Manege frei! Das bekannte Pantomimen-Duo Bodecker & Neander und ein Klaviertrio aus Musikerinnen und Musikern des Gewandhausorchesters laden zu einer bunten Reise in die zauberhafte Welt des Zirkus…
Preise: 14 EUR
Flexpreise: 15 EUR
Ermäßigung für Berechtigte, Kinder bis 12 Jahre 7 EUR
Mit freundlicher Unterstützung von
Mit freundlicher Unterstützung von ((LOGO Sparkasse))
Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig
Manege frei! Das bekannte Pantomimen-Duo Bodecker & Neander und ein Klaviertrio aus Musikerinnen und Musikern des Gewandhausorchesters laden zu einer bunten Reise in die zauberhafte Welt des Zirkus ein. Hier schlagen Clowns, Träume und Ideen Purzelbäume, und die Musik bringt die Manege zum Leuchten. Wo Worte fehlen, erzählen Gesten Geschichten – mal leise und poetisch, mal kraftvoll und voller Witz – während die Klänge ganze Bildwelten entstehen lassen. So öffnet sich eine Welt, in der selbst die Zeit kurz den Atem
anhält und die Magie der Stille zum Staunen einlädt. Ein vergnügliches Erlebnis voller Humor, Poesie und Musik – empfohlen für Kinder ab 5 Jahren und für alle, die noch gerne staunen, lachen und träumen.
HALS UND KOPFEs musste mal wieder schnell gehen: Mozart hatte beim Zwischenstop in Linz für ein Konzert am 4. November 1783 keine Sinfonie bei der Hand. Da schüttelte er einfach eine aus dem Ärmel.…
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos:
Serie III
Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig
HALS UND KOPF Es musste mal wieder schnell gehen: Mozart hatte beim Zwischenstop in Linz für ein Konzert am 4. November 1783 keine Sinfonie bei der Hand. Da schüttelte er einfach eine aus dem Ärmel. Weil ich keine einzige Simphonie bey mir habe, so schreibe ich über hals und kopf an einer Neuen, erfuhr sein Vater. Und was für eine. Wenige Tage genügten für eine halbe Stunde Musik für die Ewigkeit. Ich kann jeden verstehen, dem die Höhe der Kunst unter solchen Bedingungen nicht ganz geheuer ist. Mozart macht keinen Hehl daraus, welche Heroen er verehrte – Händel etwa – und überwältigt zugleich mit Klängen, die himmelweit hinter sich lassen, was die Musikwelt bis dato gehört hat. Allein schon die Einleitung rechtfertigt, dass Sinfonik alsbald prädestiniert für den Ausdruck des Großen, des Feyerlichen und Erhabenen vorzüglich geschikt erschien, wie Lexikograph Sulzer in Leipzig konstatierte, wo Mozarts Musik früh auf fruchtbaren Boden fiel.
HAND UND FUSS Die »Linzer« ist die letzte vor jenen vier allerletzten Sinfonien, die gut drei Jahre später von der »Prager« eröffnet werden. Eine Wiener Akademie im Advent 1786 mag den Anlass für die Komposition gegeben haben. Den Namen erhielt die Sinfonie jedoch von ihrer Darbietung am 19. Januar 1787 in Prag. Dort durfte sich Mozart kurz vor dem 31. Geburtstag dank des Figaro seines größten Erfolges zu Lebzeiten freuen. Die Gestalten seiner Opern sind auch in den Sinfonien heimisch: Kündigt nicht die »Linzer« schon die Zauberflöte an? Schreitet nicht Don Giovanni dem Kopfsatz der »Prager« voran und springt nicht Cherubino im Finale aus dem Fenster? Dazwischen nur ein Mittelsatz – vielleicht weil das Werk auch so schon alle Längen-, Tiefen- und Ausdrucks-Dimensionen sprengt – vier Jahre vor Haydns Londoner, 13 Jahre vor Beethovens Erster und 30 Jahre vor der Großen C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert, der viele Lieder davon singen kann, dass künstlerische Reife keine Frage des Alters sein muss und die wahre Größe manchmal erst aus zeitlicher Distanz fasslich wird. Schubert starb im Alter von 31, Mozart mit 35 Jahren.
HALS UND KOPFEs musste mal wieder schnell gehen: Mozart hatte beim Zwischenstop in Linz für ein Konzert am 4. November 1783 keine Sinfonie bei der Hand. Da schüttelte er einfach eine aus dem Ärmel.…
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR
Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Abos:
Serie III
Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig
HALS UND KOPF Es musste mal wieder schnell gehen: Mozart hatte beim Zwischenstop in Linz für ein Konzert am 4. November 1783 keine Sinfonie bei der Hand. Da schüttelte er einfach eine aus dem Ärmel. Weil ich keine einzige Simphonie bey mir habe, so schreibe ich über hals und kopf an einer Neuen, erfuhr sein Vater. Und was für eine. Wenige Tage genügten für eine halbe Stunde Musik für die Ewigkeit. Ich kann jeden verstehen, dem die Höhe der Kunst unter solchen Bedingungen nicht ganz geheuer ist. Mozart macht keinen Hehl daraus, welche Heroen er verehrte – Händel etwa – und überwältigt zugleich mit Klängen, die himmelweit hinter sich lassen, was die Musikwelt bis dato gehört hat. Allein schon die Einleitung rechtfertigt, dass Sinfonik alsbald prädestiniert für den Ausdruck des Großen, des Feyerlichen und Erhabenen vorzüglich geschikt erschien, wie Lexikograph Sulzer in Leipzig konstatierte, wo Mozarts Musik früh auf fruchtbaren Boden fiel.
HAND UND FUSS Die »Linzer« ist die letzte vor jenen vier allerletzten Sinfonien, die gut drei Jahre später von der »Prager« eröffnet werden. Eine Wiener Akademie im Advent 1786 mag den Anlass für die Komposition gegeben haben. Den Namen erhielt die Sinfonie jedoch von ihrer Darbietung am 19. Januar 1787 in Prag. Dort durfte sich Mozart kurz vor dem 31. Geburtstag dank des Figaro seines größten Erfolges zu Lebzeiten freuen. Die Gestalten seiner Opern sind auch in den Sinfonien heimisch: Kündigt nicht die »Linzer« schon die Zauberflöte an? Schreitet nicht Don Giovanni dem Kopfsatz der »Prager« voran und springt nicht Cherubino im Finale aus dem Fenster? Dazwischen nur ein Mittelsatz – vielleicht weil das Werk auch so schon alle Längen-, Tiefen- und Ausdrucks-Dimensionen sprengt – vier Jahre vor Haydns Londoner, 13 Jahre vor Beethovens Erster und 30 Jahre vor der Großen C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert, der viele Lieder davon singen kann, dass künstlerische Reife keine Frage des Alters sein muss und die wahre Größe manchmal erst aus zeitlicher Distanz fasslich wird. Schubert starb im Alter von 31, Mozart mit 35 Jahren.