Herbst-Tournee NOV 2025
Tourende in der Elbphilharmonie
18.11.2025 · Herbst-Tournee NOV 2025
Wiedersehen im Konzerthaus Dortmund
18.11.2025 · Herbst-Tournee NOV 2025
Backstage im Koningin Elisabethzaal Antwerpen
16.11.2025 · Herbst-Tournee NOV 2025
Mit drei Konzerten in Antwerpen, Eindhoven und Luxembourg hat das Gewandhausorchester den BeNeLux-Part seiner Herbst-Tournee 2025 erfolgreich beendet.
In Eindhoven spielte das Gewandhausorchester zuvor im Jahr 2000 zum ersten und bislang einzigen Mal ein Orchesterkonzert, ebenso in Antwerpen (1956). In beiden Städten gastierte das Orchester zusätzlich ein respektive zwei Mal gemeinsam mit dem
Thomanerchor Leipzig. In Luxembourg ist das Gewandhausorchester seit 1954 regelmäßig zu Gast. Das erste von bisher 14 Konzerten wurde gemeinsam mit dem Thomanerchor gegeben, das erste “reine" Orchesterkonzert drei Jahre später.
Nach unseren BeNeLux-Gastspielen richtet sich der Blick nun auf die beiden abschließenden Stationen: heute (16. NOV) spielt das Gewandhausorchester im Konzerthaus Dortmund und am Montag (17. NOV) folgt das finale Tourneekonzert in der Hamburger Elbphilharmonie.
Mit Haydn, Mendelssohn und Brahms im Muziekgebouw Eindhoven
13.11.2025 · Herbst-Tournee NOV 2025
Eine halbe Uraufführung
12.11.2025 · Herbst-Tournee NOV 2025
Auf dem Programm unseres zweiten Tournee-Konzerts am 11. November 2025 im Wiener Musikverein stand neben dem Violinkonzert von Johannes Brahms mit dem fantastischen Augustin Hadelich die fis-Moll-Sinfonie op. 41 von Dora Pejačević, die an diesem Tag erstmals vollständig im Musikverein erklang – 107 Jahre nach der Uraufführung zweier Sätze am selben Ort.
Als Dora Pejačević (1985–1923) im Januar 1918 ihre Sinfonie in fis-Moll im Wiener Musikverein vorstellte, sollte es ein großer Moment werden: die Uraufführung ihres bedeutendsten Werkes und das im Goldenen Saal! Doch statt der geplanten vier Sätze erklangen lediglich zwei.
Warum das Werk nicht vollständig aufgeführt wurde, bleibt bis heute unklar. Mögliche Gründe dafür könnten gewesen sein, dass der erste Weltkrieg auch das Musikleben fest im Griff hatte. Notenkopisten waren knapp, viele Musiker standen im Kriegsdienst und die Probenzeit war stark begrenzt. Zudem war das Konzertprogramm bereits überfüllt. Mit Werken von Beethoven, Liszt und Mozart blieb schlicht kein Platz für eine spätromantische, groß angelegte Sinfonie. Besonders bitter: Aus Angst vor einem Boykott der Gäste wurde der Name der Komponistin im Programmheft verschwiegen. Erst nach dem Applaus erfuhr das Publikum, dass diese Musik von einer Frau stammte. Am 11. November 2025, mehr als einhundert Jahre später, erklang das Werk endlich vollständig und Dora Pejačević erhielt in Wien durch das Gewandhausorchester und Andris Nelsons die Anerkennung, die ihr damals verwehrt blieb.
Dora Pejačević und das Gewandhausorchester
Die fis-Moll-Sinfonie von Dora Pejačević erfuhr im Jahr 1920 ihre vollständige Uraufführung in Dresden. Zwei Jahre später hatte Gewandhauskapellmeister Arthur Nikisch die Sinfonie auf den Spielplan gesetzt, konnte sie aber nicht mehr dirigieren, weil er kurz vor dem Konzerttermin verstarb. Das Werk der Komponistin wurde nach Nikischs Tod vom Programm genommen und erlebte erst einhundert Jahre später, im Jahr 2022, unter der Leitung von Andris Nelsons seine Gewandhaus-Erstaufführung.
75. Gastspiel des Gewandhausorchesters in Wien
11.11.2025 · Herbst-Tournee NOV 2025
Mit dem ersten Konzert dieser Herbst-Tournee am gestrigen 10. November 2025 feierte das Gewandhausorchester sein 75. Gastkonzert in der österreichischen Hauptstadt – ein Meilenstein einer jahrzehntelangen künstlerischen Gastspiel-Freundschaft, die 1960 begann.
