Res severa verum gaudium. Wahre Freude ist eine ernste Sache.

Wir vermitteln Musik zur Freude der Menschen. Unser Anspruch ist höchste Qualität, die Pflege unserer Tradition und die Verpflichtung zu Neuem. Dies leben wir glaubwürdig, ernsthaft und nachhaltig.

Aufgabe und Gegenstand des Gewandhauses zu Leipzig sind die

  • Pflege und Förderung des städtischen Musik- und Konzertlebens, wie es sich aus den Traditionen der Wirkungs- und Standorte ergibt.
  • Beschäftigung und Unterhaltung des Gewandhausorchesters, des Gewandhausorganisten und der Gewandhauschöre für eigene Veranstaltungen und Gastspiele.
  • Bespielung der Oper Leipzig durch das Gewandhausorchester und Aufführung von Kantaten in der Thomaskirche gemeinsam mit dem Thomanerchor.
  • Durchführung von kammermusikalischen Konzerten mit den Ensembles des Gewandhausorchesters, sowie Konzerte unterschiedlicher Genres mit Gästen und Gastensembles in gewandhauseigener Regie.
  • musikvermittelnden Aktivitäten jeglicher Art.
  • Betreibung des Neuen Gewandhauses als Konzert- und Veranstaltungsstätte.

Tradition erhalten und begründen. Exzellenz leben. Werte schaffen. Identität stiften.

Wir wollen erreichen,

  • dass unser Gewandhausorchester als erfolgreiche Weltmarke für künstlerische Exzellenz steht,
  • dass sich unser Gewandhaus mit einem exzellenten Konzertangebot international profiliert,
  • dass unser Gewandhaus ein nachgefragter sowie moderner Veranstaltungsort ist

und damit den internationalen Ruf der Musikstadt Leipzig nachhaltig prägt.

Res severa verum gaudium. Wahre Freude ist eine ernste Sache.

Dieser Spruch begleitet das Gewandhausorchester seit 1781. Im ersten Gewandhaus stand er an der Stirnseite des Konzertsaals, im zweiten Gewandhaus prangte er an der Fassade über dem Haupteingang. Im heutigen Gewandhaus am Augustusplatz ist der Leitspruch am Orgelprospekt im Großen Saal angebracht.*

* Die Sentenz »Res severa verum gaudium« stammt aus den Briefen an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), die der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca vor knapp 2000 Jahren verfasst hat. Der 23. Brief kreist um das Thema wahre Lebensfreude. Es heißt darin:

»Ich will, dass es Dir niemals an Freude fehle. Ich will, dass sie Dir zu Hause erwachse: Sie erwächst dort, vorausgesetzt nur, dass sie in Deinem eigenen Innern erzeugt wird. Andere Formen des Frohsinns füllen das Herz nicht aus, sie glätten nur die Stirn, sind oberflächlich, es sei denn, Du glaubst, es freue sich, wer lacht: der Geist soll munter sein, zuversichtlich und über alles erhaben. Glaub mir, wahre Freude ist eine ernste Sache.«

Aus dem Lateinischen übersetzt von Franz Loretto. Zitiert nach Lucius Annaeus Seneca: Briefe an Lucilius, hrsg. von Marion Giebel , Reclam 2014. Mit freundlicher Genehmigung des Reclam Verlags.