichten.

DER SCHWARZE RIESE

Das Klavier hält mit Rachmaninoffs berühmtem Leitgedanken nicht lange hinterm Berg. Während die tiefen Streicher ihn übernehmen, zerfließt der Solopart in Figurationen, die hochemotional und virtuos aufbrausen. Melancholische Melodik, schwelgerische Harmonik und atemberaubende Pianistik entfalten den Ausdrucksreichtum der Musik, die aus den Tasten gestreichelt, gesungen, feinfingrig eingefangen, mit starker Hand gebändigt, volltönend in den Saal geschleudert und vor allem: leidenschaftlich geliebt werden will.

Fr

18. Nov 2022

20 Uhr
Mendelssohn-Saal

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Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den Dialog und stellen ihre neue CD vor. Sistanagila bedient sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien…

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Iran Israel- eine Musikaffäre

Sistanagila

Sistanagila Ensemble, Guy Braunstein Solist

Preise: 43,79/36,09/28,39 EUR (inkl. VVK-Gebühr)
Ermäßigung für Berechtigte

Veranstalter: WELTKONZERTE

Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den

Dialog und stellen ihre neue CD vor. Sistanagila bedient sich sowohl folkloristischer und

religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch

moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu

arrangiert mit Einflüssen von Flamenco und Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen

zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt und eine Brücke zwischen zwei Welten

baut.

Das Foto zeigt das Gewandhausorchester und den Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize in der Thomaskirche Leipzig.
Das Foto zeigt das Gewandhausorchester und den Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize in der Thomaskirche Leipzig.

Sa

19. Nov 2022

15 Uhr
Thomaskirche

Johann Sebastian Bach — Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" BWV 140

Oper Leipzig Außenansicht
Oper Leipzig Außenansicht

Sa

19. Nov 2022

19 Uhr
Opernhaus

»Sie ist gesegnet mit einem Sinn für Fantasie und das Absurde«, schrieb die New York Times über die große Tänzerin und Choreographin Maguy Marin. Als Tochter spanischer Bürgerkriegsflüchtlinge wird…

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»Sie ist gesegnet mit einem Sinn für Fantasie und das Absurde«, schrieb die New York Times über die große Tänzerin und Choreographin Maguy Marin. Als Tochter spanischer Bürgerkriegsflüchtlinge wird sie in Toulouse geboren. Mit acht Jahren fängt sie an zu tanzen und beginnt ihre Karriere als klassische Ballett-Tänzerin. Schnell keimt in ihr der Wunsch nach einer Neuorientierung. Maurice Bejart wird ihr neuer Lehrmeister. Sie gründet ihre eigene Company und findet eine Heimat in choreographischen Zentren in einem Pariser Vorort und schließlich in der Region der Leipziger Partnerstadt Lyon. 2016 wird Maguy Marin im Rahmen der Tanzbiennale in Venedig für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen geehrt. Mit »Duo d’Eden« (1986) präsentiert das Leipziger Ballett einen Klassiker ihres Schaffens. Die »Große Fuge« (2001) basiert auf einer Komposition Ludwig van Beethovens. Ballettdirektor und Chefchoreograph Mario Schröder kreiert eine Uraufführung zu Musik des zeitgenössischen französischen Komponisten Pascal Dusapin und schafft so eine zusätzliche Reibungsfläche zwischen seiner Bewegungssprache und der choreographischen Arbeit Maguy Marins.

So

20. Nov 2022

17 Uhr
Opernhaus

Richard Wagner — Lohengrin / Romantische Oper

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Ein Gottesgericht steht am Beginn von Richard Wagners Oper »Lohengrin«. Inmitten einer von Männern dominierten Welt muss sich Elsa, die legitime Nachfolgerin des Herzogs von Brabant, dem Vorwurf…

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Ein Gottesgericht steht am Beginn von Richard Wagners Oper »Lohengrin«. Inmitten einer von Männern dominierten Welt muss sich Elsa, die legitime Nachfolgerin des Herzogs von Brabant, dem Vorwurf stellen, ihren Bruder Gottfried umgebracht zu haben. Kronzeuge ist Friedrich von Telramund, der selbst die Herrschaft von Brabant für sich beansprucht. Als Frau ist es Elsa untersagt, sich zu verteidigen. Gleichsam aus dem Nichts erscheint ein junger Ritter, der ihr rückhaltlos vertraut und bereit ist, im Kampf für sie einzutreten. Umgekehrt fordert er von Elsa das gleiche Vertrauen ein: »Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam’ und Art.« Nach dem Sieg des Ritters über Friedrich kippt die Stimmung des Volkes zugunsten des jungen Paares von Brabant. Gedemütigt sinnen Friedrich und seine Frau Ortrud nach Rache. Vor der bevorstehenden Hochzeit schürt Ortrud Elsas Zweifel, sodass diese in der Hochzeitsnacht die alles entscheidende Frage nach der Identität des jungen Ritters stellt. Ist nun all ihr Glück dahin?

 

Richard Wagners Oper »Lohengrin« ist eine Geschichte über die vergebliche Suche zweier Menschen nach dem einfachen Glück, jenseits jeglicher gesellschaftlicher Zuschreibungen.