Spielplan des Gewandhauses

Do

28. Mär 2024

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Johann Sebastian Bach — Johannes-Passion BWV 245

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UNSERE PASSION Es sagt sich leicht, und es wiegt doch schwer: das Wort Passion. Wir übertragen es von Christi Leiden und Sterben, das nach christlicher Vorstellung von der Macht des Bösen erlöst und…

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UNSERE PASSION

Es sagt sich leicht, und es wiegt doch schwer: das Wort Passion. Wir übertragen es von Christi Leiden und Sterben, das nach christlicher Vorstellung von der Macht des Bösen erlöst und den Tod überwindet, auf unsere persönlichen Leidenschaften. Passion verknüpfen wir leichtfertig mit dem, was wir gerne tun, und vergessen das Leiden, das stets mitgedacht ist. Wenn uns genommen wird, worauf unsere Passion sich richtet, tritt diese Bedeutungsdimension ins Bewusstsein. Musik ist unsere Passion. Sie ist unendlich viel mehr als ein austauschbares Hobby, ein Job zum Geldverdienen oder gefälliges Beiwerk zu festlichen Anlässen und zur Zerstreuung. Bedeutende Musik zerstreut nicht – sie sammelt. Dass Menschen aller Kulturkreise ihre wichtigen Feste mit Musik begehen, ist kein Zufall, sondern Notwendigkeit. Musik ist notwendig: Sie kann Not wenden. Wir brauchen sie nicht nur, um unserer Freude Luft zu machen, für Osterjubel und andere Glücksmomente. Dringender noch benötigen wir Musik als Trösterin, als empathische Begleiterin in Krisenzeiten, als Quelle der Resilienz in existenzieller Angst und in Konfrontation mit dem Tod.

BACHS PASSION

Darum nimmt Passionsmusik eine zentrale Stellung im Christentum ein. In dieser traditionsreichen Gattung berühren sich christliche und profane Verwendungsweise des Wortes. Durch Johann Sebastian Bachs Musik entfacht Christi Passion unsere Leidenschaft, das Unbegreifliche wird ergreifend und das Unnahbare geht uns nahe. Bachs Passion nach dem Evangelisten Johannes steht nicht wie ihr Geschwisterwerk nach Matthäus im Verdacht, das größte Kunstwerk aller Zeiten zu sein. Sie heischt nicht nach Superlativen, ist kleiner besetzt und kompakter dimensioniert. Größe entfaltet sie in Bereichen des nicht Messbaren. Mit den Worten von Robert Schumann: Die Johannes-Passion ist kühner, gewaltiger, poetischer als die nach dem Evangelisten Matthäus. Vor 300 Jahren, im Karfreitagsgottesdienst 1724, brachte Bach die Passio secundum Johannem in der Leipziger Nikolaikirche erstmals zur Aufführung.

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Fr

29. Mär 2024

19 Uhr
Nikolaikirche

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Johann Sebastian Bach — Johannes-Passion BWV 245

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UNSERE PASSION

Es sagt sich leicht, und es wiegt doch schwer: das Wort Passion. Wir übertragen es von Christi Leiden und Sterben, das nach christlicher Vorstellung von der Macht des Bösen erlöst und den Tod überwindet, auf unsere persönlichen Leidenschaften. Passion verknüpfen wir leichtfertig mit dem, was wir gerne tun, und vergessen das Leiden, das stets mitgedacht ist. Wenn uns genommen wird, worauf unsere Passion sich richtet, tritt diese Bedeutungsdimension ins Bewusstsein. Musik ist unsere Passion. Sie ist unendlich viel mehr als ein austauschbares Hobby, ein Job zum Geldverdienen oder gefälliges Beiwerk zu festlichen Anlässen und zur Zerstreuung. Bedeutende Musik zerstreut nicht – sie sammelt. Dass Menschen aller Kulturkreise ihre wichtigen Feste mit Musik begehen, ist kein Zufall, sondern Notwendigkeit. Musik ist notwendig: Sie kann Not wenden. Wir brauchen sie nicht nur, um unserer Freude Luft zu machen, für Osterjubel und andere Glücksmomente. Dringender noch benötigen wir Musik als Trösterin, als empathische Begleiterin in Krisenzeiten, als Quelle der Resilienz in existenzieller Angst und in Konfrontation mit dem Tod.

BACHS PASSION

Darum nimmt Passionsmusik eine zentrale Stellung im Christentum ein. In dieser traditionsreichen Gattung berühren sich christliche und profane Verwendungsweise des Wortes. Durch Johann Sebastian Bachs Musik entfacht Christi Passion unsere Leidenschaft, das Unbegreifliche wird ergreifend und das Unnahbare geht uns nahe. Bachs Passion nach dem Evangelisten Johannes steht nicht wie ihr Geschwisterwerk nach Matthäus im Verdacht, das größte Kunstwerk aller Zeiten zu sein. Sie heischt nicht nach Superlativen, ist kleiner besetzt und kompakter dimensioniert. Größe entfaltet sie in Bereichen des nicht Messbaren. Mit den Worten von Robert Schumann: Die Johannes-Passion ist kühner, gewaltiger, poetischer als die nach dem Evangelisten Matthäus. Vor 300 Jahren, im Karfreitagsgottesdienst 1724, brachte Bach die Passio secundum Johannem in der Leipziger Nikolaikirche erstmals zur Aufführung.

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