Guido Mattausch

Guido Mattausch (*1980) stammt aus dem mittelsächsischen Döbeln. In Leipzig studierte er Anglistik und Schulmusik mit Hauptfach Klavier bei Gerhard Erber. Nach dem Ersten Staatsexamen absolvierte er ein Studium im Fach Chordirigieren bei Christian Fischer. Darüber hinaus ergänzte er seine Ausbildung durch Meisterkurse u.a. bei Mats Nilsson und Morten Schuldt-Jensen.

Mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche ohne spezielle musikalische Voraussetzungen für das Chorsingen zu begeistern, baute Guido Mattausch als Musiklehrer an einem Hallenser Gymnasium in den vergangenen Jahren ein Chorklassenprofil auf. Daneben ist er beim Leipziger GewandhausKinderchor als Leiter der Nachwuchschöre für die wöchentlichen Proben und die musikalische Grundausbildung verantwortlich. Von 2008 bis 2010 leitete er an der Freien Grundschule „Clara Schumann“ zudem mehrere Chorklassen und war beim Stadtsingechor zu Halle als Chorleitungsassistent tätig. Vorträge und Workshops zu didaktischen und methodischen Aspekten der Chorpädagogik ergänzen sein Tätigkeitsprofil.

Guido Mattausch sang im GewandhausChor sowie in verschiedenen anderen semiprofessionellen Ensembles unter Leitung namhafter Chordirigenten wie Morten Schuldt-Jensen, Howard Arman, Grete Pedersen oder Gunnar Eriksson. Von 2007 bis 2018 war er künstlerischer Leiter des ensemble avelarte Leipzig, mit dem er mit einem stilistisch breitgefächerten Repertoire und ausgefallenen, teils intermedialen Programmkonzeptionen vor allem in Mittel- und Norddeutschland präsent war. 2017 leitete er in Leipzig das Gründungsprojekt des BundesSchulMusikChores sowie 2019 dessen 3. Arbeitsphase in Lübeck.

19.30 Uhr
Großer Saal

Hans Gál — De profundis op. 50 – Kantate für Soli, Chor und Orchester

zurück

»Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir«. So beginnt Psalm 130, und sein lateinischer Anfang »De profundis« ist seither ein Sinnbild für den Schrei aus dem Innersten der Seele. Oscar Wilde gab seinem…

weiterlesen

»Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir«. So beginnt Psalm 130, und sein lateinischer Anfang »De profundis« ist seither ein Sinnbild für den Schrei aus dem Innersten der Seele. Oscar Wilde gab seinem berühmten Gefängnisbrief diesen Namen, Liszt und Pärt vertonten ihn und Hans Gál wählte ihn als Titel für eine Kantate, die von Ahnung und Abgrund erzählt. Der österreichische Komponist jüdischer Herkunft schrieb das Werk 1936/37, als sich über Wien bereits der Schatten des Nationalsozialismus ausbreitete und er spürte, dass die Welt, in der er lebte und arbeitete, gerade zerbrach. Zwei Jahre später floh er ins Exil. Diese Ahnung trägt das Werk in sich. Gál vertonte keine Psalmen, sondern deutsche Barockgedichte, Texte also aus jener Epoche, die Vergänglichkeit, Schmerz und Gottvertrauen in einem Atemzug erfasste. Fünf Sätze,fünf Stimmungen: von dunkel grübelnder Schwere bis zu einem Licht, das sich nur langsam Bahn bricht. Der Gewandhaus-Chor widmet sich gemeinsam mit dem Jugendchor des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau diesem zu Unrecht vergessenen Werk für Soli, Chor und Orchester.

18 Uhr
Mendelssohn-Saal

Ein Programm mit Kinderchor-Klassikern, Herzensstücken und Musik, die wir erst vor kurzem liebgewonnen haben.

18 Uhr
Großer Saal

Nils Lindberg — Requiem

Konzerteinführung mit Paula Rösner um 17.15 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 18 EUR
Flexpreise: 20 EUR
Ermäßigung für Berechtigte

In Kooperation mit

Gefördert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig