Gregor Meyer

Gregor Meyer studierte in Leipzig Chorleitung und Kirchenmusik. Als Leiter des GewandhausChores arbeitet er seit 2007 eng mit den jeweiligen Gewandhauskapellmeistern, aber auch mit renommierten Gastdirigenten, darunter Trevor Pinnock, Kent Nagano, Dennis Russell Davies, Stefan Asbury, Andrew Manze, Daniele Gatti, Omer Meir Wellber, Andrés Orozco-Estrada, Dmitri Jurowski, Manfred Honeck und Alan Gilbert zusammen. Darüber hinaus konzipiert er regelmäßig innovative Programme, die nicht selten die Grenzen des klassischen Konzertrepertoires und -formates überschreiten. So entstanden beispielsweise soziokulturelle Projekte mit Bundeswehrsoldaten und Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, Bachs Markuspassion mit barrierefreiem Zugang für Gehörlose, die musikalisch-literarischen Programme Apokalypse (mit Katharina Thalbach), Die Leiden des jungen Brahms (mit Katharina und Anna Thalbach) oder Gesang der Engel (mit Nellie Thalbach) und zuletzt Wege zum Kreuz – ein Programm, gemeinsam entwickelt mit dem Jazzpianisten Jonas Timm, das sich mit dem Verhältnis des Menschen zu Tod und Sterben auseinandersetzt. In der Saison 2024/2025 beleuchten gleich mehrere Konzerte des GewandhausChores verschiedene Aspekte von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Bereits vor Beginn seiner Tätigkeit am Leipziger Gewandhaus arbeitete Gregor Meyer als Chordirigent mit Ensembles unterschiedlicher Größe und Ausrichtung. Von 1999 bis 2017 leitete er das von ihm gegründete Vocalconsort Leipzig, rief 2011 die Solistenformation Opella Musica ins Leben und pflegt seit 2014 mit dem Ensemble 1684 verstärkt das Repertoire von Johann Rosenmüller. Für einzelne Projekte ist er immer wieder auch bei anderen renommierten Chören zu Gast, u. a. beim Chor der Oper Leipzig, beim MDR Rundfunkchor und regelmäßig beim RIAS Kammerchor – hier seit Beginn der aktuellen Saison als fester künstlerischer Assistent. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem auf historische Aufführungspraxis spezialisierten Orchester camerata lipsiensis.

Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Chor- und Ensembleleiter tritt Gregor Meyer auch immer wieder als Komponist und Arrangeur in Erscheinung. Großen Erfolg hatte seine Fassung von Schuberts Winterreise für Bariton, Chor und Klavier bzw. zwei Akkordeons. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen belegen sein künstlerisches Schaffen. So wurden zuletzt u. a. eine Gesamteinspielung der Kantaten Johann Kuhnaus unter Meyers Leitung, seine Fassung der Winterreise, eine Aufnahme von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 für zwei Klaviere, Soli, Trompete und Chor sowie eine Orgel-CD, die beiden letzteren mit Meyer als Klavier- bzw. Orgelsolist, veröffentlicht.

19 Uhr
Mendelssohn-Saal

Wir öffnen die Bühne für Wünsche, Träume, Gefühle und Missverständnisse aller Art.

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Social Media kann pushen, verbinden und inspirieren. Und manchmal auch ziemlich stressen. CLASH!? – Mein Traum von Social Media schaut genau dahin, wo Selbstdarstellung, Sehnsucht, Vergleich und…

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Social Media kann pushen, verbinden und inspirieren. Und manchmal auch ziemlich stressen. CLASH!? – Mein Traum von Social Media schaut genau dahin, wo Selbstdarstellung, Sehnsucht, Vergleich und Missverständnisse aufeinandertreffen.

Das Konzert am 16. April um 19 Uhr bildet den krönenden Abschluss eines Projekts mit vorangegangenen Workshops und Wettbewerb. Auf der Bühne kommen die Themen zusammen, die Jugendliche heute wirklich bewegen.

Gemeinsam mit dem Kinderchor, Karl die Große & Band sowie sächsischen Schülerinnen und Schülern entsteht ein Abend voller Stimmen, Perspektiven und Gefühle. Es geht um Wünsche, Träume, Unsicherheiten, Missverständnisse und um die vielen Stimmen, die gehört werden wollen.

