19.30 Uhr
Großer Saal

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.

Werke von Arvo Pärt, Philip Glass, Mieczysław Weinberg

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OST & WESTOrient & Occident entstand 2000 im Auftrag der Berliner Festspiele. Dort wurde es vom Litauischen Kammerorchester am 30. September unter Saulius Sondeckis aus der Taufe gehoben. Es ist…

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Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck

Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.
Abos: VARIO, Serie I

Präsentiert von

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

OST & WEST
Orient & Occident entstand 2000 im Auftrag der Berliner Festspiele. Dort wurde es vom Litauischen Kammerorchester am 30. September unter Saulius Sondeckis aus der Taufe gehoben. Es ist diesen ersten Interpreten gewidmet, mit denen der Komponist oft zusammenarbeitete. Die Erstaufführung in Estland bestritt am 21. Januar 2001 die Kremerata Baltica. Die Komposition nimmt Bezug auf das Nizänische Credo im Kirchenslawisch, das – oft unisono oder schlicht harmonisiert – instrumental deklamiert wird. Das Glaubensbekenntnis verbindet Ost- und Westkirche, und die Musik vermengt – so heißt es – orientalische und okzidentale Klanglichkeit.

VIOLINE & VIOLONCELLO
Um für Streicher schreiben zu können, hatte Glass während seines Studiums eigens Unterricht im Violinspiel bei einer Kommilitonin genommen. 2010 erhielt er den Auftrag des Niederländischen Tanztheaters, den er mit einem Doppelkonzert für Violine und Violoncello erfüllte, um dem »Pas de deux« der Haupttänzer zu entsprechen. Es besteht aus vier zeitlos-wohltönenden Duetten, die drei Orchester-Sätze einfassen. Am 22. April 2010 gelangte es zur Uraufführung. Das Residentie Orkest unter Jurjen Hempel musizierte mit Cecilia Bernardini und Maarte-Maria den Herder. Auch Gidon Kremer, der in dieser Konzertwoche seinen 80. Geburtstag feiert, reihte sich mehrfach unter die Interpreten.

KREMER & WEINBERG
Sowohl Gidon Kremer als auch Mirga Gražinytė-Tyla machten sich um die Wiederentdeckung des Schaffens von Mieczysław Weinberg verdient. Die 1. Sinfonie wurde zum biografischen Schlüsselstück für Weinberg und seinen weiteren Werdegang. Die Partitur gelangte aus Taschkent, wohin Weinberg aus Warschau über Minsk vor den Nationalsozialisten geflohen war, zu Dmitri Schostakowitsch nach Moskau, der sich fortan für den Kollegen einsetzte, engen künstlerischen Austausch pflegte und neue Werke gemeinsam mit ihm vierhändig am Klavier erprobte. Weinbergs traditioneller Viersätzigkeit folgende Sinfonie ist der Roten Armee gewidmet, die ihn vor Hitlers Truppen bewahrte.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026.