Sonderheft 2011

Interview mit Jörg-Peter-Weigle

Jörg-Peter Weigle ist im berühmten Leipziger Thomanerchor musikalisch sozialisiert worden. Später leitete er einen kaum minder berühmten Leipziger Profichor, den Rundfunkchor. Heute ist er Rektor der Hanns-Eisler-Hochschule Berlin, wo er zugleich als Professor für Chordirigieren unterrichtet, und daneben Künstlerischer Leiter eines ambitionierten Laienchors, des Philharmonischen Chores Berlin. Das alles macht ihn zu einem idealen Gesprächspartner zum Thema: »Laienchöre - gibt es eine Zukunft?«

Herr Professor Weigle, was ist Ihre früheste Erinnerung an den Gewandhaus-Chor?
Jörg-Peter Weigle: 
Spontan fällt mir die Aufführung des Händel-Oratoriums »Judas Maccabaeus« gemeinsam mit dem Gewandhausorchester ein. Das muss im Schuljahr 1964/65 gewesen sein, ich war seit einem Jahr Thomaner. Erhard Mauersberger probte mit uns und dem Gewandhaus-Chor in der Aula der Thomasschule für zwei Gewandhaus-Anrechtskonzerte in der Kongresshalle.
Ich habe die Erinnerung, dass der Gewandhaus-Chor völlig anders klang als wir. Ich habe die Erinnerung, dass mir die Aufführung extrem lang vorkam. Wahrscheinlich gab es in dem Werk einige für ein Kind langweilige Strecken. Und ich habe die Erinnerung, dass es insgesamt eine sehr monumentale Sache war. Solche Fugen wie »Fall war sein Los« lassen einen, ohne kalauern zu wollen, das Leben lang nicht mehr los. Das waren für mich erste Schlüsselerlebnisse in Sachen Chorsingen, Chorgestaltung und Chorklang.

Wann gab es die erste berufliche Begegnung mit dem Gewandhaus-Chor?
Weigle: Das muss bei der Eröffnung des Neuen Gewandhauses im Herbst 1981 gewesen sein. Drei Chöre waren an der Aufführung von Ludwig van Beethovens neunter Sinfonie und Siegfried Thieles »Gesängen an die Sonne« beteiligt. Berufliche Erinnerungen daran habe ich aber nur aus Beobachtersicht, denn die Einstudierung der Chöre lag in den Händen der jeweiligen Chorleiter, also für den Gewandhaus-Chor bei Georg Christoph Biller, für den Thomanerchor bei Hans-Joachim Rotzsch und für den Rundfunkchor bei mir.

Erinnern Sie sich, in welcher Verfassung der Gewandhaus-Chor damals war?
Weigle: Um diese Zeit strebte der Chor klanglich nach einem neuen Ideal, das mir sehr sympathisch war. Zugleich aber meinte ich eine Kluft zwischen Gewandhausorchester und Gewandhaus-Chor zu spüren. Für besonders große Konzerte lud Kurt Masur immer uns vom Rundfunk ein, und die Plattenaufnahmen zusammen mit dem Gewandhausorchester und ihm haben wir gemacht, nicht der Gewandhaus-Chor. Das ist es ja bis heute, was alle Laienchöre umtreibt, die mit so großartigen Orchestern verbunden sind: Diese Orchester sind auf einem unglaublich hohen Niveau unterwegs, mit dem die Laienchöre nicht mithalten können. Das heißt, hier kollidiert das Ursprungsideal philharmonischer Laienchöre - nämlich bürgerliches Bildungsgut sich anzueignen und weiterzugeben - mit dem unbedingten Leistungswillen der großen Orchester. Sicher wird es nie ganz möglich sein, dass diese Art Professionalität, wie sie etwa das Gewandhausorchester oder die Berliner Philharmoniker haben, mit einem 100-prozentigen Laienchor korrespondiert. Wenn man aber zu Chorsinfonik und zu dem eng mit ihr verbundenen Bildungsbürgertum steht, muss man Formen finden, wo der Laienchor seine bildungsbürgerliche Berechtigung zeigen kann. Das ist das Spannungsfeld, in dem wir damals wie heute leben. Und es hat uns noch keiner einen vernünftigen Weg heraus zu zeigen vermocht.
Natürlich sind sowohl der Gewandhaus-Chor als auch mein Philharmonischer Chor Berlin immer bestrebt, bestimmte professionelle Parameter des Chorsingens nicht zu unterschreiten. Wir klingen sehr sauber und relativ stark. Eine Laienstimme hat ihre Grenzen am ehesten in der Stimmstärke, aber für das Repertoire bis zum Brahms-Requiem dürfte sie ausreichen, während das Verdi-Requiem per se nicht mehr in Frage kommt.