Das Programm vereinte an diesem Abend drei große Namen der Musikgeschichte: Haydn, Mendelssohn und Brahms. Eröffnet wurde das Konzert mit Joseph Haydns 22. Sinfonie Es-Dur Hob. I:22 („Der Philosoph“). Im Anschluss begeisterte der koreanische Pianist Seong-Jin Cho mit einer nuancenreichen Interpretation von Mendelssohns 1. Klavierkonzert g-Moll op. 25, das Virtuosität, jugendliche Energie und poetische Zartheit vereint. Nach der Pause erklang Johannes Brahms’ 3. Sinfonie F-Dur op. 90.
Johannes Brahms und das Gewandhausorchester
Die erste Aufführung des Deutschen Requiems (1868) und die Uraufführung der vollständigen Fassung in Leipzig (1869) gelten als Durchbruch für Johannes Brahms (1833-1897) als weithin anerkannter Komponist. Vor allem die euphorischen Besprechungen der Leipziger Aufführung durch die in Leipzig ansässigen Musikzeitschriften entfalteten überregional Wirkung. Schnell wurde Brahms zum verehrtesten lebenden deutschen Komponisten neben Wagner und nach dessen Tod auch zum erfolgreichsten, der in einem Atemzug mit Bach und Beethoven genannt werden durfte.
Brahms besuchte Leipzig 13 Mal als Dirigent und Pianist und er überließ dem Gewandhausorchester die Uraufführung von vier wichtigen Kompositionen – mehr als jeder anderen Stadt (außer Wien): Die Klaviersonate C-Dur op.1 wird am 17.12.1853 uraufgeführt, am 5.2.1874 die Orchesterfassung der 3 Ungarischen Tänze WoO 1 und an Neujahr 1879 das Violinkonzert D-Dur op. 79 sowie die Uraufführung der vollständigen Fassung des „Deutschen Requiems“ am 18.2.1869.
Die Leipziger Erstaufführungen der 1., 2. und 3. Sinfonie sowie der Akademischen Festouvertüre und der Tragischen Ouvertüre dirigierte Brahms persönlich kurz nach den Uraufführungen. Bei den Leipzig-Premieren seiner beiden Klavierkonzerte saß er als Solist am Klavier.
Die Übernahme der Gewandhauskapellmeister-Position durch Arthur Nikisch (1895) bescherte Brahms einen bis heute zentralen Platz im Gewandhausorchester-Repertoire.
Mit Andris Nelsons, Augustin Hadelich und Seong-Jin Cho auf Herbst-Tournee
05.11.2025 · Stev Wackerhagen · Herbst-Tournee NOV 2025
Vom 10. bis zum 17. November 2025 gastieren das Gewandhausorchester und Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Rahmen ihrer Herbst-Tournee in einigen der renommiertesten Konzertsäle Europas.
Mit im Gepäck: zwei facettenreiche Programme mit Werken von Joseph Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und Dora Pejačević. An der Seite des Orchesters stehen zwei herausragende Solisten unserer Zeit: der Geiger Augustin Hadelich und der Pianist Seong-Jin Cho. Gemeinsam mit dem Gewandhausorchester und Andris Nelsons interpretieren sie das Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 von Johannes Brahms bzw. Felix Mendelssohn Bartholdys 1. Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 25 MWV O 7.
Den Auftakt bilden zwei Gastspiele im ehrwürdigen Goldenen Saal des Wiener Musikvereins (10./11. NOV), bevor die Reise weitergeht nach Eindhoven (13. NOV), Antwerpen (14. NOV), Luxembourg (15. NOV), Dortmund (16. NOV) und schließlich in die Elbphilharmonie Hamburg (17. NOV) führt.
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Gewandhauskapellmeister
Seong-Jin Cho Klavier
Augustin Hadelich Violine
Programm 1
Joseph Haydn – Sinfonie Es-Dur Hob. I:22 (»Der Philosoph«)
Felix Mendelssohn Bartholdy – 1. Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 25 MWV O 7
Johannes Brahms – 3. Sinfonie F-Dur op. 90
Programm 2
Johannes Brahms – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Dora Pejačević – Sinfonie fis-Moll op. 41
10. NOV – Musikverein Wien – Programm 1 – Infos & Tickets
11. NOV – Musikverein Wien – Programm 2 – Infos & Tickets
13. NOV – Muziekgebouw Eindhoven – Programm 1 – Infos & Tickets
14. NOV – Königin-Elisabeth-Saal Antwerpen – Programm 1 – Infos & Tickets
15. NOV – Philharmonie Luxembourg – Programm 1 – Infos & Tickets
16. NOV – Konzerthaus Dortmund – Programm 1 – Infos & Tickets
17. NOV – Elbphilharmonie Hamburg – Programm 1 – Infos & Tickets