17 Uhr
Thomaskirche

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026. Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card

Johann Sebastian Bach — Weihnachts-Oratorium BWV 248 (Kantaten 1 bis 6)

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UNBESCHREIBLICHES BESCHREIBENDem Weihnachtswunder sind keine Worte gewachsen, und Begriffe für Bachs unbegreiflichen weihnachtsfestkreisenden Kantatenzyklus von 1734 wollen eigens ersonnen sein.…

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Preise: 125/110/100/80 EUR
Flexpreise: 138/121/110/88 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026. Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card

Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig

UNBESCHREIBLICHES BESCHREIBEN
Dem Weihnachtswunder sind keine Worte gewachsen, und Begriffe für Bachs unbegreiflichen weihnachtsfestkreisenden Kantatenzyklus von 1734 wollen eigens ersonnen sein. Himmelherrscherliche Vorfreudenfanfaren bereiten der 1. Kantate die Bahn, zionzärtlich umschmeichelt die Oboe den Empfangsarienalt und die Trompete eilt dem starkköniglichen Bass voraus. Durch die pastoralpräludierende Engelchorlandschaft eilen zum 2. Teil in Oboenwolle gehüllte Hirten daher. Flinkflötende Hirtenhektik trifft unmittelbar auf ruhgenießenden Altschlaf. Ein- und ausgangs der dritten Kantate strömt chorlinienförmiges Koloraturlallen und straft das »matte Gesänge« verheißende Libretto Lügen. Die Hirten fugieren nun durch Tonleitertäler und -hügel gen Bethlehem. Mitleid und Erbarmen besingen mit langem dacapo- Atem Sopran und Bass, bevor eine wunderselige Solovioline der Altistin Herzensgesellschaft leistet.

GOLDHAAR ENGELS FROHLOCKENWICKLER
In der wohlig hornwarmen vierten Kantate zerflößen Sopran und Oboe zu jafragender Echokammermusik. Der melismenmutige Tenor wirft sich mit Verve ins Violingetümmel für seinen Heiland. Den chorreichen fünften Oratorienteil durchflutet sternleuchtendes, passionsvisionäres Dreikreuzdur, das Erlöserlicht bis in ferne Lande und tiefste Herzen sendet. Den einzigen Dreigesang birgt diese kleinodkostbare Kantate; über das altistische Schweigegeheiß synkopiert die Solovioline mitteilsam hinweg. Zum Erscheinungsfestfinale kommen drei Könige zur Krippe herbeigesungen. Der falsche Bassherodes beschert uns mit seinem Versuch, sie als Weihräuchermännchen zu streichinstrumentalisieren, ein sopranhysterisches Rezitativ mit betörender, suggestiv spitztöniger Winkarie. Erfolgreich setzt der Tenor sich mit Holzbläserharnisch und Dissonanzdolch gegen stolzschnaubende Fagottfeinde zur Wehr, sodass der Chor abschließend trompetentrunken
die Todteufelhöllenüberwindung jubelschmettern kann.

Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann

Vorverkauf für Abonnenten und GHO Card Inhaber ab 13. Juni 2026. VVK Start ab 27. Juni 2026. Keine Ermäßigung im Rahmen der Gewandhausorchester Card