Die Komponisten der Romantik schrieben ihre chorsinfonischen Werke für die Kombination aus Profimusikern und Laiensängern. Haben sich die Orchester seitdem so verändert, dass sie die Liaison mit den Laien nicht mehr eingehen wollen?
Weigle: Sie haben sich beide verändert, sowohl die Orchester als auch die Chöre. Die philharmonischen Chöre sind kleiner geworden, während zugleich die Sinfonieorchester dank den weiterentwickelten Musikinstrumenten an Lautstärke mehr und mehr zugelegt haben. Die Ensembles, die auf Instrumenten alter Mensur spielen, wagen sich mittlerweile immer weiter in die Romantik vor, bis hin zu Wagner und Mahler. Dadurch kann man sehr gut hören, dass die Orchester damals nicht so laut gewesen sind wie die heutigen. Ehrlicherweise muss man auch sagen: Es sind heute nicht gar zu viele Chefdirigenten bereit, die Lautstärke ihres Orchesters zugunsten des Chores zu drosseln. Sondern sie verlangen stattdessen, dass der Chor eben mehr zu liefern hat, und lassen sich, weil sie nicht zum Ausbalancieren bereit sind, einen 300 Köpfe starken Chor auf die Bühne stellen. Das ist ein spannendes Feld für Diskussionen. Wie mit dieser Frage umgegangen wird, daraus kann man gut ersehen, wes Geistes Kind ein Orchesterdirigent ist und wes Geistes Kinder die Orchestermusiker sind, inwieweit sie willens und überhaupt in der Lage sind, mit dem Chor mitzugehen und nicht bloß zu meckern: »Gott, ist der wieder einmal leise.«

Das Bildungsbürgertum ist nur noch rudimentär vorhanden. Hat angesichts dessen der philharmonische Laienchor überhaupt eine Zukunft?
Weigle: Aus dem Bauch heraus sage ich Ja. Ich bin seit 2003 beim Philharmonischen Chor Berlin, der nominell eine Größe bis zu 120 Mitgliedern hat. In den ersten vier, fünf Jahren habe ich an die 80 neue Mitglieder aufgenommen, ohne dass sich die Gesamtmitgliederzahl nennenswert verändert hat. Es gibt offensichtlich Interesse, in einem solchen Chor mitzusingen. Die Arbeitswelt lässt das gegenwärtig zwar nicht immer zu, aber die Chöre werden sich auf die veränderten Rahmenbedingungen mehr und mehr einstellen. Ich bin der Überzeugung, es wird nach wie vor einen Run auf die großen Chöre geben. Die Entscheidung, in einen großen Chor zu gehen, trifft ohnehin das einzelne Mitglied. Wer Madrigale singen will, geht in einen Kammerchor, wer liturgische Musik singen will, geht zum Kirchenchor, und wer Chorsinfonik singen will, geht zum philharmonischen Chor. So wie sich die Gesellschaft verändert, so verändert sich auch das Chorleben, aber der Chortypus wird erhalten bleiben. Da bin ich sicher.

