Gregor Meyer

Gregor Meyer studierte in Leipzig Chorleitung und Kirchenmusik. Als Leiter des GewandhausChores arbeitet er eng mit den jeweiligen Gewandhauskapellmeistern, aber auch immer wieder mit renommierten Gastdirigenten, darunter Trevor Pinnock, Kent Nagano, Dennis Russel Davies, Stefan Asbury, Andrew Manze, Daniele Gatti, Omer Meir Wellber oder Andrés Orozco-Estrada, zusammen. Darüber hinaus konzipiert er regelmäßig innovative Programme, die nicht selten die Grenzen des klassischen Konzertrepertoires und Formates überschreiten. So entstanden beispielsweise »A Tribute to Ray Charles« (zusammen mit Nils Landgren), »Volkslieder von Friedrich Silcher im Neuen Gewand« (mit L’art de passage), »Ströme« (mit Martin Kohlstedt), die soziokulturellen Projekte »Schlachtfeld der Seele« mit Bundeswehrsoldaten und »Der Stumme Krieg« mit Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, Bachs »Markuspassion« mit barrierefreiem Zugang für Gehörlose oder die musikalisch-literarischen Programme »Apokalypse« (mit Katharina Thalbach) und »Die Leiden des jungen Brahms«. Auch als Komponist und Arrangeur tritt Gregor Meyer immer wieder in Erscheinung. Großen Erfolg hatte zuletzt seine Fassung von Schuberts Winterreise für Bariton, Chor und Klavier.

Bereits vor Beginn seiner Tätigkeit am Leipziger Gewandhaus arbeitete Gregor Meyer als Chordirigent mit Ensembles unterschiedlicher Größe und Ausrichtung. Von 1999 bis 2017 leitete er das von ihm gegründete Vocalconsort Leipzig, rief 2011 die Solistenformation Opella Musica ins Leben und pflegt seit 2014 mit dem Ensemble 1684 verstärkt das Repertoire von Johann Rosenmüller. Für einzelne Projekte ist er immer wieder auch bei anderen renommierten Chören zu Gast, zuletzt beim Chor der Oper Leipzig und beim RIAS Kammerchor. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn außerdem mit dem historisch orientierten Orchester camerata lipsiensis. Neben einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland belegen zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen sein künstlerisches Schaffen. Aktuell engagiert sich Meyer unter anderem für die Wiederentdeckung des Komponisten Johann Kuhnau mit einer Gesamteinspielung seiner Kantaten bis 2021.