19.30 Uhr
Großer Saal

Ein schauspielerisches Gipfeltreffen der Extraklasse wirft seine Schatten voraus. Die Oscar-nominierte Schauspielerin Sandra Hüller und der Träger des Iffland-Ringes Jens Harzer finden sich für ein…

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Preise: 66,65/60,90/58,60 EUR (inkl. VVK-Gebühr)

Veranstalter: Känguruh Production Konzertagentur GmbH

Ein schauspielerisches Gipfeltreffen der Extraklasse wirft seine Schatten voraus. Die Oscar-nominierte Schauspielerin Sandra Hüller und der Träger des Iffland-Ringes Jens Harzer finden sich für ein exklusives literarisches Projekt zusammen. Gemeinsam widmen sie sich Heinrich von Kleists

historischem Ritterspiel „Das Käthchen von Heilbronn“. Unter dem bezeichnenden Titel „Verliebt ja wie ein Käfer“ erwecken die beiden Ausnahmetalente Kleists sprachgewaltiges Drama über bedingungslose Liebe, Besessenheit und Schicksal im Rahmen einer feinsinnigen Lesung zu neuem Leben.

 

Mit Sandra Hüller („Project Hail Mary“, „Rose“, „Vaterland“, „Anatomie eines Falls“) und Jens Harzer (Berliner Ensemble, „Babylon Berlin“) treffen zwei der prägendsten Stimmen der zeitgenössischen deutschen Theater- und Filmlandschaft aufeinander. Beide sind bekannt für ihre psychologische Tiefenschärfe und ihre Fähigkeit, komplexe literarische Texte emotional hochpräzise zu durchdringen.

Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ zählt zu den faszinierendsten und rätselhaftesten Stücken der deutschen Romantik. Im Zentrum steht die junge Käthchen, deren unerklärliche, hypnotische Liebe zum Grafen vom Strahl alle gesellschaftlichen Konventionen und rationalen Erklärungen sprengt.

Hüller und Harzer spüren in ihrer Lesung den Bruchlinien zwischen blindem Vertrauen, gesellschaftlichen Zwängen und der poetischen Wucht des Originals nach … all das virtuos mit Momenten von subtiler, humorvoller Leichtigkeit.

 

Sandra Hüller – Von München auf die Weltbühne des Films. Die 1978 in Thüringen geborene Sandra Hüller gehört heute zu den weltweit erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Nach ihrer Ausbildung an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ prägte sie über Jahre hinweg das Ensemble der Münchner Kammerspiele und des Theaters in Basel.

 

Ihr internationaler Durchbruch im Kino ist beispiellos: Nach dem Welterfolg von Toni Erdmann (2016) schrieb sie im Jahr 2024 Kinogeschichte. Für ihre Hauptrolle in Anatomie eines Falls wurde sie mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet und für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert.

Parallel brillierte sie im oscarprämierten Drama The Zone of Interest. Aktuell zu sehen in den international prämierten Filmen Rose, Fatherland oder Der Astronaut- Project Hail Mary an der Seite von Ryan Gosling.

 

Jens Harzer (geboren 1972 in Wiesbaden) absolvierte seine Ausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und gehörte anschließend 16 Jahre lang zum legendären Ensemble von Dieter Dorn – zunächst an den Münchner Kammerspielen, später am Bayerischen Staatsschauspiel. Von 2009 bis 2025 war er fester Bestandteil und prägendes Mitglied des Ensembles am Thalia Theater in Hamburg. Zur Spielzeit 2025/26 wechselte er ans Berliner Ensemble und feierte dort ein fulminantes, vielbeachtetes Debüt mit dem Soloabend „De Profundis“. Aktuell ebenfalls auf dieser Bühne zu sehen im Stück „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ von Peter Handke als Übernahme von den Salzburger Festspielen.

 

Seit 2019 ist Jens Harzer der Träger des Iffland-Ringes, der höchsten Auszeichnung für Bühnenkünstler im deutschsprachigen Raum, die er testamentarisch von Bruno Ganz übernahm. Neben seiner beispiellosen Bühnenpräsenz überzeugt er regelmäßig in ausgewählten, anspruchsvollen Film- und Fernsehproduktionen (u. a. Babylon Berlin).