Was aber, wenn kein Profiorchester mehr bereit ist, mit einem philharmonischen Chor zu arbeiten?
Weigle: Meine Erfahrung ist eine andere. Und ich halte es kulturpolitisch für sinnvoll, den Berufsorchestern nahezulegen, mit Laienchören zusammenzuarbeiten. Das ist der unmittelbarste, einfachste und schönste Weg, sich sein Publikum heranzuziehen. Zu meiner Zeit in Leipzig hatte jedes Mitglied des Gewandhaus-Chores ein Konzertanrecht für die Gewandhauskonzerte in der Kongresshalle. Sie kannten alle Gewandhausmusiker mit Namen und konnten Geschichten über Geschichten erzählen, was sie mit ihnen schon alles erlebt hatten. Aber diese Verbundenheit mit dem Orchester ging über Schnurren und Anekdoten weit hinaus - dahinter verbarg sich Musikvermittlung auf allerhöchstem Niveau. Denn hier spielte keine Kurkapelle irgendwelche Estradenprogramme, sondern ein Toporchester anspruchsvolle Sinfoniekonzerte. Kurzum: Ich halte es für eine vertane Chance, wenn die Orchester mit Laienchören in der Regel nichts zu tun haben wollen. Freilich muss man der Fairness halber auch sagen: Chorsinfonik kann nur dort stattfinden, wo Chefdirigent und Chorleiter, Orchester und Chor miteinander ein Vertrauensverhältnis pflegen.

Die Berliner Philharmoniker arbeiten nicht mit dem Philharmonischen Chor Berlin zusammen. Ärgert Sie das?
Weigle: Die Philharmoniker haben für sich entschieden, Chorsinfonik nur mit professionellen Chören aufzuführen. Ich finde das nicht richtig. In Berlin gibt es mehrere Chöre, die einen großen Teil des chorsinfonischen Repertoires auch mit den Berliner Philharmonikern aufführen könnten. Aber gut, dann sollte das zumindest ein Ansporn für die Laienchöre sein, möglichst nahe an professionelle Maßstäbe heranzukommen, was solche grundlegenden Parameter wie Dynamik, Intonation und Klangqualität angeht. Es gibt allerdings bestimmte Stücke, die sollte man wirklich den Profis überlassen. Hans Werner Henzes neunte Sinfonie beispielsweise möchte ich mit meinem Chor nicht singen, das würde ihn überfordern.

Welchen nicht nur kulturpolitischen, sondern auch künstlerischen Gewinn kann ein Profiorchester aus der Arbeit mit einem Laienchor ziehen?
Weigle: Ich war lange bei einem professionellen Chor, und ich behaupte heute nach wie vor: Bach-Choräle können professionelle Chöre schlichtweg nicht singen, sie mögen sich Mühe geben, wie sie wollen. Bach-Choräle klingen bei Knaben- und bei Laienchören immer noch am besten. Mit anderen Worten: Es gibt eine bestimmte Form von Seele, die ein Profichor erst »künstlich« herstellen muss, während ein Laienchor per se darüber verfügt. Ein Profi muss Gemütszustände professionell herstellen können, das unterscheidet ihn ja vom Laien. Wenn ein Laienchor aber emotional in Fahrt gerät, dann können gerade im Bereich der Interpretation überraschende Dinge entstehen. Mit einem Profichor und einem Profiorchester wird diese Überraschung mehr oder minder geplant, und natürlich kann auch dort im Konzert mehr geschehen, als man vorbereitet hat. Bei Profis freut man sich, wenn das passiert, aber der Bereich des unerwartet Guten ist bei Laien deutlich höher als bei Profis.