18 Uhr
Mendelssohn-Saal

Werke von Johannes Weyrauch

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Liebe ist kein einheitlicher Begriff. Sie zeigt sich religiös und weltlich, familiär und zwischen Menschen, in der Natur, zur Heimat ebenso wie im Inneren. Das Konzert »Von der Liebe« nähert sich…

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Liebe ist kein einheitlicher Begriff. Sie zeigt sich religiös und weltlich, familiär und zwischen Menschen, in der Natur, zur Heimat ebenso wie im Inneren. Das Konzert »Von der Liebe« nähert sich diesem Thema mit einer großen stilistischen und inhaltlichen Bandbreite. Im Zentrum steht  Johannes Weyrauchs Werk »Eine Kantate von  der Liebe« für gemischten Chor, Streicher und Orgel. Ergänzt wird sie durch Chormusik u. a. von John Dowland, Johannes Brahms, Benjamin Britten, Paul Hindemith, Eric Whitacre und dem
Chorarrangement eines Björk Songs.
Die Vielfalt der Werke spiegelt, wie unterschiedlich Liebe gedacht, geglaubt und empfunden werden kann. Geistliche Texte stehen neben populären Klangsprachen, Altes begegnet Neuem. Frank-Steffen Elster empfindet die Arbeit mit jungen Stimmen als »natürliche Klarheit, ehrlich, direkt und von innen heraus«. Vieles, was Erwachsene erst wieder freilegen müssen, ist hier noch selbstverständlich, »unbelasteter und wenig verstellt«. Gerade deshalb entfalten Texte über Liebe in dieser Besetzung eine besondere Unmittelbarkeit.

19.30 Uhr
Großer Saal

Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johann Sebastian Bach, Johann Philipp Kirnberger, Johann Adam Reincken, Anonymus, Kent Burton, Arvo Pärt, Franz Liszt, Heinrich Schütz

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Alle kennen den Pop-Hit »By the Rivers of Babylon« von Boney M. Sein Ursprung jedoch liegt in einem der eindringlichsten Texte der Bibel: Psalm 137. Dieses Klagelied schildert die Sehnsucht des…

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Alle kennen den Pop-Hit »By the Rivers of Babylon« von Boney M. Sein Ursprung jedoch liegt in einem der eindringlichsten Texte der Bibel: Psalm 137. Dieses Klagelied schildert die Sehnsucht des jüdischen Volkes im babylonischen Exil nach seiner verlorenen Heimat. Im Jahr 586 v. Chr. wurde Jerusalem von den Babyloniern unter Nebukadnezar II. erobert und weitgehend zerstört. Über Jahrhunderte hinweg hat dieser Text Komponisten bewegt – von barocken Psalmvertonungen bis in die Gegenwart. Auf Initiative von Gewandhausorganist Michael Schönheit entstand dieses besondere Orgel-Chorkonzert zum Pfingstsonntag. Chor- und Orgelwerke von Johann Adam Reincken, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Gewandhauskomponist Arvo Pärt begegnen Spirituals und der bekannten Popversion.

16 Uhr
Mendelssohn-Saal

Frank-Steffen Elster — Von Zwergen, Riesen und Kindern - Eine Kinderoper frei nach einem Kunstmärchen von Oscar Wilde

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Märchen erzählen von menschlichen Schwächen, von Eitelkeit, Einsamkeit, Hoffnung und Veränderung. Die Kinderoper mit dem GewandhausKinderchor »Von Zwergen, Riesen und Kindern«, frei nach drei…

