19 Uhr
Thomaskirche

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026. Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card

Johann Sebastian Bach — Matthäus-Passion BWV 244

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EIN ANFANGVor gut 2000 Jahren starb im römisch verwalteten Jerusalem Jesus von Nazareth, in dem Christen den Sohn Gottes und ihren Messias erkennen, den grausamen Tod eines Volksverhetzers am Kreuz.…

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Preise: 95/75/60/45 EUR
Flexpreise: 105/83/66/50 EUR
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Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026. Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

EIN ANFANG
Vor gut 2000 Jahren starb im römisch verwalteten Jerusalem Jesus von Nazareth, in dem Christen den Sohn Gottes und ihren Messias erkennen, den grausamen Tod eines Volksverhetzers am Kreuz. Der Glaube seiner Anhänger war so groß, dass sie selbst in dieser Hinrichtung das Heilsgeschehen Gottes verwirklicht sahen und sein Sterben mit der Hoffnung auf Erlösung und ewiges Leben verbanden. In den folgenden Jahrzehnten fixierten, deuteten und verbreiteten Schriften wie das Matthäus-Evangelium die Geschehnisse aus Sicht früher Anhänger. Was in kleinen Gruppen im Untergrund begann, wurde zu einer weltweiten Bewegung, deren Mitglieder zur Ehre Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes unvergängliche Werke schufen, gewaltige Kathedralen errichteten und überwältigende Musik komponierten.

EINE STATION
Teil dieser Bewegung war Johann Sebastian Bach, der seine Mission darin erblickte, den Menschen das Unbegreifliche ergreifend werden zu lassen. Seine Musik beflügelt den Geist, stiftet Gemeinschaft, lässt nüchterne Berichte aus ferner Zeit zu gegenwärtig Erlebtem und Empfundenem werden. Vor 300 Jahren – am Karfreitag, dem 11. April 1727 – ist seine Matthäus-Passion erstmals erklungen: in der Leipziger Thomaskirche mit den doppelchörig singenden Thomanern und mit zwei Instrumentalensembles aus Musikern, die in der Vorgeschichte des 1743 begründeten Großen Concerts eine Rolle spielten.

KEIN ENDE
Bach selbst führte die Passion noch mehrfach auf. Nach seinem Tod wurde es still um das Werk. Doch wieder fanden sich Menschen, die an die Unsterblichkeit seiner Werke glaubten und dafür sorgten, dass weder der Komponist noch sein Schaffen in Vergessenheit gerieten. 100 Jahrenach Bach verwirklichte Felix Mendelssohn Bartholdy 1829 in Berlin eine bann- und bahnbrechende Aufführung – wenngleich unvollständig und für seine Zeit zurechtgebogen. Auch in Leipzig rief er die Matthäus-Passion ins Musikleben zurück. Bis heute entfaltet das Werk seine Wirkung und verweist auf Zeitloses hinter dem Zeitlichen.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann

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