Das heißt, bei Laien ist die Chance, dass sie am Abend über sich hinauswachsen, größer als bei Profis?
Weigle: Ja, weil die Profis sich sowieso schon auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Die schlichte Emotion dagegen, wie man sie beim Chorsingen eben gerade für Choräle und dergleichen braucht, kommt bei einem Laienchor eher zum Tragen als bei Profis. Ich habe mehrfach so einen Bach-Choral wie »Wenn ich einmal soll scheiden« mit Profis probiert und vorbereitet. Nie ist er so gut gewesen wie mit meinem Philharmonischen Chor. Es gibt Momente, und das merkt das Publikum, da ist Professionalität eher hinderlich, weil sie bewirkt, dass das Ganze ziemlich kühl bleibt. Gerade in den schlichten Dingen gibt es für mich schwer erklärbare, aber merkliche Grenzen und Unterschiede zwischen Profis und Laien.

Bei einem Profichor sind die Bedingungen für eine Mitgliedschaft klar geregelt, bei einem Laienchor oftmals nicht. Wie ist das beim Philharmonischen Chor Berlin?
Weigle: Bei uns muss man ab dem Alter von 65 Jahren einmal jährlich vorsingen. Die einen scheuen dieses Vorsingen und verabschieden sich. Andere setzen sich ihm aus, und meistens führt es dazu, dass sie ein weiteres Jahr im Chor verbleiben. In beiden Fällen ist damit eine sehr selbstverständliche, unaufgeregte Art verbunden, sich eines Tages vom Chor zu trennen. Das ist eine Form von Chorhygiene, die in jedem Laienchor gepflegt werden sollte. Denn künstlerisch intensiv zu arbeiten, geht nur mit gesunden Stimmen. Dabei müssen das gar nicht vorrangig junge Stimmen sein. Mein Chor war mal im Durchschnittsalter fast schon zu jung geworden. Da lagen wir bei unter 39 Jahren.

Was ist das ideale Durchschnittsalter?
Weigle: Ideal sind 40 bis 42 Jahre, zumindest wenn man keinen Jugendchor, sondern einen philharmonischen Chor haben will. Dessen spezifischer Klang kann sich nach meiner Meinung nur erhalten, wenn der Chor so ausbalanciert ist, wie es sich in diesem Durchschnittsalter ausdrückt. Dann lässt sich das Klangideal, das man pflegen möchte, immer wieder problemlos herstellen.

Ich denke, die philharmonischen Chöre sollten ihre Zugehörigkeitskriterien klar definieren und ruhig auch Vorsingen veranstalten, und zwar sowohl für die, die in den Chor aufgenommen werden wollen, als auch in festgelegten Abständen für die, die dem Chor bereits angehören. Das halte ich für einen sehr guten Umgang miteinander, weil es alle in den gleichen Stand versetzt: Jeder weiß, dass die anderen durch die gleiche Prozedur aufgenommen worden sind, dass jedermann qua Prüfung dazugehört und nicht durch irgendwelche Beziehungen oder außermusikalische Dinge. Das ist für die Chorhygiene gut.

Sie sind ausgebildeter Orchesterdirigent. Sollte das nicht jeder Chorleiter sein?
Weigle: Unbedingt. Das ist auch der Grund, weshalb ich die Professur an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin angenommen habe, denn ich glaube, es gibt in diesem Bereich einige Notwendigkeiten in der Ausbildung. Außerdem weiß ich aus eigener Erfahrung, man sitzt vor allem in Deutschland zwischen den Stühlen: So lange man Orchester dirigiert, ist man Orchesterdirigent und wird von den Chören nicht angefragt. Leitet man einen Chor, ist man Chorleiter oder bestenfalls Chordirigent, für den sich aber die Orchester nicht interessieren. Es ist gar nicht so einfach, sein Leben als Dirigent zwischen diesen beiden Welten zu gestalten und zu sagen: Ich sehe mir die Chorsinfonik als Orchesterdirigent genauso an wie als Chordirigent; die Interpretationen, die ich haben will, erarbeite und forme ich mit dem Orchester genauso wie mit dem Chor. Leider gibt es viele Dirigenten, die sich nur mit dem Orchester befassen und hoffen, dass der Chor gut einstudiert ist, wie es auf der anderen Seite ebenso viele Chorleiter gibt, die sich an ihrem Chor erfreuen und wünschen, dass das Orchester selbständig mitspielt. Dann halte ich es für gerechtfertigt, dass Chorsänger über einen Orchesterdirigenten schimpfen, der sich nicht um sie kümmert, oder dass Orchestermusiker über einen Chordirigenten schimpfen, der sich nur mit den Sängern beschäftigt.