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Märchen erzählen von menschlichen Schwächen, von Eitelkeit, Einsamkeit, Hoffnung und Veränderung. Die Kinderoper mit dem GewandhausKinderchor »Von Zwergen, Riesen und Kindern«, frei nach drei Kunstmärchen von Oscar Wilde, bringt diese Themen in eine  heutige Bildwelt. Das Stück entstand 2017 als Auftragswerk des Gewandhauses und wird 2026 in einer Neuinszenierung gezeigt. Nicht ganz zufällig ist der zweite Aufführungstag der 50. Geburtstag von Chorleiter Frank-Steffen Elster, der dieses Projekt zu einem seiner liebsten zählt und die Musik dazu schrieb. Auf verschiedenen Erzählebenen – es gibt Tiere, Kinder, Zwerge, einen Riesen und ein geheimnisvoll-hinterfragendes Mädchen – begeben wir uns mit sehr bildhafter, programmatischer Musik in verschiedene Stimmungen und Szenen. Für Kinder ist die zauberhafte Geschichte sehr klar miterlebbar, und je tiefer man in die einzelnen Schichten und Metaebenen des Stückes eintaucht, umso mehr öffnen sich Metaphern und Verbindungen zum Paradies als einem bunten, belebten Garten, zu Weisheit, Gut und Böse, Ausgrenzung und Miteinander, Moral und Erkenntnis.
 

16 Uhr
Mendelssohn-Saal

Frank-Steffen Elster — Von Zwergen, Riesen und Kindern - Eine Kinderoper frei nach einem Kunstmärchen von Oscar Wilde

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Märchen erzählen von menschlichen Schwächen, von Eitelkeit, Einsamkeit, Hoffnung und Veränderung. Die Kinderoper mit dem GewandhausKinderchor »Von Zwergen, Riesen und Kindern«, frei nach drei…

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Märchen erzählen von menschlichen Schwächen, von Eitelkeit, Einsamkeit, Hoffnung und Veränderung. Die Kinderoper mit dem GewandhausKinderchor »Von Zwergen, Riesen und Kindern«, frei nach drei Kunstmärchen von Oscar Wilde, bringt diese Themen in eine  heutige Bildwelt. Das Stück entstand 2017 als Auftragswerk des Gewandhauses und wird 2026 in einer Neuinszenierung gezeigt. Nicht ganz zufällig ist der zweite Aufführungstag der 50. Geburtstag von Chorleiter Frank-Steffen Elster, der dieses Projekt zu einem seiner liebsten zählt und die Musik dazu schrieb. Auf verschiedenen Erzählebenen – es gibt Tiere, Kinder, Zwerge, einen Riesen und ein geheimnisvoll-hinterfragendes Mädchen – begeben wir uns mit sehr bildhafter, programmatischer Musik in verschiedene Stimmungen und Szenen. Für Kinder ist die zauberhafte Geschichte sehr klar miterlebbar, und je tiefer man in die einzelnen Schichten und Metaebenen des Stückes eintaucht, umso mehr öffnen sich Metaphern und Verbindungen zum Paradies als einem bunten, belebten Garten, zu Weisheit, Gut und Böse, Ausgrenzung und Miteinander, Moral und Erkenntnis.

19 Uhr
Museum der bildenden Künste

Werke von Arvo Pärt, Cyrillus Creek, Veljo Tomis, Galina Grigorjeva

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Estland gilt als Land der Chöre. Stille, Kontemplation und eine tiefe Verbindung von Text und Klang prägen diesen Chorraum. »Astonishing Estonia« präsentiert neben der Chormusik des im Fokus stehenden…

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Estland gilt als Land der Chöre. Stille, Kontemplation und eine tiefe Verbindung von Text und Klang prägen diesen Chorraum. »Astonishing Estonia« präsentiert neben der Chormusik des im Fokus stehenden Gewandhauskomponisten Arvo Pärt auch weitere Werke von Cyrillus Creek, Galina Grigorjeva und Veljo Tormis. Von letzterem erklingt eine lautmalerische, tragische Vertonung des Schiffunglücks der Ostseefähre »Estonia«, die am 28. September 1994 auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Insel Utö sank. Mit 852 Opfern ist ihr Untergang das schwerste Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. Der GewandhausChor unter der Leitung von Gregor Meyer wird ergänzt durch das Jazz-Duo Stiehler/Lucaciu mit Sascha Stiehler am Klavier und Antonio Lucaciu am Saxofon. Die Chorwerke bieten den beiden Musikern Improvisationsmaterial, das wiederum die Chorstücke miteinander verzahnt. Der Konzertort, das Museum der bildenden Künste, öffnet einen besonderen Resonanzraum für Musik, Architektur und Akustik.