Wie haben Sie das Problem, zwischen den Stühlen zu sitzen, für sich gelöst?
Weigle: Gelöst habe ich es noch nicht, aber ich arbeite an der Hochschule daran, dass künftige Dirigenten dieses Spartendenken gar nicht mehr im Kopf haben. Ich selbst hatte bei meinen bisherigen Stationen das Glück, mehrmals in nahezu ideale Konstellationen zu geraten. Als Chefdirigent des Rundfunkchors in Leipzig konnte ich Sinfonie- und chorsinfonische Konzerte dirigieren. Vielleicht kam diese Aufgabe hinsichtlich meiner eigenen Entwicklung vier, fünf Jahre zu früh. Aber es war eine unglaublich lehrreiche Zeit, nicht zuletzt durch die intensiven Begegnungen mit Kurt Masur, Colin Davis, Wolf-Dieter Hauschild und Herbert Kegel. Das waren Dirigentenpersönlichkeiten, die mit Chören etwas anzufangen wussten, die Chöre motivieren konnten und gleichzeitig in der Orchesterarbeit sehr sattelfest waren. Da merkte ich, wo meine Defizite lagen.
Auch als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie hatte ich das Glück, mit dem Philharmonischen Chor ein leistungsfähiges Ensemble für die Chorsinfonik zur Verfügung zu haben. Ähnlich war es bei den Stuttgarter Philharmonikern, wo es ebenfalls einen Philharmonischen Chor gibt. Spätestens da wurde mir klar, dass meine Affinität sehr stark zur Chorsinfonik geht. Schon in Dresden hatten die chorsinfonischen Aufführungen mit zum Besten gezählt, was ich dort gemacht habe. Offensichtlich ist das eine Stärke von mir, noch dazu macht es mir großen Spaß, mit diesen Sachen zu tun zu haben - und dort auch die Orchesterarbeit einzubinden. Gelegentlich sagt man mir nach einem Konzert, der Chor wäre nicht genügend zu hören. Dann frage ich: Wie ist er denn zu hören? »Na ja«, kommt als Antwort, »der ist immer so mit drin.« Das ist wohl meine Klangvorstellung, dass die menschliche Stimme zur Orchesterfarbe mit dazu gehört. Zumindest bei den romantischen Werken, wo das Orchester seinen eigenen Part spielen muss und nicht nur Begleitung ist.

Wie ist es, wenn man jahrelang einen Profichor geleitet hat und dann mit einem Laienchor arbeiten muss?
Weigle: Man kann mit einem Laienchor ähnlich gute Ergebnisse erzielen wie mit einem Profichor. Nicht in der Quantität, weil die Stimmkraft der Profis, wie vorhin bereits gesagt, nicht einfach zu ersetzen ist. Das Forte eines Laienchors ist ein anderes, geringeres als das eines Profichors. Das muss man respektieren. Aber im Piano oder gar Pianissimo darf es keinen Unterschied geben, da muss ein Laienchor genauso gut wie ein Profichor sein. Das ist anstrengend, und weil es das ist, wird es auch von den Profichören und den Orchestern nicht so sehr gemocht, piano zu musizieren. Umso mehr kann ein Laienchor punkten, wenn er das beherrscht, wenn er etwa im Brahms-Requiem das erste »Selig« mit einem traumschönen Piano beginnt - vorausgesetzt, das Orchester hat die Einleitung zuvor genauso traumschön hingelegt.

Interview: Claudius Böhm